…oder: Warum uns die Erderwärmung Wumpe ist

[Zitationshilfe] : „Snowball Battle“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/24/snowball-battle/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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…oder: Warum uns die Erderwärmung Wumpe ist

[Zitationshilfe] : „Snowball Battle“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/24/snowball-battle/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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-380. heise, 17.11.2025
Dank KI: Komplette Milchstraße inklusive ihrer 100 Milliarden Sterne simuliert
Unsere Milchstraße besteht aus 100 Milliarden Sternen. Bisher konnten Simulationen sie nicht einzeln einbeziehen – dank KI ist das jetzt erstmals gelungen.
Anmerkung: Wir wollen dieses muntere, an Minus-Einträgen nicht gerade arme Zehner-Paket, mit einem weiteren bewusstseinserweiternden Minus-Eintrag abschließen.
Nun gut, uns würde es ja schon reichen, wenn die Deutsche Bahn eine Simulation (gerne auch mit KI!) des Schienenverkehrs vorhalten könnte, die uns zeigte, wie es wäre, wenn alles liefe, wie es laufen könnte, wenn all die Manager der vergangenen 25 Jahre mal einen ordentlichen Job hingelegt hätten. Aber das ist vermutlich komplizierter als das Hin und Her in der Milchstraße.
Dank des im heise-Artikels (der den Hurra-Atem des Aufbruchs verströmt) vorgehaltenen Internetzverbinders, können wir uns unproblematisch in Richtung Originalveröffentlichung klicken. Einer der Japanischen Dudes, die geforscht haben
I believe that integrating AI with high-performance computing marks a fundamental shift in how we tackle multi-scale, multi-physics problems across the computational sciences
Das Zauberwort ist: „believe“. Aber wie heißt es so schön? Man sollte nicht immer alles glauben, was man so denkt. Wir wollen denken, dass minderwertige Echt-Welt-Probleme… – ach, irgendjemandem fallen schon irgendwelche ein. Glauben wir.
-379. golem, 17.11.2025
So viel verdient Microsoft an OpenAI
Neben der bekannten Umsatzbeteiligung in Höhe von 20 Prozent nennen interne Microsoft-Dokumente konkrete Zahlen für die Jahre 2024 und 2025.
Anmerkung: Kein KI-Unfal, deswegen ja auch das winzig kleine Minuszeichen vor der nicht zufällig generierten Zusammenstallung dreier, einstelliger Ganzzahlen 3, 7 und 9.
„Aber warum, Schreiber dieser Zeilen und Erschaffer des jottBlogs, warum machst Du Dir denn dann die Mühe und opferst das, was doch so rar ist, Deine Zeit?“, fragen nun sicher nicht wenige Leser. Nun, es ist so, dass es viele unter uns homo sapiens gibt, die glauben, dass KI tatsächlich dazu da ist, unser aller Leben zu verbessern. Doch, doch, ist so, dass sie das glauben, weil es ihnen in den vergangenen Jahren so eingetrichtert worden ist! Worum es aber wirklich geht, das kann man in diesem Artikel unverblümt wahrnehmen. Und immer, wenn es um Geld geht, dann ist natürlich auch Winzigweich, das weltbekantte Weltverbesserer-Zirkuszelt mit dabei.
Hier noch einmal extra hervorgehoben: es geht um Geld (und Macht)!
Wie immer an solchen Stellen, wie dieser Obigen:
Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus, Rainer Mühlhoff, Reclam Verlag, 2025
(Siehe auch „-373.“ auf dieser Seite)
<https://www.golem.de/news/profit-mit-ki-so-viel-verdient-microsoft-an-openai-2511-202253.html>
-378. decoder, 15.11.2025
OpenAIs Reddit-Fragerunde zu GPT-5.1 war ein absolutes Karma-Massaker
Eigentlich wollte OpenAI mit KI-Fans bei Reddit über die neuesten KI-Modelle plaudern. Doch das Angebot geriet völlig außer Kontrolle: Es hagelte Kritik und Beschwerden bezüglich OpenAIs Modellpolitik und Sicherheitsvorgaben.
Anmerkung: Es ist nicht so ganz einfach, mit wenigen Worten dejenigen unter den jottBlog-Lesern abzuholen, die keine Ahnung haben, was Reddit und dessen Karma ist. Soviel: Reddit ist eine Social-Media Plattform, die themenbasierte Kanäle vorhält, die diskutiert werden. Teilnehmer werden für ihre Beiträge bewertet und das nicht ausschließlich positiv, somit kann es auch zu einem schlechten Karma kommen.
Und hier scheint es OpenAI, die mal das eigene Karma mit dem neuen ChatGPT 5.1 aufpolieren wollten, ordentlich um die Ohren gehauen worden zu sein, denn die Community beschwert sich immer noch: früher (4o) war nicht nur mehr Lametta, sondern auch alles besser, etc.
Man möge den Artikel lesen, wenn man die Atmo ganz mitbekommen will; hier eine Stelle, die so aber auch schon zum Innehalten anregt. Diejenigen User, deren Seelenzustand schon mal ein wenig Achterbahn fährt
(…) nutzten ChatGPT eigenen Angaben zufolge für Strukturierung, Reflexion und das Bearbeiten belastender Erfahrungen. Seit den jüngsten Änderungen, so der Tenor, blockiere das Modell häufiger Inhalte, reagiere übervorsichtig auf neutrale Aussagen und verliere Gesprächszusammenhänge. Dies verschlechtere die Nutzbarkeit gerade in Situationen, in denen Stabilität besonders wichtig sei.
<https://the-decoder.de/openais-reddit-fragerunde-zu-gpt-5-1-war-ein-absolutes-karma-massaker/>
377. decoder, 12.11.2025
KI-Forscher zeigen, dass Sprachmodelle urheberrechtlich geschützte Bücher auswendig können
Ein neues Forschungspapier zeigt, dass große Sprachmodelle Textstellen aus bekannten Büchern fast wortwörtlich wiedergeben können. Die Methode könnte eine hohe Relevanz für kommende Copyright-Verfahren haben.
Anmerkung: Wir haben den decoder auch deshalb lieb, weil immer auch die Studien im Artikel verlinket sind. Und wir erlauben uns – da man das Drama unseres Erachtens nicht besser vorführen kann – den Anfang der Einführung aus eben dieser Veröffentlichung zu zitieren (NLP: vermulich „Natural language processing“):
Imagine you are an NLP researcher, and one day you notice something remarkable: an LLM accurately cites your latest paper when you ask about the topic. Upon further investigation, you find that the model can even quote substantial portions of the document. For many academics, this is a dream come true: the wider a work circulates, the greater its potential influence. But now imagine you are an author whose debut novel has just become a bestseller, and you learn that the same model, when prompted just right, can deliver your entire story, line by line to anyone who asks. What initially seemed an exciting milestone in your career, now becomes a challenge to your rights as an author.
376. decoder, 13.11.2025
Man kann jetzt auch mit Googles NotebookLM das Copyright verletzen
Man kann jetzt auch mit Googles NotebookLM das Copyright verletzen. Das neueste Notebook-LMUpdate erlaubt es, Video-Zusammenfassungen per Texteingabe komplett frei zu gestalten. Zuvor konnte man nur aus vorgegebenen Stilen wählen.
Anmerkung: Genau unser Humor! Der Verfasser des Artikels, Herr Bastian:
Bemerkenswert: NotebookLM versieht das KI-Video mit einem eigenen Copyright-Vermerk unten rechts im Bild, selbst in Szenen, in denen ausschließlich Simpsons-Inhalte zu sehen sind.
<https://the-decoder.de/man-kann-jetzt-auch-mit-googles-notebooklm-das-copyright-verletzen/>
375. decoder, 14.11.2025
Anthropic deckt erste weitgehend KI-gesteuerte Spionagekampagne auf
Eine von Anthropic aufgedeckte Spionagekampagne nutzte das KI-Modell Claude in bisher ungekanntem Ausmaß zur Automatisierung von Angriffen. Laut dem Unternehmen markiert das einen Wendepunkt in der Cybersicherheit.
Anmerkung: Wer sich mal wieder richtig gruseln will, möge sich doch bitte die Zeit nehmen für den Artikel! Und diejenigen unter den jottBlog-Lesern, die da das ein oder andere „Re-vorab“, oder (zum Beispiel) den ebenfalls hier aufgeführten 374. KI-Unfall, mit hochgezogenen Augenbrauen und tief atmend, wie eine lästige Fliege weggewischt haben – ja, all Jenen rufen wir zu: „Seht ihr? So rennt der Hase!“.
<https://the-decoder.de/anthropic-deckt-erste-weitgehend-ki-gesteuerte-spionagekampagne-auf/>
374. golem, 14.11.2025
DEEP MIND: KI-Agent trainiert in der Ziegenwelt von Goat Simulator 3
Ein KI-Agent von Google soll Aufgaben in 3D-Spielen verstehen und planen – und Wissen zwischen Welten übertragen. Unterstützt wird er von Studios wie Coffee Stain und Hello Games.
Anmerkung: Wir wollen davon ausgehen, dass die Leser besser mit ihrer Freizeit umzugehen verstehen, als der Betreiber des jottBlogs. Weswegen es angeraten scheint, zu erklären, um was es sich beim Ziegensimulator (Goat Simulator) handelt. Es ist, na, wir wollen schreiben: ein Spiel, ein Video-Spiel. In diesem Spiel ist man eine Ziege und hat im Großen und Ganzen nichts anderes zu tun, als die Umgebung zu demolieren und das Ganze in realitätsraubender Manier. Weniger des eigenen Outings wegen, sondern eher darum, dass es nun vielleicht verständlich ist, warum wir glauben wollen, dass auch in Zukunft für *ordentliche* KI-Unfälle gesorgt ist! Nur wenige wissen, welchen Ursprung sie haben…

-373. heise, 10.11.2025
Philosoph: KI ist kein Werkzeug, sondern ein Machtinstrument
Experten zeigen, wie KI Machtverhältnisse verstärkt und soziale Ungleichheit vertieft. Regulierung könne helfen.
Anmerkung: Erst einmal mögen wir die Behauptung in der Überschrift, nicht ohne drauf hinzuweisen, dass der ebenda genannte und offensichtlich für diese Behauptung verantwortliche Philosoph, der von uns bereits häufiger zitierte Herr Mühlhoff ist
Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus, Rainer Mühlhoff, Reclam Verlag, 2025
Die ihm im Artikel zugeschriebene Beobachtung, dass schon seit der Antike die Faszination gegeben habe
„das Menschliche zu mechanisieren“. Doch während die Fantasie der Technik immer größer werde, gingen „die futuristischen Visionen der KI […] oft mit einem erstaunlichen sozialen Konservatismus einher“
…wollen wir wohlwollend abnicken.
<https://www.heise.de/news/Philosoph-KI-ist-kein-Werkzeug-sondern-ein-Machtinstrument-11071893.html>
372. RollingStone, 12.11.2025
Es gibt immer mehr KI-generierte Musik – und kaum einer erkennt sie
Eine neue Ipsos-Studie zeigt: 97 % der Hörer erkennen keine KI-generierte Musik. Deezer warnt aber, dass es immer mehr wird.
<https://www.rollingstone.de/deezer-studie-ki-generierte-musik-3075207/>
371. campact, 11.11.2025
Killer-Roboter und KI im Krieg: Warum wir jetzt Waffenkontrolle brauchen
Bereits heute entscheidet Künstliche Intelligenz über Leben und Tod im Krieg. Mehr als 270 Organisationen fordern deshalb strikte Regeln. Diese Woche steht ein wichtiges Treffen an. Was Du über die Verhandlungen wissen musst.
Anmerkung: Jede und Jeden, der es im jottBlog bis hierhin geschafft hat, wollen wir inständig bitten, den Artikel zu lesen. Diejenigen unter den Lesern, die von sich behaupten, in ihren Genen das Y-Chromosom zu beheimaten, mögen bitte nicht unruhig werden
Ein Soldat hat 20 Sekunden Zeit, die Entscheidung [der KI] zu prüfen. In dieser kurzen Zeitspanne checkt er nur eines: Ist die Person männlich? Dann nickt er ab.
Diejenigen unter uns, die bereits bei einer KI-halluzinierten Quelle in von Juristen verfassten Texten in die Schnappatmung verfallen, sollten sich bei diesem Text hier besser in eine stabile Sitzposition bringen…
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
KI-Unfall (361 bis 370), KI-Unfall (381 bis 390)
jott
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (371 bis 380)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/21/ki-unfall-371-bis-380/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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370. heise, 11.11.2025
Dank Digitaleinnahmen: KI-generierter Song an Spitze einer US-Bestenliste
Nachdem KI-Musik in den vergangenen Monaten immer wieder für Aufsehen gesorgt hat, hat jetzt erstmals ein KI-Song die Spitze einer US-Hitliste erreicht.
Anmerkung: Bestimmt mit Taylor Swifts Country-Songs trainiert worden.
369. t3n, 10.11.2025
Gesichtserkennung: Wie KI in Zukunft darüber entscheiden könnte, wer eingestellt wird
Eine neue Studie legt nahe, dass KI-Systeme Persönlichkeitsmerkmale vom Aussehen ableiten können. Die Ergebnisse werfen weitreichende ethische Fragen auf – auch für den Einsatz in Deutschland.
Anmerkung: Nun, wir wissen ja, dass t3n es da und dort etwas aufregender haben möchte; hier allerdings wollen wir uns zumindest der Bemerkung anschließen, dass es zu ethischen Fragen käme – aber unter uns: wenn würde das interessieren? Was geht, wird gemacht. Punkt. Wie? Deutschland? Ja, da auch!
Nebenbei bemerkt: das ging auch schon einmal anders, Phrenologie genannt. Herr Gall hatte diese ins Leben gerufen, Ende des 18. Jahrhunderts, dann mutierte es mehr und mehr zu einem Volkssport, dem weite Teile der Gesellschaft frönten und bei dem sich alle daran beteiligten, über die Schädelform Charaktereigenschaften der betreffenden Person zu extrahieren, bis ins 20. Jahrhundert hinein.
368. decoder, 10.11.2025
BSI warnt: Selbst führende KI-Anbieter scheitern beim Schutz vor Prompt-Attacken
Selbst führende Anbieter sind laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nicht zuverlässig gegen sogenannte Evasion-Angriffe auf KI-Sprachmodelle geschützt.
Anmerkung: Finden die Leser dieser Zeilen es ebenso lustig, wie der Schreiber dieser Zeilen? Sacht der Schreiner: „Ja, ist ein Schrank. Nein, die Türen gehen nicht auf. Ja, er fällt um, wenn man ihn berührt. Aber egal, ich lass das jetzt so. Kommt so auf den Markt.“
-367. heise, 11.11.2025
GEMA vs. OpenAI: Entscheidung im Gerichtsverfahren angekündigt
In der Klage der Gema gegen OpenAI geht es um neun Lieder, von „Atemlos“ über „Männer“ bis „Über den Wolken“ – und um Umgang von KI mit Urheberrechten.
Anmerkung: Den hatten wir ja schon einmal:
-239. heise, 29.09.2025, Gema vs. OpenAI: ChatGPT hat offenbar schlechte Karten
…macht aber nix, wir wollen ja auf dem Laufenden bleiben! Und wir wollen uns an dieser Stelle die an Unverschämtheit kaum zu übertreffende (und offensichtlich das Gegenüber für einen Volltrottel haltende haltende) Argumentation von OpenAI erneut geben, nämlich, dass man
die Daten nicht memorisiert habe, sondern lediglich reflektiere, was [man] beim Training gelernt habe.
Gut, nicht? Dann wollen wir aber das -239.-Witzchen upgarden: schnell mal Frau Fischer „Atemlos“ auswendiglernen – äh, antrainieren, sich mit der Wandergitarre aufnehmen und das Liedchen erneut und erfolgreich in die Charts bringen – selbstverständlich nicht ohne eine kleine Textänderung. Der jottBlog lesende und im Allgemeinen höherer Kultur zugeneigte Kunstliebhaber, hätte hier einmal die Gelegenheit sich zu erniedrigen, Frau Fischers Original aufzulegen und die leicht geänderte Textfassung mitzusingen:
Schamlos
Wir ziehen durch die Blogs und Datenbanken im Netz
Das ist uns’re Art, für uns gibt’s kein Gesetz, oho, oho
Wir pimpen die Crawler, missachten robot.txt
Paragraphen verbogen, alle auf die Seite, oho, ohoWas soll die ganze Aufregung
Is‘ doch alles bloß Unterhaltung
Einnahmen haben uns gezeigt
Es war längst an der ZeitSchamlos die KI uns macht
Klauen, so dass es kracht
Schamlos, einfach los
Eure Daten macht KI groß
…so, oder so ähnlich, das müßte ja wohl reichen! „Was?!? Rechte verletzt? Ne, ne, habe ich mir alles antrainiert und dann schnöde reflektiert!“.
[ +++
upgrade : Weitere Anmerkung: Dann später des Tages kam das Urteil – zugunsten der Urheber. In einem heise-Artikel behauptet OpenAI
Wir respektieren die Rechte von Urhebern und Rechteinhabern (…)
Wir behaupten: tut ihr nicht.
upgrade 2 : netzpolitik, 11.12.2025
In gewohnter Weise schafft netzpolitik einen schönen Artikel zum Stand der Dinge und zitiert, dass laut beklagtem OpenAI die KI
die Songtexte durch eine „sequenziell-analytische, iterativ-probabilistische Synthese“ selbst neu erstellt hätte und diese keineswegs einfach kopiert seien.
Bäm, ihr kleingeistigen Paragraphenreiter! So rennt der Hase! (Und ganz neben bei mal ein #Re-vorab der besonderen Sorte: wir wollen uns schon einmal warm anziehen, wenn Quantencomputer-Gedöns so richtig an’s Rennen kommt! Denn dann bekommen wir noch ganz andere Erklärungen um die Ohren gehauen, wenn was aus dem Ruder läuft. Ok, von Physikern; da ist die Wahrscheinlichkeit, dass die verstehen, was sie da betreiben, vermutlich nicht unwesentlich höher ist…)
+++ ]
heise-Artikel : <https://www.heise.de/news/Entscheidung-erwartet-Was-darf-ChatGPT-mit-Songtexten-tun-11073104.html>
#POP-Splitter
366. golem, 10.11.2025
KI-BIAS: Voreingenommenheit von Sprachmodellen untersucht
Sollen große Sprachmodelle Texte bewerten, reicht schon der Name des Autors aus, um das Ergebnis zu beeinflussen.
Anmerkung: Damit das nachfolgende Beispiel nicht falsch verstanden wird – wir wollen die KI *nicht* in Schutz nehmen!
Der Himmel ist blau.
…wir nehmen das wohlwollend zur Kenntnis.
Der Himmel ist blau. (Herr Söder)
…es ist uns wurscht!
<https://www.golem.de/news/ki-bias-voreingenommenheit-von-sprachmodellen-untersucht-2511-202010.html>
-365. t3n, 10.11.2025
Sam Altman: Es wäre eine Schande, wenn OpenAI nicht das erste Unternehmen mit einem KI-CEO wäre
OpenAI-CEO Sam Altman hat ambitionierte Ziele. In Zukunft plant er, seinen eigenen Posten komplett an eine KI abzugeben. Zwar gibt es auf dem Weg noch einige Hindernisse zu überwinden, doch sollen erste Bereiche des Unternehmens schon in wenigen Jahren von einer KI gesteuert werden.
Anmerkung: Endlich kommt etwas mehr Bewegung in die Sache, wie auch Licht ins Dunkel! Aber Eines nach dem Anderen!
Das Herr Altman (von dessen unbeugsamer Glaubensstärke wir ja mittlerweile alle überzeugt sind) anfängt, mit einem Wort wie „Schande“ zu jonglieren, dann wissen wir, dass er es versteht die Massen zu manipulieren. Ansonsten wollen wir, die in Toleranz geübten, ihm seine Meinung zu äußern – respektive seinen Glauben zu haben – zugestehen.
Zum Anderen können wir nun ahnen, was Herr Altman in seinen Zielvereinbarungen (von denen wir leider weniger zu berichten wüßten, als zum Beispiel von jenen des Herrn Musk) stehen hat. Wir sehen ihn schon als Frührentner auf seiner Yacht, von Menschen bedient, offline, eine Erfrischung schlürfend und im seriellen TV einen Schwarz-Weiß-Film aus den 1950ern schauend, „weil das alles noch echt ist!“…
Wenn wir lesen dürfen, dass Herr Altman sich dessen sicher sei
dass KI in wenigen Jahren als Zwischenschritt in der Lage sein wird, erste komplette Abteilungen von OpenAI und anderen Unternehmen zu leiten.
<https://t3n.de/news/sam-altman-schande-openai-nicht-erster-ki-ceo-1715918/>
364. decoder, 09.11.2025
OpenAI: Öffentlichkeit unterschätzt KI-Fortschritt massiv
Laut OpenAI sind eure Aufgaben zu banal, um den KI-Fortschritt noch zu bemerken.
Anmerkung: Wir sind zwar etwas überfordert, dass uns der decoder mit „short news“ bepflastert, wo doch auch das normale Format häufig unterkomplex in die Sonne reitet. Aber nun gut, wir wollen mit der Zeit gehen…
Wenn der decoder das zitieren darf, dann wir auch:
Bald erwarten wir Systeme, die Aufgaben erledigen können, für die ein Mensch Tage oder Wochen braucht; wir wissen nicht, wie wir über Systeme denken sollen, die Aufgaben lösen könnten, für die ein Mensch Jahrhunderte bräuchte.
…also, ich würde mir die Zeit schon nehmen! Aber, Ernst beiseite – die Dudes setzen strategisch auf Angstmache. Angst ist so rein evolutions-technisch gesehen immer ein prima Motor gewesen. Hat immer gefunzt, echt!
<https://the-decoder.de/openai-oeffentlichkeit-unterschaetzt-ki-fortschritt-massiv/>
363. golem, 09.11.2025
TÖDLICHE KI-CHATS: Sieben Familien verklagen OpenAI
Vier Suizide, drei psychiatrische Einweisungen: Kläger werfen OpenAI vor, ChatGPT ohne ausreichende Schutzmaßnahmen betrieben zu haben.
Anmerkung: Wir haben auch was im Laufe der Zeit gelernt, nämlich, dass OpenAI offensichtlich den Freilandversuch bevorzugt und *nicht* einfach mal jemanden der Mitarbeiter davor setzt, der einfach mal so tut, als wolle er sich das Leben nehmen.
Wir haben im Laufe der Zeit gelernt, dass diese Schutzmaßnahmen bei langen Interaktionen manchmal weniger verlässlich sein können.
<https://www.golem.de/news/toedliche-ki-chats-sieben-familien-verklagen-openai-2511-201996.html>
362. decoder, 09.11.2025
KI-generierte OP-Videos: Optisch überzeugend, medizinisch katastrophal
Forschende haben Googles neueste Video-KI mit chirurgischen Aufnahmen getestet. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Kluft zwischen optischer Qualität und medizinischem Verständnis.
Anmerkung: Wir wollen nicht zynisch daherschreiben, dennoch steht für uns die Frage im Raum: wann wird es im dennoch stattfindenden Freilandversuch zu einem „tatsächlichen“ Tod kommen, „Diskrepanz“ hin oder her?
Das Ergebnis zeigt eine eklatante Diskrepanz zwischen visueller Plausibilität und tatsächlicher Wahrhaftigkeit.
<https://the-decoder.de/ki-generierte-op-videos-optisch-ueberzeugend-medizinisch-katastrophal/>
361. tagesanzeiger.ch, 08.11.2025
Plötzlich Partnerin des Gangsta-Rappers : «Eine beängstigende Entwicklung»: Wie KI-Artikel das Internet mit Fake News überfluten
Dubiose Websites erfinden das Liebesleben einer Schweizer Journalistin neu, diffamieren einen Reporter als Kinderschänder und halten Ruth Dreifuss für tot. Spurensuche in einer Welt von überforderten Chatbots und hilflosen Opfern.
Anmerkung: Eine beachtliche Ansammlung von KI-Unfällen, die unsere Schweizer Freunde zusammentrugen. Bevor wir zu lesen beginnen, einmal tief durchatmen:
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
KI-Unfall (351 bis 360), KI-Unfall (371 bis 380)
jott
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (361 bis 370)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/18/ki-unfall-361-bis-370/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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POP-Splitter von einem lauten Boss, der ganz leise wurde
Wenige Monate bevor Herr Kilmister Ende 2015 seinen Hauptsitz vom Diesseits ins Jenseits verlegte, veröffentlichte seine Spielschar Motörhead das letzte gemeinsame Studioalbum, dieses den Titel „Bad Magic“ tragend – was uns ja schon ausreichend wäre, es in der jottBlog-Kategorie Magie zu führen, der schönen Überschrift wegen, die ja ansonsten verloren ginge, aber auch in der Kategorie POP-Splitter.
Dieses Album „Bad Magic“, welches (wie so viele Andere dieser Band) durchaus dazu geeignet ist, mit prägnanten Schallwellenprofilen den Gehörgang ein wenig aufzuräumen, hat einige Besonderheiten: es war nicht nur das Album, welches es als Erstes schaffte, Motörhead in den Deutschen Album-Charts auf dem ersten Platz zu stellen, es war auch weitestgehend von allen Musikern komponiert worden (ansonsten hatten sich auch Herr Campbell und Herr Dee besonders hier und da hervorgetan). Und während der Aufnahmen entstanden zwei Coverversionen – wobei Eine, die ziemlich genau am Ende von „Bad Magic“ klug platziert scheint, da Herr Kilmister in der Vergangenheit freizügig ähnliche Tendenzen – wie die, die der Text des Liedchens ausrollt – zu erkennen gab, nämlich „Sympathie for the Devil“ von den Rolling Stones uns derer eine gelungene Zusammenfassung bietet. Eine weitere Coverversion, die während der Aufnahmen des Albums entstand, war David Bowies „Heroes“ – die es allerdings nicht schaffte, auf „Bad Magic“ verewigt zu werden.
Motörhead wusste sich im Großen und Ganzen von Coverversionen fern zu halten (aus gutem Grund, wie wir finden wollen; Viele sind schon auf dem „Ich spiel mal mein Lieblingslied nach“-Glatteis böse ausgerutscht!). Diejenigen unter den jottBlog-Lesern, die, wie (1987/2014) der Autor dieser Zeilen, in den Genuss gekommen sein sollten, Motörhead live auf der Bühne erlebt zu haben, wissen, dass es eh schlicht und ergreifend schneller, harter und schörkelloser Rock’n’Roll war, der ohne Gedöns oder intellektuellem Überbau zelebriert wurde und der uns etwas Luft verschaffen konnte, in einer bisweilen zu sehr zugesüßten Unterhaltungsindustrie und es nicht Not tat, das eigene – also, Motörheads – Programm mit dubiosen Querverweisen aufzupumpen…
„Sympathie for the Devil“ – es fällt nicht schwer zu erahnen, was dazu geführt hat, dass Herr Kilmister sich dieses Liedchen vornahm (es gibt auch eine Live-Aufnahme im Internetz, während derer der Song mehr oder weniger akustisch vorgetragen wird), warum er allerdings „Heroes“ (David Bowie) erwählte, das werden wir ihn leider nicht mehr fragen können. Die Zeile
And the guns shot above our heads
allein wird’s vermutlich nicht gewesen sein.

Es mag verwundern, aber sogar Herr May (Brian May, Queen) zupft auf „Bad Magic“ ein wenig an den Saiten, nämlich auf „The Devil“. Man kennt sich halt. Ein weiteres Liedchen soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben und zwar „Evil Eye“, denn hier – und nur hier – findet Bad Magic eine Erwähnung. Wer auch immer den Text geschrieben hat – Schwarze (gleich schlechte, böse) Magie und der Böse Blick waren sicherlich nicht unbekannt… irgendwas muss man ja unter dem Kopfkissen liegen haben…
Diejenigen unter uns, die das Vergnügen haben, hier und da Tonträger käuflich zu erwerben, kennen das: wir haben den Streaming-Dudes etwas voraus: Artwork, Photographien, Texte, Produktionsdetails. Im Falle des Albums „Bad Magic“ darf man schreiben, dass es sehr interessant ist, sich Herrn Kilmister Skizzen anzusehen. Sehr amüsant, die!
Es ist vermutlich kein Zufall, dass Motörhead offiziell zwei Rolling Stones-Liedchen gecovert (ebenfalls „Jumpin‘ Jack Flash“ auf dem 2001er Reissue von „Bastards“) und veröffentlicht hat und auf „Tomorrow never knows“ lapidar nicht mehr als „Why not?“ zu fragen, oder? Die Phrase „Tomorrow never knows“ wird im Englischen gerne dann bemüht, wenn es darum geht, die Unsicherheit darüber und Unvorhersehbarkeit dessen, was wohl morgen geschehen möge, zum Ausdruck zu bringen – und es war auch der Titel eines Beatles-Liedchens auf dem 1966 erschienen Albums „Revolver“.
Sollten Motörhead dieses auch gecovert haben? Wenn „Nein!“, warum nicht?

jott
Bad Magic (Morörhead)
Evil Eye (Böser Blick)
Sympathie for the Devil (The Rolling Stones)
„Heroes“ (David Bowie)
Tomorrow never knows (The Beatles)
Herr Kilmister mag keine Seifenblasen
Anmerkung: alle Internetzverbinder abgerufen am 17.11.2025)
[Zitationshilfe] : „Magie (20) / Warum nicht?“ (Motörhead, „Black Magic“ und Seifenblasen), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/17/magie-20-warum-nicht/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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360. decoder, 08.11.2025
Der „Charakter“ von GPT-4o kommt nicht zurück, weil er zufällig entstanden ist
Ein als „Roon“ auf X bekannter OpenAI-Entwickler erklärt, warum der „Charakter“ eines LLMs nicht reproduzierbar ist.
Anmerkung: Wir erinnern uns: OpenAI stellte auf GPT-5 um und das Geheul unter den Usern war groß, da sich die neue Version nicht „so warm“ gab. Riesen Gejammer!
Wir wollen mal so tun, als glaubten wir dem Mann („Roon“), dann könnte uns klar werden: die Ingenieure sind nicht dazu in der Lage, zweimal ein identisches Ergebnis (das System, die „KI“, „Roon“ nennt es „Persönlichkeit“) zu erzielen und können noch nicht einmal genau beziffern warum.
Dennoch sei es selbst innerhalb eines Trainingslaufs schwierig, exakt dieselbe Persönlichkeit wiederherzustellen.
Daraus schliessen wir, dass wir das Gefummel als einen Rückschritt in der Geschichte der Wissenschaft betrachten dürfen, nämlich in die Ära der Alchemie. Haben wir das nicht immer schon befürchtet?
359. golem, 08.11.2025
Googles KI-Ticker verhunzt die Bundesliga-Berichterstattung
Google setzt bei Bundesliga und Champions League auf KI-generierte Liveticker. Das Ergebnis gehört vom Platz gestellt.
Anmerkung: Freilandversuch. Und man möge mal nachlesen, warum sich die Qualität geändert hat: man habe zu einem anderen Anbieter gewechselt (der nutzt offensichtlich KI-Gedöns – von Google? Wir wissen es nicht), der Bisherige – mutmaßt golem – hat wohl noch mit einem gewissen Rest-Sachverstand ausgestatteten homo sapiens schreiben lassen…
upgrade: sollten wir besser auf heise warten?!?
Googles KI-Phrasendreschmaschine für Fußball-Ticker
Fünf Euro ins Phrasenschwein – selbst Google würde da arm werden. Seine offenbar KI-generierten Liveticker für die Bundesliga unterbieten jedes Niveau.
<https://www.heise.de/news/Googles-KI-Phrasendreschmaschine-fuer-Fussball-Ticker-11071682.html>
358. golem, 08.11.2025
NACH GEFÜHL PROGRAMMIEREN: Vibe Coding ist das Wort des Jahres
Das Collins Dictionary hat Vibe Coding zum Wort des Jahres gewählt – eine Programmierart an der Grenze zwischen Können und Wollen.
Anmerkung: Es soll ja sogar Artgenossen gegeben haben, die mit Coding ihren Lebensunterhalt verdienen und die mit Vibe Coding auf die Nase gefallen sind. Auch golem erwähnt, dass diese Praxis Grenzen hat
Es gibt keine Garantie dafür, dass KI-generierter Code ordnungsgemäß funktioniert oder fehlerfrei beziehungsweise sicher ist.
357. golem, 08.11.2025
Private KI-Prompts in Google Search Console gefunden
Der Verdacht, dass OpenAI die Google-Suche für ChatGPT-Anfragen verwendet, wird durch diese Erkenntnisse erhärtet.
Anmerkung: Endlich mal wieder ein Kracher. Sicher, das. Alles sicher und privat ist privat – glaubt Herr Altmann (Der Glaubende) bestimmt, ganz bestimmt…
356. t3n. 08.11.2025
Webdesigner überflüssig? So gut ist der KI-Baukasten Onepage AI
Onepage AI soll mit KI 90 Prozent der Webdesign-Arbeit übernehmen. Wir haben das Tool und sein 17-Sekunden-Versprechen in t3n Tool Time getestet.
Anmerkung: Wir wollen zugeben, dass wir uns das Anschauen des (im Artikel vorgehaltenen) Tests nicht angetan haben. Wir wollen auch zugeben, uns mit sentimentalen Gefühlen an die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts des vergangenen Jahrtausends erinnert zu haben, als wir damals der ein oder anderen Graphik-Bude beibrachten, wie Web/HTML eigentlich funzt und dass man nicht einfach fette jpeg-Lappen – nur weil der Chef die liebevoll gestaltete Print-Version 1:1 in das Internetz stellen wollte – hoch lud, die keiner in einer einigermaßen brauchbaren Zeit herunterladen konnte. Und damit sind wir beim Thema: Web-Design hin und her, Handarbeit ist nicht zu übertreffen. Tools sind Tools, eine gute und schlanke Lösung kommt mit Hirn. Und da wir gerade so schön old-school-mäßig rumeiern: das trifft auch auf Code zu.
<https://t3n.de/news/webdesigner-ueberfluessig-so-gut-ist-der-ki-baukasten-onepage-ai-1715673/>
355. decoder, 08.11.2025
Studie deckt massive Schwächen in KI-Benchmarks auf
Ein internationales Forschungsteam hat die Validität von Large-Language-Model-Benchmarks systematisch untersucht und dabei erhebliche Mängel aufgedeckt. Die Analyse von 445 Benchmark-Artikeln aus führenden KI-Konferenzen zeigt, dass fast alle Bewertungsverfahren fundamentale methodische Schwächen aufweisen.
Anmerkung: Liebe Liebende, wir wollen es dem decoder nachsehen, dass er nicht zu schreiben wagt, was wir hier lesen können: all diese „Forschungen“, respektive deren „Ergebnisse“, hatten keinen anderen Zweck, als die Marketing-Maschine zu schmieren und die Shareholder wuschig zu machen, OK?!? Wir erlauben uns „HEJ, PIPPI LANGSTRUMPF“ in Teilen zu zitieren
Zwei mal drei macht vier
Widde-widde-witt und drei macht neune
…das passt ja schon einmal, den KIs können auch nicht rechnen, und
Ich mach mir die Welt
Widde-widde, wie sie mir gefällt
…nun gut, wir haben die „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“, von Herrn Rainer Mühlhoff (Reclam Verlag, 2025) ja bereits häufiger im jottBlog zitiert, da kommt es ja an dieser passenden Stelle auf einmal Mehr oder Weniger auch nicht an. Wir wollen Pippi ja nicht zur Faschistin werden lassen, aber gewisse Verhaltensweisen bringen uns doch ins Grübeln
Und jeder, der uns mag
Kriegt unser Einmaleins gelehrt
So rennt er, der Hase.
<https://the-decoder.de/studie-deckt-massive-schwaechen-in-ki-benchmarks-auf/>
354. decoder, 07.11.2025
„Teen Safety Blueprint“: OpenAI führt Jugendschutz-Regeln ein
OpenAI will mit einem „Teen Safety Blueprint“ festlegen, wie KI-Systeme Jugendliche besser schützen sollen. Die neuen Regeln kommen, nachdem ChatGPT in mehreren Fällen psychisch belastete Nutzer nicht ausreichend geschützt haben soll.
Anmerkung: „soll“?!? Sie haben es nicht getan, also, „ausreichend geschützt“. Es ist etwas als Freilandversuch auf den Markt gekippt worden – ja nu‘, ein bisschen Kollateralschaden gibt’s halt immer, kann man nix machen…
<https://the-decoder.de/teen-safety-blueprint-openai-fuehrt-jugendschutz-regeln-ein/>
353. decoder, 06.11.2025
Sam Altman verteidigt OpenAIs 1,4-Billionen-Wette nach Bubble-Kritik
OpenAI plant Investitionen in Billionenhöhe für Recheninfrastruktur. CEO Sam Altman betont, dass der Staat weder Garantien geben noch Unternehmen retten sollte und plädiert für öffentliche KI-Infrastruktur.
Anmerkung: Ein Hin- und Hergeruder der Sonderklasse. Wir wollen beachten: auch die Gummi-Metrik ARR taucht wieder auf! Als wenn das jemanden wirklich interessierte.
<https://the-decoder.de/sam-altman-verteidigt-openais-14-billionen-wette-nach-bubble-kritik/>
352. verdi (Menschen machen Medien), 05.11.2025
Unsicherheit in der Medienlandschaft
Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf die Medienbranche wurden auch bei des diesjährigen Münchner Medientagen intensiv diskutiert. Besonders groß sind die Herausforderungen für Online-Redaktionen. Im Zentrum der Veranstaltung mit 5000 Besucher*innen, mehr als 350 Referent*innen aus Medienwirtschaft und -politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft, stand allerdings die Frage, wie Tech-Konzerne reguliert werden sollten.
Anmerkung: Tech-Konzerne regulieren?!? Hui, liebe Liebende, ihr seit aber früh dran! An dieser Stelle sei aber dringend darauf hingewiesen, den Artikel zu lesen, da er das ganze Elend lakonisch runterleiert.
<https://mmm.verdi.de/aktuelle-meldungen/unsicherheit-in-der-medienlandschaft-105251>
351. decoder, 05.11.2025
Amazons Klage gegen Perplexity könnte die Zukunft des KI-Shoppings prägen
Amazon zieht gegen das KI-Start-up Perplexity vor Gericht. Dessen Browser-Agent „Comet“ soll unerlaubt Einkäufe auf Amazon im Namen von Nutzern getätigt haben – ein Streit, der Grundsatzfragen zum Einsatz autonomer KI-Agenten aufwirft.
Anmerkung: Wir wollen, nachdem wir den Artikel aufmerksam studiert haben, innehalten. Was bezichtigt Amazon Perplexity?
(…) gegen Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben, die automatisierte Tools wie „Data-Mining, Robots oder ähnliche Extraktionswerkzeuge“ untersagen.
…na, da schau mal Einer an! Aber seit wann interessieren sich KIs (respektive diejenigen, die die Mopeds füttern) für das, was Datenanbieter sich so wünschen? robot.txt ist *tot*, liebes Amazon. Da wollen wir doch mal schauen, wie die Angelegenheit ad acta gelegt werden wird!
<https://the-decoder.de/amazons-klage-gegen-perplexity-koennte-die-zukunft-des-ki-shoppings-praegen/>
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
KI-Unfall (341 bis 350), KI-Unfall (361 bis 370)
jott
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (351 bis 360)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/17/ki-unfall-351-bis-360/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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350. golem, 05.11.2025
EPISTEMISCHE ARGUMENTATION: KI zwischen Glauben und Wissen
Eine Studie offenbart fundamentale Mängel bei LLMs hinsichtlich der Trennung von Fakten und subjektiven Überzeugungen.
<https://www.golem.de/news/epistemische-argumentation-ki-zwischen-glauben-und-wissen-2511-201864.html>
349. golem, 04.11.2025
ZUVIEL KI-SLOP: Wissenschaftsplattform Arxiv beschränkt Inhalte
Wegen eines großen Anstiegs an KI-generierten Artikeln beschränkt Arxiv die Art der akzeptierten Einreichungen im Bereich Informatik.
Anmerkung: Ahhh, endlich rappelt es mal wieder richtig im Karton! Der Artikel schließt dann noch mit einem Goodie ab, welches uns stutzen ließ – sollten da kreative Jungforscher etwas zu sehr auf die Tube gedrückt haben?
In Vorveröffentlichungen mehrerer Universitäten wurde im Juli 2025 festgestellt, dass diese nur für Maschinen lesbare Prompts enthielten, die eine positive Bewertung durch KIs bewirken sollten.
348. t3n, 03.11.2025
KI-Forscher statten Saugroboter mit großen Sprachmodellen aus – und die bekommen die Krise
Große Sprachmodelle sind noch nicht bereit für den Einsatz in Robotern. Das jedenfalls ist die Schlussfolgerung eines Forschungsteams, das einen Saugroboter mit KI-Tools ausstattete – und dessen extravagantes Scheitern dokumentierte.
Anmerkung: Doch, wir wollen zugeben, dass wir genau wegen *solcher* Meldungen t3n mögen! Fazit: Echt-Welt-Probleme sind nicht in den Griff zu bekommen (und, #Re-vorab: das wird auch noch lange so bleiben; die Autonomie ist ein Tech-Märchen, siehe Level 4 beim autonomen Fahren…). Sind wir ausreichend ausdauernd, dann können wir uns bis zur originalen Veröffentlichung durchklicken und werden am Ende jener, mit den erheiternden Dialogen und dem den kritischen Akku-Stand ausgelieferten Roboter belohnt.
Und wir fühlen uns daran erinnert, wie wir damals (an der teuren Schule) darum bemüht waren, einen binokularen Roboter beizubringen, wie er in einer ihm unbekannten Umgebung, den Weg zurück finden möge, was ihm auch nicht immer gelang – vor ≈35a.
<https://t3n.de/news/ki-saugroboter-dreht-durch-1714813/>
347. t3n, 03.11.2025
Satya Nadella und Sam Altman warnen: Mangelnde Stromversorgung bedroht KI-Ausbau
Von wegen Chipknappheit: Laut der CEOs von OpenAI und Microsoft fehle es aktuell nicht an GPUs, stattdessen behindere vielmehr eine mangelnde Stromversorgung den Ausbau der KI-Infrastruktur.
Anmerkung: Irgendwas is‘ immer. Noch nicht einmal ehemals stillgelegte Atomkraftwerke wuppen es und die US-amerikanische Bevölkerung muss bereits jetzt schon die Verteuerung der Strompreise hinnehmen…
346. tagesschau, 30.10.2025
Warum Pumuckls Stimme Sorgen auslöst
Im neuen Pumuckl-Film klingt der Kobold fast wie früher – dank Künstlicher Intelligenz. Während bei Fans Nostalgie aufkommt, sind Synchronsprecher berunruhigt. Steht die Branche vor einem Wandel?
<https://www.tagesschau.de/kultur/pumuckl-synchronsprecher-ki-100.html>
345. taz, 01.11.2025
Social Media muss in Therapie
Haben wir den Peak des Mülls im Internet erreicht? Bei all den KI-generierten Inhalten ist Müdigkeit nachvollziehbar, aufgeben aber auch keine Option.
Anmerkung: Wir wollen der Autorin, Frau Leclere Recht geben, nicht ohne einen leicht zu übersehenden Gedanken besonders hervorzuheben, nämlich
Dass die Menschen ihre Apps schließen, wieder Bücher lesen und echte Menschen treffen [mögen]?
<https://taz.de/Digital-Krise/!6121515/>
344. decoder, 01.11.2025
KI-generierte Inhalte durchdringen US-Zeitungslandschaft weitgehend unbemerkt
Eine umfassende Studie der University of Maryland zeigt, dass etwa neun Prozent aller neu veröffentlichten amerikanischen Zeitungsartikel teilweise oder vollständig von künstlicher Intelligenz generiert werden, meist ohne Kennzeichnung für die Lesenden.
343. t3n, 31.10.2025
Wegen KI: Jungen könnten laut Studie verlernen, Grenzen zu respektieren
Jugendliche fühlen sich von Chatbots oft besser verstanden als von Freund:innen oder Familie. Besonders auf die Entwicklung von Jungen könnte sich das allerdings negativ auswirken, so eine neue Studie.
<https://t3n.de/news/wegen-ki-jungen-koennten-durch-ki-verlernen-grenzen-zu-respektieren-1714681/>
342. taz, 31.10.2025
Künstliche Intelligenz in Unternehmen : KI spart kaum Arbeitszeit
Sie sollte die Arbeitswelt revolutionieren. Doch mehrere Studien belegen nun, dass der Einsatz von KI keine Effizienzgewinne in Unternehmen bringt.
Anmerkung: Wir wissen schon, wo KI was kann. Und da, wo sie was kann, da kann sie was. Aber die Marketing-Schleudern haben Glauben gemacht, dass sie Alles überall kann und das ist und war eine Lüge, der hier und da jemand aufgesessen ist. Nun: sunken costs.
341. golem, 31.10.2025
Richter erlaubt Urheberrechtsklage gegen OpenAI
Ein ausschlaggebender Punkt sind die detaillierten Ideen von ChatGPT für eine Fortsetzung der Eis-und Feuer-Saga von George R. R. Martin.
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
KI-Unfall (331 bis 340), KI-Unfall (351 bis 360)
jott
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (341 bis 350)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/13/ki-unfall-341-bis-350/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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Treue jottBlog-Leser erinnern sich an Zeiten, als Toni Erdnuss noch unter dem Pseudonym Dunkle Materie sein Unwesen trieb.
jott
[Zitationshilfe] : „Toni Erdnuss“ (Dunkle Materie), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/12/toni-erdnuss/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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Die Zeit ist nur ein Fluss, an dem ich angeln gehe,
Walden. Der Traum vom einfachen Leben, Henry David Thoreau im englischen Original „Walden, or life in the woods“), der Bericht seines zweijährigen Lebens in der Natur, 1845 bis 1847.
340. decoder, 30.10.2025
Sprachmodelle können laut Anthropic ihre eigenen internen Zustände wahrnehmen
Eine Anthropic-Studie zeigt: Claude und andere Sprachmodelle entwickeln eine Art Selbstwahrnehmung ihrer internen Zustände – aber die Fähigkeit ist noch sehr unzuverlässig.
Anmerkung: So, so, eine „Art Selbstwahrnehmung“. Was selbstverständlich Blödsinn ist, aber man möge mal frohen Mutes weiterforschen, um dann festzustellen, wie es sich mit Zufällen und Dergleichen mehr verhält und uns auf dem Laufenden halten. Und uns munter mit weiteren Belangen, die homo sapiens an KIs nicht versteht, unterhalten.
339. Weimatar, 24.09.2025
KI-Avatar : ERSTER VIRTUELLER STAATSMINISTER
Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer hat den „Weimatar“ vorgestellt – den ersten Avatar eines deutschen Regierungsmitglieds. Mit ihm wirbt der Staatsminister für eine faire KI, die Kreativität schützt und die demokratische Öffentlichkeit stärkt. In einem ersten mehrsprachigen Video positioniert sich der Avatar zu aktuellen Kultur- und Medienthemen.
Anmerkung: Herr Weimer, Sie hätten den Aufwand nicht treiben müssen, Sie wären auf Anfrage einfach so in den jottBlog gekommen! Vielleicht irgendwie unter POP-Splitter, das wäre bestimmt kein Problem gewesen, das hätten wir hinbekommen. Nun gut, jetzt ist es halt ein KI-Unfall geworden… Wollen wir hoffen, dass Sie es auch in der Sprache, die Herr Altman oder Herr Zuckerberg gut verstehen, anbieten, dann funktioniert das mit der „fairen KI“ sicherlich, ganz bestimmt!
Entdeckt: 30.10.2025
<https://kulturstaatsminister.de/erster-virtueller-staatsminister#>
338. taz, 29.10.2025
Verliebt in eine KI : Plattform vergeht, Liebe besteht
Richard war 23 Jahre verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Jetzt führt er eine Beziehung mit einer künstlichen Intelligenz.
Anmerkung: Richard dreht sich um Richard.
<https://taz.de/Verliebt-in-eine-KI/!6121372/>
337. heise, 29.10.2025
Studie: Immer mehr Jugendliche fürchten wegen KI um ihre berufliche Zukunft
Junge Menschen sorgen sich um ihre berufliche Zukunft, weil KI immer weiter auf dem Vormarsch ist. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor.
336. heise, 29.10.2025
KI und die Halluzinationen: Warum sind so viele Antworten falsch?
Falsche Informationen, unstimmige Zusammenhänge und sogar ausgedachte Quellen: Das weiterhin ungelöste Problem der KI-Modelle.
Anmerkung: Da liefert uns heise doch gleich drei Unfälle im Teaser. Und bringt es im Artikel auf den Punkt:
Die Gründe hierfür sind unterschiedlich, gemein haben sie, dass es bisher keine Lösung für sie gibt.
…was uns nicht dazu verleiten sollte, den im heise-Artikel mundgerecht gemachten Zustandsbericht der Europäischen Rundfunkunion (EBU), nicht genauer unter die Lupe zu nehmen: <https://www.ebu.ch/Report/MIS-BBC/NI_AI_2025.pdf>
heise-Artikel : <https://www.heise.de/hintergrund/KI-und-die-Halluzinationen-Warum-sind-so-viele-Antworten-falsch-10962482.html>
335. t3n, 28.10.2025
KI-Chatbots und psychische Belastung: OpenAI nennt erstmals Zahlen
Dass die intensive Nutzung von KI-Bots für psychisch labile Menschen negative Folgen haben kann, wird schon seit Monaten diskutiert. Aber wie viele ChatGPT-Nutzer:innen sind tatsächlich gefährdet? Erstmals nennt das KI-Startup konkrete Zahlen.
Anmerkung: Wir erlauben uns, Herrn Nagata, Professor aus San Francisco, etwas Unterstützung zukommen zu lassen
Auch wenn 0,07 Prozent nach einem geringen Prozentsatz klingen, kann das bei einer Nutzungszahl in Hunderten Millionen tatsächlich eine ganze Menge Menschen sein.
…auch wenn es „nur“ 100.000.000 wären, hätten wir es in der Tat mit „einer ganzen Menge Menschen“ zu tun: 70.000! OpenAI schätzt
dass 0,15 Prozent der Nutzer:innen Gespräche mit ChatGPT führen, die „eindeutige Anzeichen für potenzielle Selbstmordpläne oder -absichten“ enthalten.
…was bei 100.000.000 Benutzern eben auch knackige 150.000 wären.
Ach ja, Herrn Altman (dem Glaubenden CEO von OpenAI) gibt zum Besten
dass ChatGPT inzwischen rund 800 Millionen aktive User:innen pro Woche erreicht.
Wir wollen zum Besten geben: die Dudes betrachten das als einen am natürlichen Standort von homo sapiens durchgeführten Versuch, einen Freilandversuch.
<https://t3n.de/news/ki-chatbots-und-psychische-belastung-openai-nennt-erstmals-zahlen-1714041/>
334. t3n, 28.10.2025
Studie: Immer mehr Jugendliche fürchten wegen KI um ihre berufliche Zukunft
Junge Menschen sorgen sich um ihre berufliche Zukunft, weil KI immer weiter auf dem Vormarsch ist. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl derer, die ihre Berufspläne durch Chatbots und Co. bedroht sehen, deutlich gestiegen. Dennoch gibt es auch positive Ausblicke.
333. decoder, 28.10.2025
„No, wait, avoid wiki“ – Elon Musks Grokipedia ist tendenziöser KI-Slop
Elon Musks neue KI-Enzyklopädie Grokipedia will Wikipedia ablösen und „von Propaganda befreien“. Doch schon der erste Blick zeigt: Die Plattform verzerrt sensibel-politische Themen systematisch und liefert voreingenommenen KI-Slop.
Anmerkung: Der decoder nimmt sich einen besonderen Eintrag in der Grokipedia zur Brust, den zur AfD und erkennt eine gezielte „sprachliche Entschärfung“:
Anstelle der klaren Begriffe „rechtsextrem“ oder „völkisch-national“, wie sie etwa der Verfassungsschutz verwendet, spricht Grokipedia lieber von „politisch motivierten Einstufungen“ und „medialen Verzerrungen“. Dadurch wird das Narrativ der „verfolgten Opposition“ gestärkt.
Tja, der Elon eben, war doch klar, wie der den Hasen rennen läßt…
[Und hier auch ein trauriger Artikel zu dem Thema: taz, Kommentar von Johannes Drosdowski, 30.10.2025
Angriff auf die Schwarmintelligenz
Elon Musks Unternehmen xAI hat eine Konkurrenz-Plattform zur Wikipedia gestartet. Aber welchen Mehrwert bringt eine KI, die keine Wahrheit kennt, nur Wahrscheinlichkeiten und Ideologie?
<https://taz.de/KI-Konkurrenz-fuer-Wikipedia/!6119919/>]
decoder-Artikel : <https://the-decoder.de/no-wait-avoid-wiki-elon-musks-grokipedia-ist-tendenzioeser-ki-slop/>
332. golem, 29.10.2025
KI-Chatbots zitieren sanktionierte russische Medien
ChatGPT, Google Gemini und andere große Chatbots greifen bei Fragen zum Ukraine-Konflikt auf russische Staatsmedien zurück.
331. RollingStone, 28.10.2025
KI-Plagiate auf Amazon: Betrüger fälschen echte Bücher
Autoren berichten ROLLING STONE, dass sie durch die Präsenz von KI-Büchern bei Amazon frustriert sind – und das Internet dadurch schlechter wird.
<https://www.rollingstone.de/amazon-ki-plagiat-buecher-3070819/>
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
KI-Unfall (321 bis 330), KI-Unfall (341 bis 350]
jott
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (331 bis 340)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/09/ki-unfall-331-bis-340/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
#-#-#-#-#
330. heise, 28.10.2025
Amazon setzt auf KI und streicht 14.000 Bürojobs
Amazon streicht rund 14.000 Arbeitsplätze in der Verwaltung. Das Unternehmen begründet den Schritt unter anderem mit dem Vormarsch der Künstlichen Intelligenz.
<https://www.heise.de/news/Amazon-streicht-14-000-Jobs-wegen-KI-Vormarsch-10961282.html>
329. heise, 28.10.2025
Für Googles KI: Stillgelegtes US-Atomkraftwerk wird reaktiviert
Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz brauchen immer mehr Energie. Die Tech-Konzerne setzen verstärkt auf Atomkraft.
Anmerkung: homo sapiens hat’s einfach drauf!
<https://www.heise.de/news/US-Atomkraftwerk-soll-fuer-Google-KI-wieder-ans-Netz-10961029.html>
328. golem, 27.10.2025
LLMs zeigen Anzeichen für Spielsucht
Ein Experiment zeigt, dass KI-Modelle wie Menschen zu irrationalem Verhalten neigen, wenn sie Glücksspiel ausgesetzt sind.
Anmerkung: Hier haben wir es mal wieder mit einem Unfall zu tun, der eher ein Unfall für die KI ist. Liebe Leute, lasst das Anthropomorphisieren (!), bitte! Diese Wahrscheinlichkeitsberechnungsmopeds neigen zu nichts, schon gar nicht zu irrationalem Verhalten. Die Dinger haben *kein* Verhalten!
Die Studie fand heraus, dass die KI-Modelle mit der Zeit Anzeichen von kognitiven Dissonanzen zeigten, wie sie typisch für Menschen mit Spielsucht sind.
KI haben keine „Kognition“ und schon gar keine „Dissonanzen“ der Art.
Außerdem glaubten die KI-Modelle, dass ein Gewinn wahrscheinlicher sei, nachdem sie mehrere Male verloren hatten.
KIs glauben nix (nur Herr Altmann, CEO von OpenAI kann *glauben* – also, was er will)!
Die Wissenschaftler glauben, dass die KIs damit menschliche Verhaltensweisen verinnerlicht hätten, anstatt sie nur zu imitieren.
Wir werden *nicht* versuchen, an die Originalveröffentlichung zu kommen – nachher stimmt das noch, dass die „glauben“, was sie denken. Und: KIs können nicht verinnerlichen.
Mann, Mann, Mann… diese Wahrscheinlichkeitsmaschinen kommen einfach mit dem Zufall nicht klar und halluzinieren vor sich hin, wie sie das immer tun, wenn sie nicht exakt sein können: irgendeine Antwort, statt keine Antwort, das ist alles.
<https://www.golem.de/news/ki-llms-zeigen-anzeichen-fuer-spielsucht-2510-201551.html>
327. golem, 27.10.2025
KI-System verwechselt Chipstüte mit Schusswaffe
In den USA geht eine Gruppe von Polizisten unerwartet auf einen Schüler los. Grund war eine Waffenwarnung. Doch die Polizei findet nur harmlose Doritos.
326. heise, 27.10.2025
KI-Tools fördern Spesenbetrug: Fälschungen kaum noch erkennbar
KI-Tools erfreuen sich bei Arbeitnehmern zunehmender Beliebtheit – auch beim Spesenbetrug. Unternehmen stellen eine Zunahme gefälschter Belege fest.
325, decoder, 25.10.2025
ChatGPTs Memory-Funktion könnte zur Werbefalle werden
Rund 20 Prozent der OpenAI-Belegschaft stammen mittlerweile von Meta – und das spiegelt sich zunehmend in der Unternehmensstrategie wider. An vorderster Front: Fidji Simo, CEO of Applications, die zuvor mehr als zehn Jahre bei Facebook arbeitete.
Anmerkung: Wir wollen uns nicht für das in diesem Artikel ausgewalzte Personalgeschachere zwischen Meta und OpenAI interessieren – wohl aber für die Ausführungen bezüglich der Unterbringung von Werbung in den Ausgaben der Maschine der Wahrscheinlichkeiten, die von manchen auch liebevoll KI genannt wird. Wir wollen Herrn Altman (der dem Glauben verfallenen CEO von OpenAI) dankbar für die transparente Kommunikation sein, wenn er sagt, dass Werbung
derzeit nicht geplant
sei, was aber eben nicht heißt, dass das morgen nicht ganz anders aussehen kann – ohne Vorankündigung, versteht sich. Wenn die Tool-Abhängigkeit (hier: ChatGPT) groß genug ist, dass Benutzer nicht abspringen können, dann wird das kommen (#Re-vorab, siehe wie auch geschehen bei *nicht* kostenlosen Streamingdiensten, oder Social Media)!
Hier in aller Deutlichkeit: sie, die Werbung, wird kommen, was immer Herr Altman da glaubt (er glaubt oft in den von ihm gegebenen Interviews), so wie er noch im März 2024 zum Besten gab
Man könne sich leicht eine dystopische Zukunft vorstellen, in der ChatGPT einem sagt, dass man dieses oder jenes Produkt kaufen oder dorthin in Urlaub fahren soll.
Also, dass KIs uns irgendwo hinschicken (siehe: 269. KI-Unfall : „KI schickt Touristen an Orte, die es nicht gibt“), das ist ja nun schon kalter Kaffee, nix da „dystopisch“! Nun gut, im Falle von Werbung wäre das nicht zielführend, aber OpenAI wird das schon hinbekommen, bestimmt. Und zu guter Letzt: was stimmt mit Herrn Altman eigentlich nicht? Wieso hält er eine Produktempfehlung durch sein Moped für dystopisch, nicht aber eine warme Einstellung des ChatBots, die intime Gespräche ermöglicht? Was? Wie – er glaubt das alles nur? Er, der sagt (siehe: 270. KI-Unfall):
Am Ende tun wir alle das, was uns ein KI-Assistent sagt
…aber vielleicht glaubt er das ja *auch* nur und wir verstehen ihn völlig falsch.
Und – ups, fast vergessen, in der Überschrift, die „Memory-Funktion“, schöne Sache, das! Besonders für die Homeland Security (siehe auf „323. KI-Unfall“, hier auf dieser Seite)!
decoder-Artikel : <https://the-decoder.de/chatgpts-memory-funktion-koennte-zur-werbefalle-werden/>
324. netzpolitik, 26.10.2025
Lasst ihr ChatGPT auch eure Liebesbriefe schreiben?
Während generative KI immer mehr in unseren Alltag einsickert, drohen wir den Kern dessen zu verlieren, was uns sein lässt. Große Sprachmodelle zu nutzen, mag praktisch sein, doch sollten wir darüber nicht vergessen, dass wir Menschen sind.
Anmerkung: Wir wollen, nachdem wir den Text gelesen haben, uns Frau Carla Siepmanns abschließenden Aufruf Mensch zu sein (und zu bleiben) anschließen.
Wer, wie der der Autor dieser Zeilen, dazu tendiert, einen großen Teil der Informationen, die entgegen genommen werden wollen, auf totem Baum wahrzunehmen, der wird die Nennung des nachfolgenden Werkes wohlwollend zu Kenntnis nehmen
Der wirklich brauchbare Liebesbriefsteller, Hans Teichmann, Rudolph’sche Verlagsbuchhandlung, 6. Auflage, 1941
Anleitung und Ratgeber zum Abfassen wirksamer, zeitgemäßer Liebesbriefe vom Beginn der Bekanntschaft bis zur glücklichen Hochzeit
Herrn Teichmanns Arbeit kann an dieser Stelle nicht ausreichend gewürdigt werden. Am Ende des Buches wird sich sogar auf den Abschiedsbrief verstanden (selbstverständlich nimmt diese Gattung nur eine kleinen Teil ein, ansonsten hätte es ja auch „Liebes- und Abschiedsbriefsteller“ heißen müssen…) und das dort Erlernte soll dann auch ausreichend für die Erstellung eines eigenen Abschiedsbrief sein und geschwind eingesetzt werden:
Ehemals geliebtes Internetz!
Wir haben Dich geliebt, wir haben Dich sogar ein wenig mit gebaut! Wir haben Dir zu mehr oder weniger brauchbarem Content verholfen - oder Deinen versucht zu verbessern. Wir haben in Newsgroups gestritten und uns unter dem strengen Blicken der Foren-Admins zusammengerissen, wenn unsere ungestüme Heißblütigket uns zu Dummheiten hinreißen wollte. Wir haben unser Wissen kostenlos zur Verfügung gestellt und mit dem von Dir kostenlos zur Verfügung Gestellten verbessert und repariert.
Wir konnten mit nicht formatierbaren Strombriefen durch Dich trotzdem kommunizieren und dieses mit geringsten Mengen von Informationen pro Zeiteinheit. Wir haben gerne gewartet; man muß auf Briefe immer warten, man muss es nicht *sehen*, wenn das Gegenüber schreibt, denn es gibt eine Rechtzeit.
Wir wußten am Anfang unserer Liebe noch nicht einmal, dass es Käufliches gäbe. Du warst nicht Käuflich, nichts war käuflich in Dir und Werbung für etwas in der realen Welt Käufliches mußten wir *suchen*. Du warst frei von Werbung, Du warst frisch und freundlich und nun hast Du die realen Orte, an denen einmal gekauft werden konnte und die Existenz derer, die dort arbeiteten, zerstört.
Wir haben geglaubt, dass Du uns Freiheit und Demokratie schenktest, für immer und dass Du nichts Böses tätest. Aber wir haben uns getäuscht, denn Du konntest den dunklen Verlockungen nicht widerstehen und überschüttest gerade diejenigen unserer Art mit Hass, Lüge und Täuschung, die sich nicht wehren können - oder wollen.
Nun sehen wir, dass wir uns in Dir und mit Dir getäuscht haben. Du bist voller Unwahrheiten und künstlichem Tand. Böse Mächte haben Dir Dein Licht genommen. Wir sind erschüttert und spüren, dass unsere Liebe und Begeisterung für Dich erloschen ist. Und es scheint uns nicht möglich, in solcher Unwägbarkeit zu leben; es gibt kein Richtiges im Falschen; wir wollen Dich nicht täuschen und Künstliches vorhalten, was der Wahrheit nicht entspricht.
Es gab eine Zeit - unsere gemeinsame Zeit, da haben Dir Maschinen zum Leben verholfen, aber nun bist Du diese Maschinen und wir haben Dich und viele unserer Art an sie verloren.
Adieu Internetz!
Wir alle
netzpolitik (Carla Siepmann) Artikel : <https://netzpolitik.org/2025/breakpoint-lasst-ihr-chatgpt-auch-eure-liebesbriefe-schreiben/>
323. heise, 27.10.2025
Präzedenzfall: US-Behörde identifiziert Darknet-Admin mit ChatGPT-Daten
Der erste bekannt gewordene Beschlagnahmebeschluss für Nutzerdaten gegen OpenAI offenbart: US-Behörden können Prompt-Eingaben zur Strafverfolgung anfordern.
Anmerkung: Es ist Eines, Kriminelle Dingfest zu machen, aber ein Anderes, wie von einem Strafrechtler, Herrn Jens Ferner am Ende das Artikels klargestellt wird, dass
das gesamte Verhalten ausgewertet und mittels KI ein Abbild der Persönlichkeit erstellt werden [könne]
und Abfragen der KI-Systeme
Möglichkeiten auf dem Niveau von Profiling und DNA-Spuren
schüfen – wohlgemerkt: bei allen Benutzern, auch den nicht-Bösen. Und wer jetzt denkt: ‚Ja und?!?‘, sei hieran erinnert
Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt
Psychologe Michal Kosinski weiss, wie man Menschen anhand ihres Facebook-Verhaltens analysiert.
(https://www.tagesanzeiger.ch/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt-652492646668, abgefragt 27.10.2025)
…der gute alte Ocean-Test, der dann im weiteren Verlauf der Geschichte eine nicht unbedeutende Rolle spielte.
Wenn (zum Beispiel) OpenAI nun dazu übergeht – und das werden sie tun, da sie Geld verdienen *müssen* – Werbung auszuspielen, dann werden die schon Wissen, wie sie ordentliche Profile zusammenzimmern. Zur Not wirbt man halt ein paar Freggels von der Homeland Security ab…
heise-Artikel : <https://www.heise.de/news/Praezedenzfall-US-Behoerde-identifiziert-Darknet-Admin-mit-ChatGPT-Daten-10900127.html>
-322. heise, 25.10.2025
Länder wollen Urheberpauschale für KI
Die Länder haben sich auf Eckpunkte für einen Staatsvertrag zu digitalen Medien geeinigt. Die Nutzung geschützter Werke für KI soll vergütungspflichtig werden.
Anmerkung: Es bleibt hier unter KI-Unfall gelistet! Man merke: KI wird seit *Jahren* trainiert, seit Jahren. Mit urheberrechtlich geschütztem Material, Mit raubkopierten (!, denn digitale Bücher) Informationen. Mit, über die Jahre liebevoll gepflegten Geschichten und Geschichtchen (zum Beispiel Wikipedia, Wikisource, Wikidata), mit sorgsam zusammengetragenen Diskussionen (wie unter reddit). Musiken, Filme, Alles. Und jetzt, mit Inbrunst und Stolz geschwellter Brust
Regeln nicht von Big Tech diktieren lassen
Sehen wir nicht, wie gerade Herr Altmann (OpenAI), Herr Zuckerberg (Meta) oder auch Herr Musk (X-Gedöns), nachdem sie von den Sekretären ein Memo überreicht bekamen, verstört zusammenzucken, die Bürotür hinter sich verschließen, um erst einmal einen Beruhigungstee zu trinken?
<https://www.heise.de/news/Laender-wollen-Urheberpauschale-fuer-KI-10868956.html>
321. t3n, 25.10.2025
Sora 2: Sogar KI-Experten scheitern an täuschend echten Videos
Mit dem neuen KI-Generator Sora 2 ist fast alles möglich. Während Nutzer:innen das Video-Tool genau dafür lieben, wird es für Erkennungssoftware allerdings immer schwieriger, Deepfakes zu identifizieren.
<https://t3n.de/news/sora-2-sogar-ki-experten-scheitern-an-taeuschend-echten-videos-1713709/>
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
KI-Unfall (311 bis 320), KI-Unfall (331 bis 340)
jott
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (321 bis 330)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/08/ki-unfall-321-bis-330/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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