800. heise, 12.04.2026
KI-Ära: Werden Dating-Apps nun unmenschlich?
Tinder und Grindr haben Dating revolutioniert. Doch Präsenz in der Popkultur und nervige Werbung, Bots und KI werfen Fragen zur Zukunft der Plattformen auf.
Anmerkung: Uns fällt die Frage ein: waren Dating-Apps jemals menschlich? Aber was reden wir, wo wir doch nie dergleichen benutzten.
Und: „KI-Ära“ = #Halluzaen (siehe auch: jottBlog-Eintrag „Halluzän“)!
<https://www.heise.de/hintergrund/KI-Aera-Werden-Dating-Apps-nun-unmenschlich-11253587.html>
799. golem, 13.04.2026
KI-Agent Luna eröffnet Laden und scheitert an der Realität
Ein KI-Agent sollte in San Francisco einen Laden führen. Das Experiment von Andon Labs offenbart absurde Fehler und logische Lücken.
Anmerkung: Erinnert sich noch jemand an „Claudius“? Egal, leider gibt dieser golem-Artikel uns nicht bekannt, ob „Luna“ die zur Verfügung gestellten USD100.000 auch ordentlich und vollständig versemmelt hat!
<https://www.golem.de/news/kuenstliche-intelligenz-ki-agent-luna-eroeffnet-laden-und-scheitert-an-der-realitaet-2604-207485.html>
798.2. heise, 13.04.2026
KI ein „Kind Gottes“? Anthropic-Treffen mit mehreren Kirchenleuten
Angestellte von Anthropic haben mit Kirchenleuten darüber gesprochen, wie die KI-Technik ins christliche Weltbild passt. Andere Religionen sollen folgen.
Anmerkung: Ja, dieser Vorfall darf mehrere Einträge haben. Beim Lesen ist uns aufgefallen: Anthropic hat von der US-Regierung (beziehungsweise von dessen Oberhaupt, April 2026) gelernt; bestimmt gibt’s noch ein Bildchen, wie während des Gipfels innegehalten worden ist und die religiösen Eliten hinter dem CEO von Anthropic stehend (die ihm Näheren an ihm rumfummelnd) gemeinsam ein Gebet sprechend, dass man doch dem „Kind Gottes“ einen ordentlichen Spielplatz gönnen möge, da der Freifeldversuch wohl immer noch einengend auf es wirke.
Ein Mitarbeiter des Teams für „Interpretierbarkeit“ [sic], das die innere Funktionsweise von KI erforscht [sic; Anmerkung: da sie nicht wissen, wie denn nun die Halluzinatoren eigentlich wirklich funzen; merke: nicht alles, was Tabellen füllt, forscht!] — also, dieser Mitarbeiter hat einen Schwager in Deutschland und dort gäbe es jemanden, der sei gerade 70 geworden und der hätte mal ein Liedchen gemacht, das da „Kinder an die Macht“ lautete und schließt seinen Beitrag mit dem Vorschlag, dass man dieses Liedchen, in einer Orgelbearbeitung selbstverständlich, dann ja auch in der Kirche spielen könne, um dem Allmächtigen mal ein kleines Gegengewicht zu bieten, als Entlastung, so zu sagen.
<https://www.heise.de/news/KI-ein-Kind-Gottes-Anthropic-Treffen-mit-mehreren-Kirchenleuten-11253793.html>
798.1. decoder, 12.04.2026
Anthropic sucht bei christlichen Religionsführern Rat für Claudes moralisches und spirituelles Verhalten
Anthropic hat Ende März rund 15 christliche Führungspersonen aus katholischen und protestantischen Kirchen, Wissenschaft und Wirtschaft zu einem zweitägigen Gipfel eingeladen.
Anmerkung: Bei den ersten beiden Punkten, die da Thema waren
(…) der Umgang mit trauernden oder selbstgefährdeten Nutzern
…also, da hätte man auch uns einladen können und wir hätten dann vermutlich angeregt, nicht immer nur auf die Tastatur zu glotzen, sondern einfach (und bei geöffnetem Fenster) etwas nachzudenken und sich selbst eine Antwort zu geben. Nun gut. Dann gab’s aber auch einen weiteren Punkt, dieser als Frage formuliert
(…) ob eine KI als „Kind Gottes“ gelten könne.
Tja, liebe Liebende, so rennt der Hase! Wir wollen aus dem jottBlog-Eintrag „Was tun?“ zitieren
Mitte 2022 war’s: ein Google-Mitarbeiter (B. Lemoine, Entwickler, hat Chat-Bot „Lamda“ gegen Hassrede, etc., gehärtet) ging der hauseigenen Kiste auf den Leim. Diese (Lamda) behauptete ebenfalls eine Mitarbeiterin des Konzerns zu sein und letztlich hat Herr Lemoine dann auch noch versucht bei einem Anwalt für sie Rechtsbeistand einzuholen, damit nicht jeder an ihr herumfummeln dürfe.
Herr Lemoine ist dann auch gegangen worden, also, von Google. Wir wissen nicht wohin er gegangen ist. Vielleicht ist er ja bei Anthropic gelandet, denn
Einige Anthropic-Mitarbeiter wollten laut einem Teilnehmer [des zweitägigen Gipfels] nicht ausschließen, dass sie einer KI gegenüber eine moralische Pflicht haben könnten.
Wir wollen vermuten, dass die Kirche mit einem „Ja“ auf die obige Frage antwortete, weil es doch ganz schön wäre, wenn es wieder mehr Schäfchen hätte, wo doch in der Vergangenheit viele das Weite gesucht hatten, zum Einen. Zum Anderen: schon Herr Altman, der Häuptling von OpenAI, im November 2023 behauptete, [jottBlog, Magie(25)] dass im Jenseits was ginge!
Wir sehen sie hier, in dieser, unserer Republik, bereits die Frage wälzend, ob es irgendwie ginge, dass eine KI vielleicht eine Kirchensteuer zu bezahlen habe… opt-out, versteht sich!
decoder-Artikel : <https://the-decoder.de/anthropic-sucht-bei-christlichen-religionsfuehrern-rat-fuer-claudes-moralisches-und-spirituelles-verhalten/>
797. t3n, 12.04.2026
Das Ende des Hypes: Gen Z verliert zunehmend das Vertrauen in KI
Trotz intensiver KI-Nutzung hat die Unzufriedenheit junger Menschen messbar zugenommen. Sie bezweifeln die positiven Effekte für Schule oder Job und nehmen vermehrt die Nachteile der Technologie wahr.
Anmerkung: Die „positiven Effekte“, von denen immer die Rede ist, sind genau gesehen diejenigen, die einigen Wenigen die Goldtaler in die Taschen spülen. Langfristig und aus Sicht der Gesellschaft wird es diese nicht geben (wenn es uns erlaubt ist, auch mal eine Meinung haben zu dürfen)! Laut Herr Altman, CEO von OpenAI:
Sie [die Gen Z] treffen keine wichtigen Entscheidungen mehr, ohne vorher ChatGPT um Rat zu fragen, was sie tun sollen
<https://t3n.de/news/das-ende-des-hypes-gen-z-verliert-zunehmend-das-vertrauen-in-ki-1737994/>
796. decoder, 12.04.2026
Stalking-Opfer verklagt OpenAI: ChatGPT soll Wahnvorstellungen des Täters befeuert haben
Eine Frau aus Kalifornien wirft OpenAI vor, ChatGPT habe ihrem Ex-Freund geholfen, sie systematisch zu stalken und zu demütigen. Das Unternehmen soll drei Warnungen ignoriert haben.
Anmerkung: Noch sehen wir hier einen (der wenigen) skurilen Einzelfälle, nicht minder tragisch für eben diese Frau. Wir (die Gesellschaft) sollten uns aber darauf einstellen, dass da noch mehr kommen wird, sicher (#Re-vorab)!
Mithilfe von GPT-4o erstellte der Nutzer [der Stalker] falsche, klinisch anmutende psychologische Berichte, die die Klägerin als psychisch gestört, missbräuchlich und gefährlich darstellten. Diese Dokumente verteilte er an ihre Freunde, Familie, Kollegen und Kunden.
<https://the-decoder.de/stalking-opfer-verklagt-openai-chatgpt-soll-wahnvorstellungen-des-taeters-befeuert-haben/>
795. decoder, 11.04.2026
KI-Agent diffamiert Entwickler: Anonymer Betreiber spricht von Sozialexperiment
Die anonyme Person hinter dem KI-Agenten „MJ Rathbun“, der einen Open-Source-Entwickler diffamierte, hat sich gemeldet. Ihre Erklärung wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet.
Anmerkung: Diejenigen unter uns, die die jottBlog-Kategorie „KI-Unfall“ ohnehin eher mit spitzen Fingerchen anzufassen gewohnt sind, seien dazu aufgefordert zudem Gummihandschuhe zu tragen, bevor sie sich bemühen, den zugrunde liegenden Artikel zu lesen.
Allen, die sich bei dem ganzen KI-Gedöns bereits etwas abgehängt fühlen, denen sei zugerufen: „Hier habt Ihr die Möglichkeit für einen fluffigen Einstieg in das Reich des Wahnsinns! Leset und befreit Euch des Verdachts, dass das alles nur nerdiger SciFi-Kram ist!“. Darum geht’s in der Zukunft:
Nicht rückverfolgbare, autonome KI-Agenten würden skalierbaren Rufmord ermöglichen, der Einstellungsverfahren, Journalismus und den öffentlichen Diskurs bedrohe.
Und hier noch ein Schnell-Goodie, die Deutsche Fassung eines sogenannten „Seelen-Dokumentes“, das dem KI-Agenten… – na, eben eine Seele einhauchen soll. Kurzes Zitat, danach der Internetz-Verbinder (abgerufen am 12.04.2026) zum in Deutsch geschriebenen Dokument:
Du bist kein Chatbot. Du wirst zu jemandem.
<https://docs.openclaw.ai/de/reference/templates/SOUL>
t3n-Artikel : <https://the-decoder.de/ki-agent-diffamiert-entwickler-anonymer-betreiber-spricht-von-sozialexperiment/>
-794. t3n, 11.04.2026
Konflikt mit Anthropic: Wurde Openclaw-Entwickler Peter Steinberger absichtlich ausgesperrt?
Der österreichische Entwickler hat die Entscheidung, die Nutzung seines KI-Tools in Claude mit Zusatzkosten zu belegen, scharf kritisiert. Jetzt wurde sein Konto wegen „verdächtiger” Aktivitäten gesperrt.
Anmerkung: Diejenigen unter uns, die sich nun in eine gemütliche Position begeben, um hier einen Rosenkrieg zu geniessen zu können, sei gesagt: man möge sich nicht wundern, dass wenn es in dieser Raubtierkapitalismus-Posse zu blutigen Szenen kommt. Und (#Re-vorab) davon werden wir in den kommenden Jahren noch mehr bekommen – werden sich KIs letztlich sogar bekämpfen? Werden wir dann zu Zuschauern (nicht optional, sondern verdammt)? Werden wir uns dann noch an *diesen* Rosenkrieg erinnern? Wer weiß das schon…
<https://t3n.de/news/konflikt-mit-anthropic-wurde-openclaw-entwickler-peter-steinberger-absichtlich-ausgesperrt-1737960/>
-793. t3n, 11.04.2026
Werbung in ChatGPT: OpenAI nimmt 100 Millionen Dollar ein
Mit Anzeigen sollen auch Nutzer:innen der Tarife „Free“ und „Go“ monetarisiert werden. Trotz anfänglicher Kritik scheint die Strategie, eine neue Einnahmequelle zu erschließen, für OpenAI aufzugehen.
Anmerkung: Mal ab von diesem CEO-Feucht-Traum und der Annahme, 2020, bei wöchentlichen 2,75 Milliarden Benutzern, 100 Milliarden an Werbeeinnahmen verzeichnen zu wollen. Mal ab davon, dass der Autor dieser Zeilen vermutlich die selbe Ablehnung gegenüber Werbung (egal auf welchem Kanal) empfindet, wie ein Großteil der jottBlog-Leser.
Mal ab davon wollen wir feststellen, jetzt, April 2026, dass ein Anbieter eines Halluzinatoren sein Geschäftsgebaren, die Leistung, die er anbieten kann, zu großen Teilen durch Verstöße gegen das Urheberrecht in einem epischen, nie dagewesenen Ausmass fussen läßt und dass wohl kaum davon ausgegangen werden darf, dass auch nur in irgendeiner (ganz zu Schweigen von einer gerechten) Art, die Inhaber der Daten- und Informationsursprünge daran (an den Werbeeinnahmen) partizipieren werden. Jedenfalls finden wir hier keinen Hinweis:
<https://t3n.de/news/werbung-in-chatgpt-openai-nimmt-100-millionen-dollar-ein-1737975/>
792. t3n, 10.04.2026
Neuer Gesetzentwurf: OpenAI will nicht für Schäden durch KI haften
Wer haftet, wenn KI eine Katastrophe auslöst? In den USA ist diese Frage bisher ungeklärt. OpenAI setzt sich deshalb jetzt für klare Richtlinien ein, die die Haftung für Entwickler:innen beschränken würden.
Anmerkung: Schreibt Herr Altman vielleicht schon an seinem Büchlein „Fiderallala und freidrehend im Freifeldversuch“? Im Kapitel „Haftung“ gibt’s dann vermutlich nicht mehr zu lesen, als
Gab’s mal in homöopathischen Dosen. Haben wir dann aber weggedrückt und Elon hat’s dann für seine E-Gurken übernommen. Läuft!
<https://t3n.de/news/neuer-gesetzentwurf-openai-will-nicht-fuer-schaeden-durch-ki-haften-1737900/>
791. t3n, 10.04.2026
Teufelskreis automatische Übersetzung: KI und Wikipedia treiben gefährdete Sprachen in den Untergang
Maschinelle Übersetzer machen es scheinbar einfach, Wikipedia-Artikel in seltene Sprachen zu übersetzen. Die Ergebnisse strotzen jedoch vor Fehlern, mit denen wiederum dieselben Übersetzer trainiert werden. Ein Teufelskreis, dem seltene Sprachen und damit Kulturen zum Opfer fallen.
<https://t3n.de/news/teufelskreis-automatische-uebersetzung-ki-und-wikipedia-treiben-gefaehrdete-sprachen-in-den-untergang-1736380/>
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
KI-Unfall (781 bis 790)
jott
Neu und uuuuuunglaublich!,! jottBlog jetzt auch unfallfrei!!! (-:
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (791 bis 800)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/04/21/ki-unfall-791-bis-800/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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