Wenn Sie direkt an einem Vulkankrater sind, der glühende Lava hochschleudert, dann ist das natürlich riskant. Das ist ein bisschen so, wie bei Kriegsberichterstattern. Ich war ja zum Beispiel auch im Kriegsgeschehen. Wenn ich ohne Kamera wäre, hätte ich wahrscheinlich Bedenken. Mit Kamera ist das ganz leicht. Da gibt es kein Empfinden für Gefahr. Die Kamera ist der Schutz. Das ist natürlich magisches Denken und eher auch dumm. Aber dieser Dummheit habe ich mich auch gestellt.
Kultregisseur wird Influencer“But why?“ – Werner Herzog als Social-Media-Star
Werner Herzog ist Kult: In Deutschland für Cineasten, in den USA für alle. Dort spielt er in Serien mit und ist in den großen Late Night Shows zu Gast. Seine Social-Media-Videos sehen Millionen – dabei hat er nicht mal ein Handy.
The blue whale (Balaenoptera musculus) produces milk so rich and thick it resembles flowing cream… perfectly adapted so her calf can feed underwater without it dispersing. A quiet, powerful reminder that every detail in nature is crafted with astonishing precision. Nature is magical
Das schreibt voegizug (@voegizug.bsky.social, Bluesky) am 21.04.2026, nicht ohne das Magische der Natur mit einem Video zu untermauern. Hier ein Bildschirmphoto, das einen Augenblick festhält:
Sandra Bullock teasert „Practical Magic 2“ mit magischen Margaritas bei Instagram
Die Schauspielerin hat nach ihrem Instagram-Debüt bereits 4,2 Millionen Follower – und zählt weiter.
Das weiß der Deutsche RollingStone am 16.04.2026 zu melden. Vermutlich werden wir uns auch nicht durch den Neuaufwasch unterweisen lassen wollen und müssen weiter suchen…
Hauke #Wahl absolvierte am Samstag gegen den FC Bayern sein 100. Pflichtspiel für den magischen FC. Glückwunsch, Hauke – auf die nächsten 100 in Braun-Weiß! (…)
Dies wurde am 13.04.2026 im Social Media Netzwerk „Bluesky“ mit dem offiziellen Konto @fcstpauli.com des FC St. Pauli, das es zu diesem Zeitpunkt auf immerhin 32.555 Follower brachte, publiziert. Wir wollen vermuten, dass die Follower alle erklären könnten, was die Magie des Vereins ausmacht, die der FC Bayern nie kennenlernen wird…
jott
[Zitationshilfe] : „Magie (26)“ (Hauke Wahl, FC St. Pauli), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/04/13/magie-26/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
„Magie“ von Fortnite schwindet, Epic Games entlässt 1.000 Mitarbeiter
Epic Games streicht mehr als 1.000 Arbeitsplätze und verkleinert seine Belegschaft damit um rund ein Fünftel. Grund für den drastischen Schritt sind massiv gesunkene Spielerzahlen bei Fortnite sowie stark gestiegene Kosten für Server und Hardware.
Fortnite, eben das Video-Spielchen des Herstellers Epic Games, gibt es immerhin seit 1991! Und nun ist etwas flöten gegangen. Tim Sweeney, CEO von Epic Games, gibt es zu, ohne allerdings mal genauer darauf einzugehen, was diese Fortnite-Magie eigentlich ist
Wir hatten Schwierigkeiten, die gewohnte Fortnite-Magie zu liefern
„Magische“ Winterreifen fahren bei Kälte automatisch Spikes aus
Schluss mit dem Kompromiss aus Sicherheit und Abnutzung: Ein neuer Hightech-Reifen passt seine Spikes mechanisch der Umgebungstemperatur an. Das System kommt ohne Elektronik aus und soll ab Herbst 2026 den Winterverkehr sicherer machen.
In diesem WinFuture Beitrag <https://winfuture.de/news,157239.html#> scheint jemand sehr angefasst zu sein von dieser Mechanik. In der originalen Pressemitteilung ist man zwar stolz auf diese Entwicklung, aber ein „magic“ lässt sich dort nicht finden…
„Digitale Souveränität“ – Auf der Suche nach der Bedeutung in einem Magischen Konzept
Auf die Suche begibt sich Herr Kaufmann während der BOB-Konferenz 2026 in seiner Keynote, seinem Vortrag und wir sind gespannt, wie sich das Magische Konzept wohl darstellen wird!
Magische Archiv-Bilder von Gitarren-Genie Jimi Hendrix
Als Eric Clapton in einem Club zum ersten Mal sah, zu was Jimi Hendrix an der Gitarre in der Lage war, wollte er umgehend aufhören mit der Musik. Noch mehr Erfolg als an seinem Instrument hatte der Musiker allerdings bei den Frauen.
Dieses entnehmen wir dem RollingStone (Deutschland), dem, der Magie der Unterhaltung treu ergebenem Diener und lernen, dass die Karriere von Herrn Clapton wohl mehr als einmal auf der Kippe stand und Herr Hendrix schon ein Schlawiner war.
Das magische der Archiv-Bilder erschloss sich uns allerdings nicht.
POP-Splitter von einem lauten Boss, der ganz leise wurde
Wenige Monate bevor Herr Kilmister Ende 2015 seinen Hauptsitz vom Diesseits ins Jenseits verlegte, veröffentlichte seine Spielschar Motörhead das letzte gemeinsame Studioalbum, dieses den Titel „Bad Magic“ tragend – was uns ja schon ausreichend wäre, es in der jottBlog-Kategorie Magie zu führen, der schönen Überschrift wegen, die ja ansonsten verloren ginge, aber auch in der Kategorie POP-Splitter.
Dieses Album „Bad Magic“, welches (wie so viele Andere dieser Band) durchaus dazu geeignet ist, mit prägnanten Schallwellenprofilen den Gehörgang ein wenig aufzuräumen, hat einige Besonderheiten: es war nicht nur das Album, welches es als Erstes schaffte, Motörhead in den Deutschen Album-Charts auf dem ersten Platz zu stellen, es war auch weitestgehend von allen Musikern komponiert worden (ansonsten hatten sich auch Herr Campbell und Herr Dee besonders hier und da hervorgetan). Und während der Aufnahmen entstanden zwei Coverversionen – wobei Eine, die ziemlich genau am Ende von „Bad Magic“ klug platziert scheint, da Herr Kilmister in der Vergangenheit freizügig ähnliche Tendenzen – wie die, die der Text des Liedchens ausrollt – zu erkennen gab, nämlich „Sympathie for the Devil“ von den Rolling Stones uns derer eine gelungene Zusammenfassung bietet. Eine weitere Coverversion, die während der Aufnahmen des Albums entstand, war David Bowies „Heroes“ – die es allerdings nicht schaffte, auf „Bad Magic“ verewigt zu werden.
Motörhead wusste sich im Großen und Ganzen von Coverversionen fern zu halten (aus gutem Grund, wie wir finden wollen; Viele sind schon auf dem „Ich spiel mal mein Lieblingslied nach“-Glatteis böse ausgerutscht!). Diejenigen unter den jottBlog-Lesern, die, wie (1987/2014) der Autor dieser Zeilen, in den Genuss gekommen sein sollten, Motörhead live auf der Bühne erlebt zu haben, wissen, dass es eh schlicht und ergreifend schneller, harter und schörkelloser Rock’n’Roll war, der ohne Gedöns oder intellektuellem Überbau zelebriert wurde und der uns etwas Luft verschaffen konnte, in einer bisweilen zu sehr zugesüßten Unterhaltungsindustrie und es nicht Not tat, das eigene – also, Motörheads – Programm mit dubiosen Querverweisen aufzupumpen…
„Sympathie for the Devil“ – es fällt nicht schwer zu erahnen, was dazu geführt hat, dass Herr Kilmister sich dieses Liedchen vornahm (es gibt auch eine Live-Aufnahme im Internetz, während derer der Song mehr oder weniger akustisch vorgetragen wird), warum er allerdings „Heroes“ (David Bowie) erwählte, das werden wir ihn leider nicht mehr fragen können. Die Zeile
And the guns shot above our heads
allein wird’s vermutlich nicht gewesen sein.
Bild: Herr Kilmister, keine Mogelpackung: „Like your boss, but louder.“ (Wir danken dem gemeinnützigen Verein Metality, der sich nach eigenem Bekunden darum bemüht, die Werte des Heavy Metal in die Gesellschaft zu tragen, für die – von uns abphotographierte – Postkarte!)
Es mag verwundern, aber sogar Herr May (Brian May, Queen) zupft auf „Bad Magic“ ein wenig an den Saiten, nämlich auf „The Devil“. Man kennt sich halt. Ein weiteres Liedchen soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben und zwar „Evil Eye“, denn hier – und nur hier – findet Bad Magic eine Erwähnung. Wer auch immer den Text geschrieben hat – Schwarze (gleich schlechte, böse) Magie und der Böse Blick waren sicherlich nicht unbekannt… irgendwas muss man ja unter dem Kopfkissen liegen haben…
Diejenigen unter uns, die das Vergnügen haben, hier und da Tonträger käuflich zu erwerben, kennen das: wir haben den Streaming-Dudes etwas voraus: Artwork, Photographien, Texte, Produktionsdetails. Im Falle des Albums „Bad Magic“ darf man schreiben, dass es sehr interessant ist, sich Herrn Kilmister Skizzen anzusehen. Sehr amüsant, die!
Es ist vermutlich kein Zufall, dass Motörhead offiziell zwei Rolling Stones-Liedchen gecovert (ebenfalls „Jumpin‘ Jack Flash“ auf dem 2001er Reissue von „Bastards“) und veröffentlicht hat und auf „Tomorrow never knows“ lapidar nicht mehr als „Why not?“ zu fragen, oder? Die Phrase „Tomorrow never knows“ wird im Englischen gerne dann bemüht, wenn es darum geht, die Unsicherheit darüber und Unvorhersehbarkeit dessen, was wohl morgen geschehen möge, zum Ausdruck zu bringen – und es war auch der Titel eines Beatles-Liedchens auf dem 1966 erschienen Albums „Revolver“.
Sollten Motörhead dieses auch gecovert haben? Wenn „Nein!“, warum nicht?
Bild: Das Booklet von „Bad Magic“ schliesst mit einer, als Erwiderung auf die Behauptung „Tomorrow never knows“ gedachten Frage: „Why not?“ und es erhärtet sich die lange vermutete Befürchtung, dass Herr Kilmister keine Seifenblasen mochte.