Magie

Magie (36)

Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht mehr zu unterscheiden.

Das schrieb Herr Clarke 1962 in dem Essay Hazards of Prophecy: The Failure of Imagination und was sich im Original so liest: „Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.“ Und es war das dritte von drei Gesetzen in eben diesem Essay.

Herr Clarke, von Hause aus Physiker, darf wohl nach wie vor als einer der Großen der Literatur gelten, die eher auf die wissenschaftliche Fiktion abzielen, und auch Herr Kubrick muss von ihm beeindruckt gewesen sein: nicht nur das Herr Kubrick, basierend auf Herrn Clarkes Kurzgeschichte Der Wächter (orig. The Sentinel, 1948), den bis heute faszinierenden Film 2001 : Odyssee im Weltraum (orig. 2001: A Space Odyssey) im April 1968 in die Kinos brachte (etwas mehr als ein Jahr bevor die ersten Menschen am 20. Juli 1969 auf dem Mond Turnübungen machten). Sondern auch: Herr Kubrick, für den Herr Clarke den Wächter zu einem Roman ausbaute, zog C. auch für das Drehbuch zu Rate und ermöglichte, dass zeitgleich (…fast, denn K. erlaubte die vorzeitige Veröffentlichung, die C. wünschte, nicht) zum Film der neuverfasste Roman (…also, nicht „ein Buch zum Film“!) erscheinen konnte.

Bild: Noch heute (Juni 2026) sollen zeitgenössische Raketenbauer und Unbeherrscher von Halluzinatoren dieses Büchlein mögen.

Wir wollen uns erinnern: schon in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts des vergangenen Jahrtausends, war das Interesse an der Kybernetik, die heute von dem Modewort (!) „Künstliche Intelligenz“ eingekleidet wird, sehr groß! Man könnte meinen, es war die erste Generation der Halluzinatoren! Dieses Interesse schlummerte in Herrn Clarke, der im Wächter eine KI „HAL“, Heuristisch programmierter ALgorithmischer Computer, noch nicht einführte, dann aber mit Herrn Kubrick im Roman, denn dessen Interesse an der Kybernetik war damals ebenfalls ausserordentlich groß.

Bild HAL 9000 mit einer ordentlich polierten Linse für mehr Durchblick.

Der Anfang des Kapitels Elektronische Neurose liest sich alles andere als Altmodisch:

In den Laboratorien, die sich jetzt so viele Millionen Kilometer entfernt auf der Erde befanden, waren alle Kenntnisse und Fähigkeiten Hals auf ein einziges Ziel ausgerichtet worden. Seit in seinen zahllosen Transistoren erstmalig ein »Bewußtsein« erwachte, war er von der Erfüllung des ihm zugewiesenen Programms wie besessen; es bildete den elementaren Grund für seine Existenz schlechthin. Ohne von den Gelüsten und Leidenschaften des organischen Lebens abgelenkt zu werden, hatte er sein Ziel stets absolut unbeirrt verfolgt.

Ein zufälliger Fehler war unvorstellbar. Schon das Verbergen des wahren Tatbestands erfüllte ihn mit einem Gefühl von Unvollkommenheit und Minderwertigkeit – einem Gefühl, das man bei einem menschlichen Wesen einfach Schuld genannt hätte. Denn so wie seine Erzeuger war Hal ursprünglich unschuldig erschaffen worden, doch allzubald hatte sich die Schlange in sein elektronisches Paradies eingeschlichen. (…)

…was in der weiteren Geschichte zu nicht zu bewältigenden Problemen führen wird.

Herr Kubrick hatte allerdings mit diesem Film das Thema „KI“ nicht ad acta gelegt: der (auf K.s Wunsch hin) von Herrn Spielberg angefertigte Film A.I.: Künstliche Intelligenz, der 2001 in die Kinos kam: Herr Kubrick (der zum dem Zeitpunkt bereits verstorben war; 1999) hatte viele Jahre an diesem Film gearbeitet, wollte diesen aber nicht umsetzen, da er nicht glaubte, diesen so präsentieren zu können, wie er ihn mit seinem geistigen Auge sah…

Bild: Ein Knöpfchen zu wenig und die Magie wäre flöten gewesen.

jott


Arthur C. Clarke : Wikipedia : https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_C._Clarke

Drei Gesetze : Wikipedia :  https://de.wikipedia.org/wiki/Clarkesche_Gesetze

Stanley Kubrick : Wikipedia : https://de.wikipedia.org/wiki/Stanley_Kubrick

2001 Odysse im Weltraum

Das Stanley Kubrick Archiv, herausgegeben von Alison Castle; in Kooperation mit Jan Harlan, Christiane Kubrick und dem Stanley Kubrick Estate, TASCHEN, 2016 : Deutsche Nationalbibliothek : https://d-nb.info/1062929977

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Alle Internetzverbinder aufgerufen am 28.06.2026


Magie


[Zitationshilfe] : „Magie (36)“ (Arthur C. Clarke und das 3. Gesetz, Stanley Kubrick und ein Film), unter jottBlog : https://jottblog.langkau.name/2026/06/28/magie-36/ : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (35)

Ein Teil dessen, was wir hier vermitteln wollen, ist, dass es keine Magie braucht, die nicht existiert“ (…) Vieles davon ist Technologie, die wir bereits (…) entwickelt haben.

Wir lesen dazu auch: „SpaceX will Rechenzentren ins All bringen und Elon Musk verkauft das kurz vor dem Börsengang (Juni 2026) als technisch fast triviales Problem.“ Wir ahnen, in welche Richtung das geht und Herr Musk, bekannt für vollmundige, doch nicht immer gehaltene Versprechen, wird uns hier nicht hinter die Fichte führen: Technologie ist das Ergebnis des Wirkens von Ingenieuren, keine Magie.

jott


Zitat aus: decoder (10.06.2026] : <https://the-decoder.de/musk-vor-dem-spacex-ipo-ki-rechenzentren-im-orbit-sind-kein-besonders-schwieriges-problem/>


Magie


[Zitationshilfe] : „Magie (35)“ (von Technologie, Rechenzentren und vollmundigen Versprechungen), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/06/13/magie-35/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (34)

Nach der Eucharistiefeier werden Andachtsgegenstände geweiht. Die Gläubigen sollen sie hervorholen, und allenfalls dies ließe sich als »magisches« Rudiment deuten. Aber hinter dem Weihegebet des Priesters steht eine semiotische Theorie: Diese Gegenstände seien Zeichen und Hilfsmittel der eigenen Frömmigkeit.

Dieses dürfen wir dem Geschriebenen des Theologen und Historiker Helmut Zander, wohl sortiert im Kapitel „Maria erscheint in Sievernich“ (Plausibilitätsbedingungen eines katholischen Wunders) und dieses befindlich in dem Büchlein „Wunder“, entnehmen.

Im Großen und Ganzen geht es um die zum Wunder geadelten Visionen und/oder Erscheinungen einer Frau Manuela Strack, von nicht weniger als der Jungfrau Maria Anfang der 2000er und dem damit im Fortgang verbundenen Trubel. Herr Zander hat 2010 eine Veranstaltung, plus einer damit verbundenen Heiligen Messe zu Sievernich beobachtet und beschrieben. Für uns ist dieses „Rudiment“ eben dies: ein Rudiment, welches nicht ausreicht, uns die Magie (an sich) näher zu bringen…

jott


Helmut Zander, Wikipedia : https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Zander

Maria erscheint in Sievernich (…und wir wollen einmal hoffen, dass es sich bei diesem Kapitel aus dem weiter unten aufgeführten Büchlein „Wunder“ nicht um eine böse, aber nicht minder lesenswerte Raubkopie handelt, die unter unifr.ch herumlümmelt; wir fassen es als Werbung für Suhrkamp Verlag und Herrn Zander auf!) : https://www.unifr.ch/screl/fr/assets/public/Zander%20Maria%20erscheint%20in%20Sievernich.pdf

Wunder, Poetik und Politik des Staunens im 20. Jahrhundert, Herausgegeben von Alexander C.T. Geppert und Till Kössler, suhrkamp, 2011 : https://d-nb.info/1002310482

Alle Internetzverbinder aufgerufen am 04.06.2026


Magie


[Zitationshilfe] : „Magie (34)“ (Manuela Strack, die Jungfrau Maria Plausibilitätsbedingungen eines katholischen Wunders), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/06/04/magie-34/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (33)

[Der] vergleichbare Improvisator [Miles Davis] vermag mit wenigen Noten Welten zu eröffnen, Stimmungen umzudrehen und einen Zauber zu entfalten, der – so Dave Holland – «eigentlich keine Magie ist, sondern direkt von Miles‘ starker Persönlichkeit ausgeht».

Das dürfen wir dem Jazz-Lexikon, Martin Kunzler, Rowohlt 2002 (Vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe, Erstausgabe 1988) unter den Eintrag Davis, Miles Dewey entnehmen. Herrn Holland gestehen wir zu, das magische Epizentrum gedunden zu haben, wo er doch als Bassist auf nicht wenigen Alben nicht wenig Zeit mit Miles Davis verbrachte. Uns bleibt, dass wir ihn leider nicht kennengelernt haben und weiter suchen müssen…

jott


Miles Davis

Dave Holland


[Zitationshilfe] : „Magie (33)“ (Miles Davis), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/06/04/magie-33/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (32)

Was das Bild nicht einfangen kann: Das Geschrei Hunderter Schwalben, die jeden Abend zwischen mir und Horizont umher flitzen, es ist magisch.

Das hat Herr Zeitz auf Blusky (hier sich selbst kommentierend) Ende Mai 2026 gepostet, anlässlich der Tatsache, dass es ihm gelungen sei

an vier aufeinanderfolgenden Tagen die untergehende Sonne exakt hinter dem Fernsehturm Mannheim zu fotografieren

Auch wenn wir diese Magie nicht miterleben können – wir hoffen, dass sie noch lange zu bewundern sind, die Bilder…

Ich versuche es seit Jahren, und nun ist es mir dank des fast wolkenfreien Wetters zum ersten Mal gelungen, an vier aufeinanderfolgenden Tagen die untergehende Sonne exakt hinter dem Fernsehturm Mannheim zu fotografieren.

Mike Zeitz (@zeitz.bsky.social) 2026-05-28T06:01:16.991Z
(Eingebetteter Internetzverbinder <https://bsky.app/profile/zeitz.bsky.social/post/3mmvduhm6hs2t> zeigt neben dem Text des Posts, die vier Sonnenuntergänge, 28.05.2026:)

jott


[Zitationshilfe] : „Magie (32)“ (vier Sonnenuntergänge in Stuttgart), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/05/28/magie-32/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (31)

Hier ist keine Magie am Werk

sagt Herr James Thain, IPv8-Autor und wir sind froh, dass wir wenigstens einmal exakt erfahren können, was sie nicht ist, also, die Magie!

Wir wollen hier nicht zu sehr ins Internet-Adressen-Gedöns abgleiten, nur soviel: genau gesehen verbirgt sich hinter der wunderschönen Unter-Domäne (sub-domin) „jottBlog.langkau.name eine Verkettung von vier Zahlen (0 <= Zahl < 256), getrennt durch einen Punkt. Wenn man dann mal nachrechnet, dann findet man schnell heraus, dass das gar so viele Adressen nicht sind, die man damit basteln kann, nämlich 2^32, somit 4.294.967.296. Sieht nach Viel aus, reicht aber nicht so richtig. Und der eigentliche Nachfolger, IPv6, der eben dieses Problem hätte lösen sollen, hat sich nicht so richtig durchgesetzt, deshalb der Vorschlag „IPv8“ (abgerufen 13.05.2026).

jott


[Zitationshilfe] : „Magie (31)“ („IPv8“), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/05/13/magie-31/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (30)

Komm, wir sing’n ein Lied
La-la-la-la, la-la-la-la-la-la
Wir sing’n ein Lied
La-la-la-la, la-la-la-la-la-la

Über all das, was ich lieb
Über das, woran uns was liegt
Über Wahnsinn und Genie
Über Dummheit und Magie

Das zitierte ist ein Schnipsel aus Mark Forster(s) „Ein Lied“, welches er – so weit wir es sehen konnten – Album-frei im Februar 2026 veröffentlichte.

Uns größtmögliche Mühe gebend, konnten wir im „La-la-la…“ ein Hauch von Wahnsinn und Genie erhorchen, auch eine Prise Dummheit, doch die Magie blieb uns verborgen.

jott


Mark Forster


[Zitationshilfe] : „Magie (30)“ (Mark Forster, „Ein Lied“), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/05/04/magie-30/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (29)

Wenn Sie direkt an einem Vulkankrater sind, der glühende Lava hochschleudert, dann ist das natürlich riskant. Das ist ein bisschen so, wie bei Kriegsberichterstattern. Ich war ja zum Beispiel auch im Kriegsgeschehen. Wenn ich ohne Kamera wäre, hätte ich wahrscheinlich Bedenken. Mit Kamera ist das ganz leicht. Da gibt es kein Empfinden für Gefahr. Die Kamera ist der Schutz. Das ist natürlich magisches Denken und eher auch dumm. Aber dieser Dummheit habe ich mich auch gestellt.

Das hat Werner Herzog einmal gesagt.

jott


Werner Herzog

Als „The Client“ in „The Mandalorian“

In den Tiefen des Infernos“ (2016), IMDb : <https://www.imdb.com/title/tt4846318/>

magisches Denken“ :

Kultregisseur wird Influencer“But why?“ – Werner Herzog als Social-Media-Star

Werner Herzog ist Kult: In Deutschland für Cineasten, in den USA für alle. Dort spielt er in Serien mit und ist in den großen Late Night Shows zu Gast. Seine Social-Media-Videos sehen Millionen – dabei hat er nicht mal ein Handy.

Diese Überschrift ist die eines Beitrages der tagesschau.de und eben dort ist ebenfalls das „magische Denken“ zu finden, aber in einem arg verkürzten Zitat <https://www.tagesschau.de/kultur/werner-herzog-social-media-star-100.html>.

Alle Internetzverbinder aufgerufen am 23.04.2026


[Zitationshilfe] : „Magie (29)“ (), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/04/23/magie-29/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (28)

The blue whale (Balaenoptera musculus) produces milk so rich and thick it resembles flowing cream… perfectly adapted so her calf can feed underwater without it dispersing. A quiet, powerful reminder that every detail in nature is crafted with astonishing precision. Nature is magical

Das schreibt voegizug‬ ‪(@voegizug.bsky.social‬, Bluesky) am 21.04.2026, nicht ohne das Magische der Natur mit einem Video zu untermauern. Hier ein Bildschirmphoto, das einen Augenblick festhält:

jott


voegizugs Bluesky-Post, 21.04.2026 : <https://bsky.app/profile/voegizug.bsky.social/post/3mjykjtzcok2u>


[Zitationshilfe] : „Magie (28)“ (Nature is magical), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/04/21/magie-28/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (27)

Sandra Bullock teasert „Practical Magic 2“ mit magischen Margaritas bei Instagram

Die Schauspielerin hat nach ihrem Instagram-Debüt bereits 4,2 Millionen Follower – und zählt weiter.

Das weiß der Deutsche RollingStone am 16.04.2026 zu melden. Vermutlich werden wir uns auch nicht durch den Neuaufwasch unterweisen lassen wollen und müssen weiter suchen…

jott


Practical Magic 2 (2026), dt. „Zauberhafte Schwestern 2“ : IMDb : <https://www.imdb.com/title/tt32588798/>

Practical Magic (1998), dt. „Zauberhafte Schwestern“ : IMDb : <https://www.imdb.com/title/tt0120791/>

Im RollingStone : <https://www.rollingstone.de/sandra-bullock-instagram-practical-magic-2-teaser-3133057/>

Alle Internetzverbinder abgerufen am 16.04.2026


[Zitationshilfe] : „Magie (27)“ (Sandra Bullock, „Practical Magic 2“), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/04/17/magie-27/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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