POP-Splitter: ein kleines Pfefferminz-BommBomm zieht um die Welt.
„Formel 1927“
Der Oberösterreicher Eduard Haas III fertigte 1927 die ersten Pfefferminz-Bonbons.
Das Erfrischungsbonbon – zunächst in kleinen Blechdosen erhältlich – erfreute sich vor allem in der noblen Gesellschaft großer Beliebtheit.
Und so wurde aus PFEFFERMINZ = PEZ
Dieses und Anderes erfahren wir auf der Internetz-Heimatseite (und hier unter „PEZ-Welt > PEZ-Geschichte“) der PEZ International GmbH.
Damals, als wir noch die herabgefallenen Groschen aus den Boden-Ritzen der Telefonhäuschen sammelten, war der Tag gerettet, wenn am nächstbesten Kiosk („anne Bude“) der Fund in einen PEZ-Riegel „Zitrone“ getauscht werden konnte. Ein Wettbewerb war, alle BommBomms eines Riegels auf einmal, ohne dass auch nur eines flöten ging, in den Spender zu bekommen!
Wir unterscheiden Lizenz freie Spender:
Bild: Überall, wo es Fussbälle in der Werbung gibt, sieht dieser so aus. (Bild ist aus dem PEZ-Shop)
…von Spendern, die nicht lizenzfrei sind:
Bild: Glühende Schwammkopf-Quadrathose Fans werden beim Anschauen dieses Bildchens vor Neid platzen! (Spender für dieses Shooting einem Tresor entnommen)
Bild: Von Manchen bei schlechtem Wetter als Raucherzimmer frequentiert, von Anderen, um anzurufen.
updates
24.06.2026 : VEZ will gehört haben, dass Telefonhäuschen auch zum Knutschen aufgesucht worden wären.
24.06.2026 : LN merkt an, dass Telefonhäuschen gerade auch mit den darin installierten Aschenbechern dazu einluden, dem Gehäuse durch ausgiebiges Rauchen zu einem unvergesslichen Aroma zu verhelfen.
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Alle Internetzverbinder abgerufen am 24.06.2026
[Zitationshilfe] : „Pfefferminz“ (POP-Splitter: ein kleines Pfefferminz-BommBomm zieht um die Welt. PEZ und Schwammkopf-Quadrathose), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/06/24/pfefferminz/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
„Einer fehlt auf dem Bild?“ – ein POP-Splitter, gewidmet der ersten Compilation der frühen Kraftwerkler (und einem nahezu unbekannten Bewohner einer digitalen Hüpfburg)
Es ist schon etwas her, da erstanden wir auf dem Flohmarkt eine Schallplatte der Gruppe „Kraftwerk“. Der Bezahlvorgang wurde dereinst von der Gattin mit der Anmerkung, „Wir hätten auch eine Woche Urlaub damit finanzieren können?!?“ begleitet. Wir allerdings waren (mit zittrigen Fingern) rational-ökonomischen Argumenten ausnahmsweise nicht zugänglich und so:
Bild: Es gab schon Neonlicht. Ralf und Florian hatten sich noch nicht so wirklich mit dem Label „Krautrock“ die Laune verhageln lassen. Gemeinsames Hobby (neben dem Fabrizieren von Liedchen): Mehrfachsteckerleisten. [Nerd-Wissen: diese französische Schallplatte wurde für den französischen Markt mit einem Preisschildchen versehen: „26,50 Francs“, was darauf hinweist, dass unsere Nachbarn einmal eine eigene Währung hatten und vor dem Euro nicht mit Muscheln bezahlten!]
…darauf vier Liedchen. Wenn man sich diese vier Liedchen (nachdem man sich diese selbstverständlich angehört hat!) einmal genauer ansieht, dann wird man feststellen, dass die Erstveröffentlichungen dieser auf drei verschiedenen Alben vorgenommen worden war und wir es somit mit einer waschechten Kompilation zu tun haben! Hier die vier Liedchen im Einzelnen:
1. Kometenmelodie 2
vom dem Album „Autobahn“, das – unter allen Alben dieser Compilation – das zuletzt Erschienene ist (1974) und eben dieses muntere Liedchen beherbergt.
2. Heimatklänge
und
3. Tanzmusic (!, ein „c“)
vom Album „Ralf und Florian“ (1973). Neben einigen Nachlässigkeiten bezüglich der Namensgebung der Schaffenden, ja, sogar bei der Nennung der Jahreszahlen, nun auch das: „Tanzmusik“ mit „c“! Alles auf einer Compilation (siehe dazu auch den discogs-Internetzverbinder weiter unten); war uns „das Große Kosmische“ zu Kopf gestiegen? Wir wissen es nicht, denn bis heute gerieren sich Ralf und Florian (die wir uns hier ausnahmsweise mit deren Vornamen anzusprechen erlauben) eher mimosenhaft bis autistisch, wenn man von ihnen wissen will.
4. Klingklang
vom Album „Kraftwerk 2“ (1972). Als Besserwisser-Quick-Win für die nächste Cocktail-Party: das Kraftwerk-Studio wird „Kling-Klang-Studio“ gerufen.
Aber wer könnte auf dem Cover fehlen? Eine flüchtige Social-Media-Bekanntschaft (Herr Breuer), mit der wir auf einer digitalen Hüpfburg zu parlieren pflegen, preschte wagemutig in die erste Reihe und postete auf eben diese Frage: „Conny Plank“. Auch wenn dieser Mann, Herr Konrad „Conny“ Plank, eben nicht ein Mitglied von Kraftwerk war, so darf man mit Fug behaupten, dass er genau auf jenen ersten vier Alben Kraftwerks einen nicht unbeträchtlichen Einfuß hatte – und nicht zuletzt auch für das ikonische Verkehrshütchen verantwortlich war: das geschah bereits auf dem ersten Album „Kraftwerk“ und wir wollen uns einer Vermutung derer anschliessen, die darauf abzielt, dass Herr Plank/Kraftwerk sich gleichfalls auf Andy Warhols Attitüde, sich an Alltagsgegenständen zu bedienen, kaprizierte:
Bild: Ein Verkehrshütchen, bis 1970 nicht verdächtig, irgendwie mit der Energiegewinnung in Zusammenhang gebracht werden zu können .
Nach „Autobahn“ zeichnete sich ein Weg ab, der für Herrn Plank nicht mehr mitzugehen war und man setzte (vielleicht) einen Schlusspunkt mit eben dieser hier im POP-Splitter vorgeführten Compilation. Was aber Herrn Plank nicht arbeitslos machte; doch sein nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den „Krautrock“ soll an dieser Stelle nicht weiter ausgebreitet werden.
Es kommt vermutlich nicht von ungefähr, warum in Julien Copes „KrautRockSampler“ eben genau das erste Album Kraftwerks (von dem wir kein Liedchen auf der Compilation haben) Erwähnung findet, allerdings keines der nachfolgenden Alben – war die GROSSE KOSMISCHE MUSIK für Herrn Cope nach dem Erstling verflogen? Wir wissen es nicht…
Die hoffentlich so geweckte, bohrende und gestillt werden wollende Neugierde kann in den weiter unten aufgeführten Internetzverbindern, oder mit Büchlein-Empfehlungen sicherlich Befriedigung finden.
Anmerkung: dieses Buch ist nur noch im Antiquariat zu finden, aber denjenigen unter uns, die sich dem Krautrock nähern wollen, sei es wärmstens empfohlen!
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Alle Internetzverbinder abgerufen am 09.06.2026
[Zitationshilfe] : „Kometenmelodie 2“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/06/09/kometenmelodie-2/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
POP-Splitter oder Dokumentation? Und die Frage, ob Frau Trump mal etwas mit Barack Obama hatte.
Bild: Eine lesenswerte Kurzzusammenfassung einer Dokumentation über Frau Trump. (Bildschirmphoto vom 2. Februar 2026, IMDb)
Und wer wissen möchte, ob es dabei geblieben ist, der kann einfach mal klicken (1,4/10 und immer noch eine „Beziehung zum ehemaligen Präsidenten“ am 19.02.2026).
jott (der eh nicht mehr in die USA wollte…)
[Zitationshilfe] : „Melania“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/02/19/melania/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
Ein POP-Splitter, der sich mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit im jottBlog aufhält
Vor ziemlich genau 100 Jahren, am 27. Januar 1926, veröffentlichte Erwin Schrödinger in den Annalen der Physik eben diese Gleichung, die wohl die Wellenmechanik als Beschreibung der Quantenmechanik begründete und dann, einige Jahre später, es war 1933, nicht unwesentlich daran beteiligt war, dass Herr Schrödinger berechtigter Weise den Nobelpreis einsackte (er bekam diesen Nobelpreis *nicht* von jemandem geschenkt, wie gegenwärtig [2026] leider angemerkt werden muss, um an dieser Stelle die jüngeren jottBlog-Leser abzuholen)! Sodann ausgezeichnet und die NAZIs doof findend, verließ Herr Schrödinger Deutschland. Er verließ aber nicht sein Fachgebiet und um das Unvorstellbare uns ein wenig griffiger zu machen, erfand er dann 1935 diese Sache mit der Katze in der Kiste, diese wir hier aber nicht erneut erklären, da dass Vielen vor uns bereits gut gelungen ist und mögen uns „Schrödingers Katze“ stattdessen lebend vorstellen…
…und wollen hier die Werbetrommel für Herrn Schrödinger erneut schlagen: 1943 hielt er Lesungen (und Diskussionen; Dublin) mit der knackigen Fragestellung „Was ist Leben?“, was dann wenig später (1944; England) zusammengeschrieben in einem Büchlein erschien, dessen Inhalt sich in viele und auch kluge Köpfe begab und bis heute lesenswert blieb – wenn man denn dazu neigt, sich mit exakten Beobachtungen und aufmerksamen Interpretationen einer naturwissenschaftlichen Prosa auseinander zu setzen und weniger mit dumpfbackigen Meinungen.
Hoffen wir, dass Herr Schrödinger es uns nicht übel genommen hätte, dass wir ihn in der jottBlog-Kategorie POP-Splitter aufgenommen haben. Wir denken er wäre sicherlich milde gestimmt gewesen, wo doch nun wirklich fast jeder „das Experiment mit der Katze“ kennt…
jott
Die Veröffentlichung „Quantisierung und Eigenwertproblem“, Erwin Schrödinger (wer denn mal eben berechnen möchte, wo sich denn nun diese verdammte Fernbedienung des Televisionsgerätes aufhielte, kann hier wertvolle Anregungen für erste Annäherungen finden) : <https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/andp.19263840404>
Was ist Leben?, Erwin Schrödinger, Piper Verlag GmbH, 15. Auflage 2017 („die lebende Zelle mit den Augen des Physikers betrachtet“; 1. Auflage 1989)
Titel der englischen Originalausgabe: What is Life? (Cambridge University Press, Cambridge 1944)
Die Neuausgabe von 1987 beruht auf der 2. Auflage der deutschsprachigen Ausgabe, erschienen 1951 im A. Francke Verlag, Bern, und Leo Lehnen Verlag, München.
Überarbeitung der Übersetzung der 2. Auflage 1951: Ernst Schneider
Durchsicht der Neuausgabe 1987: Ernst Peter Fischer (dessen Einführung sehr lesenswert ist, da diese gerade auch den nicht-Physik-Nobelpreisträgern unter den jottBlog-Lesern eine Einordnung der Leistung Schrödingers ermöglicht)
ISBN 9783492211345
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Alle Internetzverbinder abgerufen am 27.01.2026
[Zitationshilfe] : „Das Leben und die Wahrscheinlichkeit“ (Ein POP-Splitter, der sich mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit im jottBlog aufhält), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/01/27/das-leben-und-die-wahrscheinlichkeit/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
Der Re-Release von Rockstar Games „Red Dead Redemption“, ein (auch nach 15 Jahren) bleihaltiger POP-Splitter
Wir wollen vor aller Welt Zeugnis ablegen: der Grund, im Jahr 2006 die Spielekonsole „PlayStation 3“ des Herstellers Sony in dem heimischen Geräte-Zoo aufnehmen zu wollen, war nicht der, dass der Autor dieser Zeilen sich der Spielsucht an den Hals werfen wollte, oder dass er überhaupt spielen wollte. Nein, der Grund war ein Anderer: es ging darum, Bewegtbilder, die auf Blu-ray Discs kopiert vorlagen, abzuspielen und so dem Hobby, Filmchen zu schauen (und der höheren Auflösung wegen, diesem) weiter verfallen zu können.
Nun gut, es war jetzt dieses Abspielgerät da und es tat, wofür es angeschafft wurde. Aber was sprach dagegen, nicht doch auch mal ein Spielchen zu wagen? Ein Fahrspiel bot sich an, da – der eigenen Gaming-Legasthenie wegen – kaum mehr drin war: ein wenig lenken, Gas geben, fettich: „MotorStorm“ hatte Sony damals aufgelegt, um zu zeigen, was die verbaute Graphikkarte so alles kann. Der Pinn wurde durchgedrückt, Begeisterung füllte die Stube und alles war gut.
Bild: Stimmungsvolle Impression (MotorStorm) und eine Antwort auf die Frage, ob das Befolgen der Rechts-vor-Links Regel in der Wildnis ebenfallssinnvoll sein könnte.
Dann kam ein 2008 Filmchen in die Kinos: Pixar animierte den kleinen Müllrobotor „WALL•E“ so liebenswert, dass der Autor dieser Zeilen schlagmals ein Fan-Boy wurde (und bis heute blieb)! So wundert es nicht, dass die, das Filmchen ebenfalls erzählende Blu-ray Disc, flott die heimische Videothek zierte; nahezu zeitgleich gab es ein Videospiel dazu und glücklicher Weise auch für die PS3 und – zack! – wurde es gespielt, wenn damals auch offensichtlich wurde, dass ein „Casual Gamer“ sich ein wenig strecken musste…
Bild: WALL•E, im Filmchen nie auf dem Holzweg.
So hätte diese Erfahrung eigentlich ausreichend sein können, um zu ahnen, dass das 2010 erschienene, äusserst erfolgreiche und in einer offenen Wild-West-Spielwelt stattfindende „Red Dead Redemption“ eine große, vielleicht zu große Herausforderung zu werden drohte.
Bild: Herr Marston zeigt der Lokomotive nur, wo’s langgeht.
Letztlich: es war eine große Herausforderung und es wurde nicht – wie man im Gamer-Jargon zu sagen pflegt – „durchgezockt“; waren wir nicht mit dem notwendigen Biss ausgestattet oder einfach schlicht überfordert? Was aber auf der Habenseite zu vermerken war: es wurde damals das Western-Genre erneut unter die Lupe genommen und wir wunderten uns, wie viele andere Gamer auch, wie gut das Spiel dieses Sujet umzusetzen in der Lage war…
Nun, am 2.12.2025, einem verträumten Dienstag in einem von vielen gezählten Dezembern, und 15 Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Videospiels, hat der Hersteller Rockstar Games eine Anpassung für die PlayStation 5 (die nicht mehr dem Abspielen von Blaustrahl-Scheiben dient) herausgebracht und wir wollen es noch einmal als Herr Marston wagen, Kräuter zu sammeln und Poker zu spielen (-; …
[Zitationshilfe] : „Zweiter Anlauf“ (Der Re-Release von Rockstar Games „Red Dead Redemption“, ein, auch nach 15 Jahren, bleihaltiger POP-Splitter) unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/12//03/zweiter-anlauf/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
POP-Splitter von einem lauten Boss, der ganz leise wurde
Wenige Monate bevor Herr Kilmister Ende 2015 seinen Hauptsitz vom Diesseits ins Jenseits verlegte, veröffentlichte seine Spielschar Motörhead das letzte gemeinsame Studioalbum, dieses den Titel „Bad Magic“ tragend – was uns ja schon ausreichend wäre, es in der jottBlog-Kategorie Magie zu führen, der schönen Überschrift wegen, die ja ansonsten verloren ginge, aber auch in der Kategorie POP-Splitter.
Dieses Album „Bad Magic“, welches (wie so viele Andere dieser Band) durchaus dazu geeignet ist, mit prägnanten Schallwellenprofilen den Gehörgang ein wenig aufzuräumen, hat einige Besonderheiten: es war nicht nur das Album, welches es als Erstes schaffte, Motörhead in den Deutschen Album-Charts auf dem ersten Platz zu stellen, es war auch weitestgehend von allen Musikern komponiert worden (ansonsten hatten sich auch Herr Campbell und Herr Dee besonders hier und da hervorgetan). Und während der Aufnahmen entstanden zwei Coverversionen – wobei Eine, die ziemlich genau am Ende von „Bad Magic“ klug platziert scheint, da Herr Kilmister in der Vergangenheit freizügig ähnliche Tendenzen – wie die, die der Text des Liedchens ausrollt – zu erkennen gab, nämlich „Sympathie for the Devil“ von den Rolling Stones uns derer eine gelungene Zusammenfassung bietet. Eine weitere Coverversion, die während der Aufnahmen des Albums entstand, war David Bowies „Heroes“ – die es allerdings nicht schaffte, auf „Bad Magic“ verewigt zu werden.
Motörhead wusste sich im Großen und Ganzen von Coverversionen fern zu halten (aus gutem Grund, wie wir finden wollen; Viele sind schon auf dem „Ich spiel mal mein Lieblingslied nach“-Glatteis böse ausgerutscht!). Diejenigen unter den jottBlog-Lesern, die, wie (1987/2014) der Autor dieser Zeilen, in den Genuss gekommen sein sollten, Motörhead live auf der Bühne erlebt zu haben, wissen, dass es eh schlicht und ergreifend schneller, harter und schörkelloser Rock’n’Roll war, der ohne Gedöns oder intellektuellem Überbau zelebriert wurde und der uns etwas Luft verschaffen konnte, in einer bisweilen zu sehr zugesüßten Unterhaltungsindustrie und es nicht Not tat, das eigene – also, Motörheads – Programm mit dubiosen Querverweisen aufzupumpen…
„Sympathie for the Devil“ – es fällt nicht schwer zu erahnen, was dazu geführt hat, dass Herr Kilmister sich dieses Liedchen vornahm (es gibt auch eine Live-Aufnahme im Internetz, während derer der Song mehr oder weniger akustisch vorgetragen wird), warum er allerdings „Heroes“ (David Bowie) erwählte, das werden wir ihn leider nicht mehr fragen können. Die Zeile
And the guns shot above our heads
allein wird’s vermutlich nicht gewesen sein.
Bild: Herr Kilmister, keine Mogelpackung: „Like your boss, but louder.“ (Wir danken dem gemeinnützigen Verein Metality, der sich nach eigenem Bekunden darum bemüht, die Werte des Heavy Metal in die Gesellschaft zu tragen, für die – von uns abphotographierte – Postkarte!)
Es mag verwundern, aber sogar Herr May (Brian May, Queen) zupft auf „Bad Magic“ ein wenig an den Saiten, nämlich auf „The Devil“. Man kennt sich halt. Ein weiteres Liedchen soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben und zwar „Evil Eye“, denn hier – und nur hier – findet Bad Magic eine Erwähnung. Wer auch immer den Text geschrieben hat – Schwarze (gleich schlechte, böse) Magie und der Böse Blick waren sicherlich nicht unbekannt… irgendwas muss man ja unter dem Kopfkissen liegen haben…
Diejenigen unter uns, die das Vergnügen haben, hier und da Tonträger käuflich zu erwerben, kennen das: wir haben den Streaming-Dudes etwas voraus: Artwork, Photographien, Texte, Produktionsdetails. Im Falle des Albums „Bad Magic“ darf man schreiben, dass es sehr interessant ist, sich Herrn Kilmister Skizzen anzusehen. Sehr amüsant, die!
Es ist vermutlich kein Zufall, dass Motörhead offiziell zwei Rolling Stones-Liedchen gecovert (ebenfalls „Jumpin‘ Jack Flash“ auf dem 2001er Reissue von „Bastards“) und veröffentlicht hat und auf „Tomorrow never knows“ lapidar nicht mehr als „Why not?“ zu fragen, oder? Die Phrase „Tomorrow never knows“ wird im Englischen gerne dann bemüht, wenn es darum geht, die Unsicherheit darüber und Unvorhersehbarkeit dessen, was wohl morgen geschehen möge, zum Ausdruck zu bringen – und es war auch der Titel eines Beatles-Liedchens auf dem 1966 erschienen Albums „Revolver“.
Sollten Motörhead dieses auch gecovert haben? Wenn „Nein!“, warum nicht?
Bild: Das Booklet von „Bad Magic“ schliesst mit einer, als Erwiderung auf die Behauptung „Tomorrow never knows“ gedachten Frage: „Why not?“ und es erhärtet sich die lange vermutete Befürchtung, dass Herr Kilmister keine Seifenblasen mochte.
Ein POP-Splitter, der sich fragt, ob der Blick lohnt.
In Lars von Triers Serie „Geister“ (1994) dürfen wir mit einem Protagonisten Namens Stig Helmer (gespielt von Ernst-Hugo Järegård) mitfiebern, der im Großen, Ganzen und Geschehen eigentlich der Unsympath an sich ist und der sich wie ein modernes Bollwerk (er spielt einen Schweden und ist ebenfalls im echten Leben Schwede) gegen die dänische Zauberwelt im Allgemeinen und gegen die Belegschaft jenes in Dänemark befindlichen Hospitals, in dem der ganze Trubel der Serie inszeniert wird, im Speziellen, geriert.
Bild: Herr Helmer blickt aus Gründen in das Klo.
Sollte Herr Von Triers Serie, außer vom Autor dieser Zeilen, auch von Anderen gesehen worden sein? Es gibt dafür einen Hinweis, dass ein US-amerikanisches Unternehmen sich inspiriert fühlte
Kamera im Klo soll auf Gesundheitsprobleme hinweisen
Der US-Sanitärproduktehersteller Kohler bringt eine Kamera auf den Markt, die Exkremente im Klo auf Anzeichen möglicher Gesundheitsprobleme untersucht.
Wir alle wissen, wenn der Hase richtig rennen soll, dann muss Alles in die Wolke, gibt es eine App und wir wollen mutmaßen: is‘ bestimmt auch KI mit im Boot.
jott
Lars von Trier
Wikipedia : <https://de.wikipedia.org/wiki/Lars_von_Trier>
[Zitationshilfe] : „Klokamera“ (POP-Splitter: Geister, Lars von Trier, Ernst-Hugo Järegård), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/28/ZZ/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
Wenn Herr Joachim Kaiser über Musik spricht, darf das dann ein POP-Splitter werden?
In seinen Bemühungen, die klassische Musik Kunstlegasthenikern, wie dem Autor dieser Zeilen, mit Hilfe eines Büchleins [1] näher zu bringen, verzichtet Herr Joachim Kaiser [2], der jottBlog-Lesern durch sein langjähriges Engagement als Redakteur und Musikkritiker in der Süddeutschen Zeitung aufgefallen sein könnte, nicht auf eine kleine Einleitung. Aus dieser wollen wir zitieren
(…) also gibt es hier keine eigenen Texte über diese herausragenden Musikerpersönlichkeiten, die mein Leben entscheidend mitgeprägt haben; auch Maurizio Pollini, mit dem ich sogar einige Male Tischtennis spielte – und leider gegen ihn verlor -, kommt nur indirekt vor.
Dass Herr Pollini [3], mit äussert geschickter Fingerfertigkeit, nicht nur, aber sehr gerne Chopin [4] vortrug, daran erinnerten wir uns, aber nicht, dass er, wie wir nun voller Erstaunen erfahren, ebenfalls im Tischtennis [5] zu brillieren wußte!
Auch ansonsten hätten wir gerne mit Herrn Kaiser über Musik gesprochen, sind aber etwas zu spät dran…
jott
[1] : Sprechen wir über Musik (eine kleine Klassik-Kunde), Joachim Kaiser, btb Verlag, 2013
POP-Splitter, produziert von dem, von einem Headbanger abstammenden Treebanger
Es ist bereits der Monde Viele her, dass Herr Dominik Eulberg uns näher bekannt wurde. Es war das Internetz-Radio ByteFM, welches ein Liedchen aus seinem 2022 erschienen Albums „Avichrom“ in die Kupferkabel und Glasfaser purzeln ließ. Sehr angetan von diesem Album, war es selbstverständlich, ihn aufzusuchen, als er sich denn in unserem Städtchen die Ehre gab – und das gleich zweimal:
In einem großen Hörsaal kredenzte er eine beachtliche Multimediaperformance, mit Musik, die *nicht* aus der Konserve kam, mit zahlreichen Videoproduktionen und kleinen Vorträgen, die ihn unschwer als jemanden erkennen ließen, der sich da so seine Gedanken und Sorgen um die Natur und Umwelt macht, basierend auf wissenschaftlichen Informationen.
Gleich in der Nacht darauf spielte Herr Eulberg dann seine Lieder in Räumlichkeiten, die dazu geeignet sind, der Dezibel Viele ein angemessenes Zuhause zu geben, so dass man dazu das Tanzbein schwingen möge. Wir, trotz Eintrittskarte, aber zu müde, kamen nicht dazu. Leider.
Herr Eulberg, ganz seiner Vorliebe für das „Tönende“ treu
Der große Baumhämmerer
Der Buntspecht ist ein wahrer Baumeister, dessen Baumhöhlen zig Arten ein Zuhause bieten. Mit einem Trommelwirbel macht er auf sich aufmerksam – und nimmt beim heftigen Klopfen keinen Schaden, wie unser Kolumnist erzählt.
(Überschrift und Teaser von spektrum.de, hier: „Eulbergs tönende Tierwelt“, 13.10.2025)
…wir wollen vermuten, dass der Treebanger einen Headbanger unter seinen Vorfahren hatte.
Es war im Jahr 2017, als wir durch einen Bekannten auf ein Buch aufmerksam wurden: „Die Rache des Analogen“, von David Sax, welches er, also der Bekannte, nicht las – wir aber.
Im Großen und Ganzen handelt dieses lesenswerte Buch davon, wie sich das Analoge, die an das Digitale verloren gegangenen Gebiete wieder zurückerobert. Im Teil I des Buches („DIE RACHE DER ANALOGEN DINGE“) finden wir ganz selbstverständlich das 1. Kapitel „Die Rückkehr des Vinyls“ vor und es wurde uns beim Lesen schnell klar, dass Herr Sax ein großer Freund dieses Treibens im Allgemeinen ist und Musik im Besonderen sehr mag. Am Ende dieses Kapitels nennt Herr Sax jemanden, dessen Namen wir nie gehört hatten und der 2015 wohl ein vollständig analog produziertes Album, namens „Black Messiah“ heraus gebracht hatte – das wir ebenfalls nicht kannten. Es war D’Angelo, dieser Mann. Herr Sax lobt dessen triumphales Werk und hielt es für eines der besten Alben des Jahres.
Hm.
Dass wir ihn und es nicht kannten, hatte wohl damit zu tun, dass wir uns nicht so oft im Umfeld des (Neo-) Souls herumtrieben und so die beiden Vorgänger-Alben („Brown Sugar“ und „Voodoo“) das Schicksal von so mancher Aufnahme teilten: sie zogen ungehört an uns vorbei.
Heute sind alle Drei in der Sammlung und wir haben die Gewissheit, dass Lesen Folgen hat. Leider kommt kein Album von D’Angelo mehr dazu.
jott
Die Rache des Analogen, David Sax, Residenz Verlag, 2017, ISBN 9783701734078 (Original Titel: „The Revenge of Analogue“, 2016)
[Zitationshilfe] : „Analoge Rache“ (D’Angelo, David Sax), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/15/analoge-rache/> : aufgerufen am 00.00.20xx.