Die Kategorie „KI-Unfall“ ist nichts anderes, als eine Auflistung von Beobachtungen, so weit wie möglich – der Wahrheit verpflichtet – korrekt wiedergegeben. Und wir wollen hoffen, dass alle zitierten Quellen damit einverstanden sind, denn jottBlog hat (wie immer) kein finanzielles Interesse in irgendeiner Form, wie auch kein Wunsch in der Brust schlummert irgendwie Urheberrechte zu verletzen zu wollen – das kann das Training von KIs viel, viel besser!!! Nein, eher sind die Nennungen auch ein Vertrauensbeweis – und (unbezahlte) Werbung.
Warum das Ganze?
Es soll herauskommen ein Tagebüchlein, ein kleiner historischer Abriss, ein Konglomerat von Katastrophen und Kataströphchen – was vermutlich solange funktioniert, bis „jottBlog“ von einer KI offline genommen wird, weil es dieser nicht in den Kram passt, was in der Kategorie „KI-Unfall“ steht.
Dass heißt auch: die gegebenenfalls positiven Aspekte von KI (und die gibt es, zum Beispiel in der Medizin, in der Medikamenten-Entwicklung) werden an dieser Stelle nicht aufgeführt und auch das nicht grundlos, denn es ist nicht auszumachen wo Altruismus aufhört und Kapitalismus (und Faschismus) anfängt.
Wie auch immer, es soll neugierig machen.
Wie das Ganze?
Alle Einträge sollten am Besten im Alltag einfach „entdeckt“, „wahrgenommen“ worden sein (also nicht durch Suchmaschinen-Sucherei, zum Beispiel), ganz getreu dem Motto: „Bereit sein für den Zufall„, einem der Grundpfeiler des jottBlogs!
Der Aufbau eines veröffentlichten „KI-Unfall“-Eintrages
Index, Quelle (Host, als Schlagwort), Datum der Veröffentlichung wie in der Quelle angegeben
Überschrift (aus Quelle; hier als Zitat)
Teaser (aus Quelle; hier als Zitat)
Weitere, kurze und prägnante Zitate aus der Quelle, die vielleicht dem ganzen KI-Unfall-Eintrag schon etwas Leben einhaucht; aber letztlich wollen wir dem Original-Beitrag zu Klicks verhelfen, gelle?!? Nicht wie ein Suchmaschinen-Betreiber, der derzeit (August 2025) KI-Zusammenfassungen an die erste Stelle schiebt…
„Anmerkung:“ wenn’s denn Not tut.
„Entdeckt:“ …und Datum. (Somit auch Abruf-Datum des nachfolgenden Verbinders, wenn es denn einen gibt…)
„Abgerufen:“ (optional, letzter Aufruf, kann auch von jottBlog gesetzt und Aktualisiert werden)
Verbinder zur Quelle (immer an letzter Stelle, immer in spitzen Klammern „<>“ und es öffnet sich auf Klick immer ein neues Fenster, ein neuer Tab!). Andere Quellen, wie zum Beispiel Baumtöter, die von den Älteren unter uns auch „Bücher“ genannt werden, sind dem jottBlog-Diktator vorbehalten, da die Korrektheit nicht gewährleistet ist (-;
Trennstrich (Feierabend mit dem Eintrag)
…OK, es kann zu Abweichungen kommen, aber im Wesentlichen ist es das.
Ja, ich will was an jottBlog melden, was in diese Kategorie „KI-Unfall“ passt!
WICHTIG!!!: jottBlog behält sich eine mögliche Veröffentlichung vor! Wer sich nicht ordentlich benimmt, landet sofort auf der Black-List, für immer und ewig! Und an alle Trolle: trollt euch!
WICHTIG!!!: wenn etwas hinter Bezahlschranken (paywall) herum dümpelt, wird’s nicht genommen! (Auch bei beigefügten, erklärenden Zitaten aus verlinktem Artikel, da es – zumindest von jottBlog – nicht verifiziert werden kann.)
Also: es geht auf allen (bekannten) Kanälen, aber dieser hier ist uns der Liebste, der Strombrief:
An: jottBlog@langkau.name
Betreff: fängt bitte mit „KI-Unfall“ an (und hört vielleicht mit ’nem schicken Stichwort auf)
Text:
Name: Strombriefadresse, Klarname, Vorname, Nachname, Nickname ODER eben auch "anonym". Oder einfach nix - kein Name, keine Nennung
Anmerkung (public): das heisst, dass was hier steht, eure Anmerkung, wäre vielleicht dazu geeignet, ebenfalls veröffentlicht zu werden.
Anmerkung (private): was hier steht bleibt unter uns, nix da "ab ins GROsseBöseInternet (GROBI)!"
Bild: Werbung eines Eheanbahnungsinstituts besonderer Art.
Nein, eigentlich wollen wir nicht Werbung für Konsumbunker machen! Aber es geht in diesem Beitrag einfach nicht anders.
Herr Sax, ein kanadischer Schreiberling, schrieb mal ein Buch: „Die Rache des Analogen“, in dem er in zahlreichen und äussert unterhaltsamen Beispielen ausführte – wie zum Beispiel „Die Rückkehr des Vinyls“, oder auch „Die Rückkehr der Brettspiele“ – wie das Digitale zu Gunsten des analogen Pendants an Boden verlöre. Dieses Büchlein steht bestimmt auch im Regal der Abteilungsleiterin für Soziales der Supermarktkette „MARKTKAUF“, sich nach Realem sehnend, denn:
Der oben gezeigte Aufsteller, photographiert vom Autor dieser Zeilen, begrüßt uns gleich am Eingang, bevor wir zum Einkaufskorb greifen können. Und ein paar Meter weiter, da können wir dann zwischen dem Ich-bin-nicht-zu-haben-Schwarz- und Ich-bin-im-Rennen-Barbi-Pink-Einkaufskorb wählen.
Wir finden, dass es an der Zeit ist, die seit Langem und völlig überflüssige Haushaltsabteilung zu schliessen und dort kuschelige Séparées einzurichten.
jott
Die Rache des Analogen (Warum wir uns nach realen Dingen sehnen), David Sax, Residenz Verlag, 2017. ISBN 9783701734078
[Zitationshilfe] : „Wohin wischen?“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/08/06/wohin-wischen/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
Doch mit dem Siegeszug der Naturwissenschaft im Zeitalter Keplers, Galileis, Descartes oder Newtons trat der Gelehrte an die Stelle des Alchimisten. Die Aufklärung ersetzte das Wunder durch die Vernunft, in der das Mittelalter noch den »Geist des Bösen« gesehen hatte.
Diese zwei Sätze wollen wir dem Geleitwort des damaligen Ministerpräsidenten des Saarlandes (1985 – 1998), Oskar Lafontaine, entnehmen, welches er dem von Herrn van Dülmen 1987 herausgegebenem Buch „Hexenwelten“ widmete.
Wir wollen uns nicht weiter an den im Text verwobenen wissenschaftgeschichtlichen Kinkerlitzchen aufhalten, wer da an wessen Stelle getreten ist, und so fort…
….aber, wähnten wir uns in der Gewissheit, dass Herr Lafontaine, dem alchemistische Belange offensichtlich nicht wumpe waren, uns antworten wollen würde:
Wir würden ihn zu gern gefragt haben, was denn wohl die Zutaten seien für eine manifeste Weisheit, so dass wir aus unedlen Gesinnungen durch Transmutation eine Goldene Politik – nein, besser noch, eine lebenswerte Gesellschaft gewönnen!
jott
Hexenwelten (Magie und Imagination), Richard van Dülmen (Herausgeber), Fischer Verlag, 15.-16. Tausend: Februar 1993. ISBN 9783596243754. [Dieses Buch war eine Ergänzung zu einer damals gleichnamigen Ausstellung]
Oskar Lafontaine : unter Wikipedia (ein mächtiger Eintrag, in dem allerdings die Buchstabenfolge „alchem“ nicht vorkommt )-: aber Herrn Lafontaines Affinität zur damalig noch existierenden DDR!) <https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Lafontaine> (abgerufen 02.08.2025)
Also, zuerst fummelte der Alchemist mit der materia prima (1.), diesem nebulösen Ausgangsstoff, den wir leichtgläubig als „Substanz in gewisser Weise“ verstehen wollen, den Stein der Weisen (2.; auch lapis philosophorum, auch ultima materia) zusammen. Dieser, nun auf dem Labortisch des Adepten liegend, kann nicht nur alles andere in seine Bestandteile auflösen, sondern auch transmutieren, nämlich unedle (3.) in edle (4.) Metalle, wie zum Beispiel in Gold. Und außerdem auch das eigentliche Ziel alchemistischer Bemühungen hervorbringen, das Elexir vitae (5.), mit dem man dann eine ganze Reihe schöner Sachen anstellen kann!
Lexikon der magischen Künste, Hans Biedermann, VMA-Verlag, 3. Auflage, 1998. ISBN 3928127594
Materia Prima (Die geheimen Bilder der Alchemie), Hans Biedermann, Matrix Verlag, 2006. ISBN 9783865391018
Wir entnehmen, leicht bearbeitet, dem pastoralen Raum, Brakeler Land [1] Folgendes:
Das Mädchen von Brakel
Ein kleines Beispiel dafür, dass die heilige Mutter Anna auch für eine gelingende Ehe zuständig ist, findet sich in dem Märchen der Brüder Grimm:
Es ging einmal ein Mädchen von Brakel zur St. Annenkapelle unter der Hinnenburg; weil es gerne einen Mann haben wollte und auch meinte, es sei niemand in der Kapelle, so sang es:
„O heilige Sankt Anne, so helf‘ mir doch bald zum Manne. Du kennst ihn ja wohl: Er wohnt vor dem Sudheimer Tore, hat blonde Haare, du kennst ihn ja wohl.“
Der Küster stand aber hinter dem Altar und hörte das, da rief er mit kieksiger Stimme: „Du kriegst ihn nicht, du kriegst ihn nicht!“.
Das Mädchen aber meinte, das Marienkind, das bei der Mutter Anna steht, hätte ihm das zugerufen, da wurde es böse und rief: „Papperlapap, dummes Blag, halt den Mund und lass die Mutter reden!“
Nachdem wir nachgeschaut haben, ob es überhaupt diese Kapelle [2] gibt und wie lang das Mädchen wohl unterwegs gewesen sein mag, wenn sie je den Weg von der Annenkapelle zu Schloss Hinnenburg auf sich genommen haben sollte…
Bild: Von (A). Der Annenkapelle nach (B), dem Schloss Hinnenburg. 2,8km, 47 Minuten zu Fuß in Brakel.
…wollen wir dem Paderborner Grundwortschatz „Pinneken und Piselotten“ [3] unter „Blag, das“ die nachfolgende Erklärung entnehmen
nervender Nachwuchs
…die nicht ohne ein Anwendungsbeispiel daher kommt, nämlich
„Mögen Sie Kinder auch so gerne wie ich? Kinder machen einem ja soo viel Freude!“ – „Aber nua, bis sie wach weaden. Danach hat man wieder nua Brast mit den Blagen.“
Auch das Wort „Brast“ schlagen wir schnell im Grundwortschatz nach, ermitteln „Wut, Zorn, Ärger“ und entscheiden uns in dem obigen Zusammenhang für eine Übersetzung mit „Ärger“.
Der Autor dieser Zeilen [4] hatte gerade seine Arbeit an der höhenpsychologischen Abhandlung über „Das Mädchen von Brakel“ mit einer vorstehenden Kurzfassung beenden wollen, als ihm zufällig Herrn Drewermanns [5] Büchlein „Rapunzel, Rapunzel, laß dein Haar herunter“ [6] in die Hände fiel. Herr Drewermann hat in diesem, neben dem, dem Buch den Namen schenkenden Märchen „Rapunzel“, weiteren Grimmschen Märchen eine tiefenpsychologische Deutung angedeihen lassen. Und unter diesen finden wir auch „Das Mädchen von Brakel“ (hier: „Dat Mäken von Brakel“). Jedem, der gern erführe, warum es denn wohl gerade der Küster gewesen sei, der das Mädchen zu frustrieren trachtete, ist hiermit das Studium dieses Werkes dringend empfohlen!
Schauen wir uns noch schnell in Herrn Drewermanns Buch, also am Ende der Anmerkungen, Folgendes an
Diesem Band liegen folgende Einzelausgaben zugrunde:
Eugen Drewermann/Ingrid Neuhaus: Schneeweißchen und Rosenrot. Olten 1983
Eugen Drewermann/Ingrid Neuhaus: Der goldene Vogel. Olten 1982
Eugen Drewermann/Ingrid Neuhaus: Die Kristallkugel. Olten 1985
Eugen Drewermann: Die kluge Else/Rapunzel. Olten 1986
Eugen Drewermann: Der Herr Gevatter/Der Gevatter Tod/Fundevogel. Olten 1990
„Dat Mäken von Brakel“ wurde zuerst abgedruckt in: Annentag [9] in Brakel. Ein deutsches Volksfest. Herausgegeben von FSB, Franz Schneider Brakel, 1992; „Meister Pfriem“ Erstveröffentlichung.
Potztausend! „Dat Mäken von Brakel“, eine Auftragsarbeit! Herr Drewermann (der, offensichtlich vernetzt mit der örtlichen Industrie, knapp 40km von Brakel entfernt, dereinst Katholische Theologie in Paderborn studierte und später den Katholischen Glauben als Profi im benachbarten Bad Driburg unter die Schäflein brachte) wird sicherlich das nachfolgende Zitat entschuldigen – da es doch als Werbung für sein äußerst lesenswertes Buch dienen soll! Wenn uns auch am Ende der tiefenpsychologischen Deutung das Märchen etwas süßlich als Legende [7] untergeschoben wird:
Kleines, mutiges Mädchen von Brakel, du bist nichts weiter als eine Legende. Doch du lebst in so vielen unbekannten tapferen Frauen, welche die heiligsten Gesetze lieber verleugnen als ihre Liebe. Kleines, mutiges Mädchen von Brakel, ich stehe nicht an zu sagen: Man sollte dich zählen unter die Kirchenlehrer. Du wärest ein Wallfahrtsort als Verkörperung der Wahrheit der Liebe selbst in Brakel und überall anderenorts. Feststeht jedenfalls: die Götter Griechenlands hätten dich lieb.
Man muss den Text nicht sehr genau studieren, um zu erkennen, dass die Kirche Herrn Drewermann nicht unbedingt und immer lieb hatte, was dieser wiederum mit der etwas anderen Götterliebe quittiert (fernab dessen, was in der uns nun bekannten Kapelle ausgestellt wird). Wir wollen unsere Gedanken an dieser Stelle in einer Verschwörungsdichtung verewigen, schieben aber diese Nickeligkeiten zwischen Herrn Drewermann und der katholischen Kirche beiseite:
Mit dem „Mäken von Brakel“ im jottBlog die „Ostwestfälische Tetralogie“ [8] abschliessend, sind wir guten Glaubens, dass Herr Drewermann seit der Veröffentlichung seiner Deutung an jedem Annentag [9] unbegrenzt Auto-Scooter fahren darf und auf Lebenszeit freie Kost und Logie in Brakel hat.
[3] : Pinneken und Piselotten, Grundwortschatz zum Überleben in Stadt und Land Paderborn, Matthias E. Borner, Verlagsunion Vox Rindvieh, 4. Auflage 2012. ISBN 9783000317958
[4] : Der Autor dieser Zeilen, jott, manchen auch bekannt als Dr. Prügelpeitsch, einem gefürchteten Höhenpsychologen.
[5] : Eugen Drewermann unter Wikipedia (hier sollten wir auch den „Neuen Krefelder Appell“ stirnrunzelnd zur Kenntnis nehmen, denn da ist Herrn Drewermann wohl was von den mächtigen Säulen des Intellekts gerutscht…) <https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Drewermann> (abgerufen 31.07.2025)
[6] : Rapunzel, Rapunzel, laß dein Haar herunter (Grimms Märchen tiefenpsychologisch gedeutet), Eugen Drewermann, dtv, 1994. ISBN 9783423350563
[7] : Legende (Sage, Märchen und Witz) :
Legende
Herr Drewermann ordnet in seiner Laudatio „Dat Mädken von Brakel“ als Legende ein und es scheint, dass so zu verfahren, nicht schlecht zu der Definition „wunderbare Gebetserhörungen an heiligen Stätten“ (Drewermann) passt.
Der [Wahrig] meint (Auszug): „1 Heiligenerzählung, Sage von frommen Menschen 2 verzerrt dargestellter histor. Vorgang 3 lange vergangenes, nicht mehr nachweisbares u. oft fantasievoll ausgeschmücktes histor. Ereignis 4 unglaubwürdige Geschichte (…).“
[DWDS] bietet Vieles <https://www.dwds.de/wb/Legende> an, aber auch: „kurze, erbauliche religiöse Erzählung über Leben und Tod oder auch das Martyrium von Heiligen“.
Wikipedia erwähnt <https://de.wikipedia.org/wiki/Legende>, dass eine Legende ein aufgebrezelten, aber irgendwie historischen Kern hat. Vielleicht verhilft uns ein Beispiel aus unserer Lebenswelt zu einem gewissen Verständnis:
Am 19. Mai 2001 war der FC Schalke 04 für 4 Minuten und 38 Sekunden Deutscher Meister. (Wir wollen das hier als „Legende“ einblenden – es ginge auch unter der Textsorte „Sage“ – nicht ohne anzufügen: die Behauptung, dass man Deutscher Meister sei, trifft zu, wenn man Deutscher Meister ist und dieser steht fest, wenn die Saison ausgespielt ist. Ist das noch nicht der Fall und die Behauptung wird geäußert, dann handelt es sich um einen Glauben. Damals, an diesem 19. Mai, wurden zwar viele Gebete an einer, für einen bestimmten Personenkreis heiligen Stätte, dem Parkstadion, gesprochen, aber erhört wurden diese nicht, weswegen Legenden-Spezialisten so begründet von einer verminderten Legende sprechen dürfen.)
Sage
Herr Drewermann formuliert: „Eine Geschichte, die nicht historisch, doch gebunden ist an einen bestimmten Ort, heißt für gewöhnlich Sage.“.
Hat Herr Rölleke eben diese Kategorisierung für Wahr genommen und somit „Dat Mäken von Brakel“ ganz selbstverständlich in die „Sagen aus Westfalen“ [7.1] aufgenommen?
[Wahrig]: „1 (Lit.) mündl. überlieferte Erzählung histor. od. mytholog. Inhalts 2 Überlieferung, Gerücht (…)“ – nix da mit ‚gebunden an einen bestimmten Ort‘.
[DWDS] bringt <https://www.dwds.de/wb/Sage> es so auf den Punkt „ursprünglich auf mündlicher Überlieferung beruhende Erzählung von historischen oder mythologischen Ereignissen oder Naturvorgängen, die oft mit phantastischen, wunderbaren und übersinnlichen Elementen ausgeschmückt ist, jedoch im Gegensatz zum Märchen an tatsächliche Gegebenheiten anknüpft“ – hier wird, anders als bei Herrn Drewermann, die Option „historisch“ nicht ausgeschlossen.
Wikipedia <https://de.wikipedia.org/wiki/Sage> …es „entsteht der Eindruck eines Wahrheitsberichts“ – und schließt die Optionen „historisch“ und „ortsgebunden“ ein.
Beispiel einer Sage:
Auf Schalke soll es früher einmal ein trinkbares, gar gutes Bier gegeben haben.
Märchen
Herr Drewermann erwartet, ein Märchen lesend, „phantastische, traumhafte, im Irrealen spielende Geschichten“.
[Wahrig] „1 fantasievolle Erzählung ohne räumliche u. zeitliche Bindung, in der die Naturgesetze aufgehoben sind u. das Wunder vorherrscht (Kunst~, Volks~) 2 (fig.; umg.) unwahre, erfundene Geschichte (…)“.
[DWDS] <https://www.dwds.de/wb/Märchen>, daraus: „auf Volksüberlieferungen beruhende, oft auch als literarisches Kunstwerk gestaltete, kurze Erzählung, in der von wunderbaren und phantastischen Begebenheiten berichtet wird“.
Wikipedia schreibt zu Märchen <https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rchen> von einer „frei erfundenen“ und „wundersamen Begebenheit“, weder „zeitlich“, noch „örtlich“ festgelegt.
Beispiel eines Märchens:
Weswegen wir ja auch wissen, dass es sich bei jedem kurzen, aber frei erfundenem Vortrag, dass „der FC Schalke 04 Deutscher Meister“ würde, um ein durchaus phantastisches, aber ohne zeitliche Bindung, doch eher in eine sehr weit entfernte Zukunft weisendes Märchen handelt.
Witz
Herr Drewermann schreibt in gegebenem Zusammenhang weiterhin (nachdenklich) von einer „witzigen Pointe“, von dem „einfachen Dorfschwank“, der unter Umständen vorliegend lesbar wäre. Doch nach einem empfundenen „kurzen Spaß“ wird tiefenpsychologisch losgelegt, dass die Schwarte kracht! Wir allerdings finden „Dat Mäken von Brakel“ nicht im „Lippischen Schmunzelbrevier“ [7.2] – unverzeihlicher Weise, wie konnte das passieren?
Auch hier ein Beispiel (aus der Unterkategorie „sehr, sehr kurzer Witz“):
Schalke ist unabsteigbar!
[7.1] : Sagen aus Westfalen, gesammelt und herausgegeben von Heinz Rölleke; Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, 1995. ISBN 9783499351617
[7.2] : Lippisches Schmunzelbrevier, 24 Anekdoten u. 100 Witze / ges. u. bearb. von Simon Dröge. Zeichn. von Erich Körbi. – Lemgo : Wagener, 1982. ISBN 3-921428-46-7
[9] : Annentag : Die Brakeler lassen es an diesem Tag, den es, da sich sonst um die Gesundheit der Einheimischen gesorgt werden müßte, nur einmal im Jahr gibt, vernehmbar Krachen – so sehr, dass es noch in Westwestfalen vernommen werden kann! Kundige Nicht-Ostwestfalen wissen, dass im Umgang mit Zeitangaben aus dem Ostwestfälischen höchste Vorsicht geboten ist! So auch hier, denn dieser Annentag dauert länger als die im Rest der Welt üblichen 24 Stunden! Im Jahr 2025, zum Beispiel, sind es (4 * 24) Stunden, also 96 Stunden, was dann immerhin 1,095890410958904109589% des Jahres 2025 ist und wir denken, dass Brakel sich zurecht die Frage stellen lassen muss, ob es geneigt sei, dem rheinischen Schlendrian folgen zu wollen?
„Mäken von Brakel“ : die Brakeler selber (weniger geschwätzig und der Effizienz verpflichtet) das „Dat“ weglassend. Hier mal nach ganz unten gehen (und auf’s Bild klicken), da gibt es das „Symbolfigur Anneken mit Lebkuchenherz im Riesenrad beim Brakeler Annentag“)! : <https://www.brakel.de/Freizeit-Gäste/Kultur/Mäken-von-Brakel/> (abgerufen 31.07.2025)
„The Maid of Brakel“ : im oben aufgeführten Wikipedia Eintrag kann man auf eine Klassifizierung Aufmerksam werden: „ATU 1476A“ …darüber ist irgendwie ;-) Folgendes zu erreichen: <https://libraryguides.missouri.edu/c.php?g=1083510&p=7916872>, dort suche man „The Girl from Brakel“ (!Girl from!), klicke drauf. In diesem Buch heißt unser Märchen allerdings „The Maid of Brakel“ und wir finden es dort auf Seite 218
Bild: Jetzt wissen wir endlich, wie das Mädchen aussieht!
The Maid of Brakel.
ONCE upon a time a Girl went from Brakel to the St. Anne’s chapel, under the Hinne mountain; and as she would have liked to have a husband, and thought there was nobody else inside, she began to sing —
„Oh, holy St Anne,
Get me a husband as soon as you can;
Tou know him quite well,
He lives at the Suttmer gate;
Has a round yellow pate,
You know him quite well.“
The Sacristan, however, was standing behind the altar, and heard it all; and he called out in a very gruff voice,
„You shan’t have him; you shan’t have him!“
The Girl thought it was the little infant standing by the mother Anne that had calledout; so she flew into a passion, and cried,
„Pepperlepap, little stupid! hold your noise and let the mother speak!“
The Maid of Brakel : „Hinne mountain„, im Original Platt „Hinnenborg“, in der hochdeutschen Übersetzung „Hinnenburg“ und in OpenStreetMap auch ’ne Burg – genauer: „Schloss Hinnenburg“ – knapp über 220m in der Höh‘: <https://www.openstreetmap.org/way/546606554>. Gibt es auch in der Wikipedia: <https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Hinnenburg> (abgerufen 31.07.2025, mit der Erkenntnis, dass man auch dem Wiki nicht alles glauben darf, denn dort wird behauptet, dass die Kiste auf 282m steht. Das tut sie nicht! Zur Sicherheit topographic-map:
The Maid of Brakel : „Pepperlepap“ (ein Wort, das selbst eine große Suchmaschine mit nur einem Ergebnis quittiert! <https://ufdcimages.uflib.ufl.edu/UF/00/04/78/01/00001/00458.txt>, 31.07.2025), im Original Platt „Pepperlepep“, in der hochdeutschen Übersetzung „Papperlapap“ – hm, wie denn nun?!?
[Wahrig] : papperlapapp! (Int.) Unsinn!, sei still! [zu babbeln, pappeln „schwatzen“] – da kann man mal sehen, eine weitere Variante (und auch Herr Drewermann hat nicht in den [Wahrig] geschaut und zitiert das Mädchen mit „Papperlap“, mit einem „p“ am Ende, wie er auch „dumme Blae“ (im Original), eher wie es Berliner oder Norddeutsche täten, mit „dumme Göre“ und nicht mit „dummes Blag“ übersetzt hat, vermutlich, weil er davon ausging, dass nicht jeder den Grundwortschatz [3] zur Hand hat?)
Wiktionary : <https://de.wiktionary.org/wiki/papperlapapp>. Doppel-p und „abweisender Ausruf gegenüber dummem Geschwätz oder unsinnigen Aussagen“. Interessant aber auch, dass Übersetzungen ins Englische gibt: „hogwash“, „pishposh“, „poppycock“, „tommyrot“. Vielleicht könnte ja mal jemand bei den Übersetzern der englischen Fassung anrufen und einen Vorschlag für die nächste Auflage machen…
The Maid of Brakel : „little stupid!„, jetzt wissen wir endlich, wie wir „Blag“ ins Englische übersetzen können! „Unruly kid“ (lästiges Kind), „brat“ (ungezogenes Kind) wäre aber auch gegangen – beides passte wohl besser als „kleiner Dummkopf“ oder „dumme Göre“.
[DWDS] : Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS, „Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.“), <https://www.dwds.de>.
[Wahrig] : Wahrig Deutsches Wörterbuch, Renate Wahrig-Burfeind, 9. Auflage, wissenmedia in der inmesia ONE] GmbH, 2011. ISBN 9783577075954
Zitationshilfe : „Dat Mäken von Brakel“ (vierter und letzter Teil der Ostwestfälischen Tetralogie) unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/07/31/dat-maken-von-brakel/>, abgerufen am 00.00.20xx
In Essen fehlt es an Mitteln zur Schulverbesserung nicht. Denn unter anderm trägt hier eine privilegierte Zahlenlotterie, welche alle Donnerstage gezogen wird, jährlich 2000 (sage zweitausend) Gulden ein.
Und wenn dieses Sündengeld zur Vervollkommnung der Schul-anstalten verwendet würde: so käme doch wenigstens etwas Gutes aus dem Bösen.
Das begab sich also zu einer Zeit, während derer in Essen der Zahlverkehr nicht mehr mit Muscheln, aber noch mit Gulden begleitet wurde, wie wir in „Sagen, Märchen, Legenden und Aberglaube zwischen Ruhr und Lippe“ lesen dürfen. Und da Essen nördlich der Ruhr, wie auch südlich der Lippe, im ehemaligen Land der Marsen liegt, geht es mit rechten Dingen zu, dass wir die Geschichte in eben diesem Büchlein finden!
2022 waren es in Deutschland um die 50 Milliarden Euronen Umsatz auf dem legalen Glücksspiel-Markt, wenn wir „Automatisch Verloren“ Glauben zu schenken gewillt sind.
Wir wollen vorschlagen: Alles (!) verstaatlichen und Knete ausschliesslich (!) in Bildung stecken! Würden wir allerdings auch das Wissen um das „sündige Geld“ in den Bildungskanon aufnehmen wollen?
jott
Sagen, Märchen, Legenden und Aberglaube zwischen Ruhr und Lippe, gesammelt von Helge Dettmer; Phönix Werbung und Verlag, 1986. ISBN 3-8124-0054-5
[Zitationshilfe] : „Wie sündig ist Geld?“ unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/07/29/wie-suendig-ist-geld/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
Experimental demonstration of logical magic state distillation
Wir zitieren hier den Originaltitel der Veröffentlichung [1], nicht ohne eine Überschrift und den Untertitel aus einem heise-Post [2] zu klauen:
Meilenstein für Quantencomputer: Magische Zustände für fehlerfreies Rechnen
Forscher haben sogenannte magische Quantenzustände in einem Quantencomputer mit Fehlerkorrektur hergestellt – ein essenzieller Schritt der Quantenforschung.
Diejenigen unter uns, die es (wie der Autor dieser Zeilen) gewohnt sind, die Lotto-Zahlen mit einem Quantencomputer zu berechnen, bedauern seit Langem das Fehlen eben jener Fehlerkorrektur!
Weizenbaum beschreibt mit einigem Befremden, wie sich seine Mitarbeitenden außerhalb der Arbeitszeiten zu dem Computerterminal schleichen, um intime Unterhaltungen mit dem Bot [ELIZA] zu führen – und ist erschrocken über die Bereitschaft, in der Interaktion mit dem System Hilfe oder Mitgefühl bei persönlichen Themen zu suchen.
…gefunden haben wir dieses Bonmot im 1. Kapitel „Was ist KI? – technisch und historisch gesehen“, welches in Herrn Mühlhoffs äusserst lesenswertem Essay „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“ ein dauerhaftes Zuhause gefunden hat.
Man bezeichnet das in dem obigen Zitat beschriebene Verhalten als ELIZA-Effekt. Da erinnern wir uns an einen Vorfall, Mitte 2022 war’s: ein Google-Mitarbeiter (B. Lemoine, Entwickler, hat Chat-Bot „Lamda“ gegen Hassrede, etc., gehärtet) ging der hauseigenen Kiste auf den Leim. Diese (Lamda) behauptete ebenfalls eine Mitarbeiterin des Konzerns zu sein und letztlich hat Herr Lemoine dann auch noch versucht bei einem Anwalt für sie Rechtsbeistand einzuholen, damit nicht jeder an ihr herumfummeln dürfe. (Kleiner, aber ernstgemeinter Tip: gib Deinem KI-Agenten keine Budget-Hoheit!)
Doch zurück zum Essay! Gleich hinter dem 6. Kapitel „Der neue Faschismus“ kommt der Abschluss „Was tun?“, was wir aber an dieser Stelle – sehr wohl wissend, damit eine schwer zu ertragende Neugierde entzündet zu haben – nicht verraten wollen (-; …
[ELIZA] : Herr Mühlhoff liegt nicht falsch, wenn er das Programm in die Klasse der „Bots“ steckt! Wikipedia <https://de.wikipedia.org/wiki/ELIZA> (abgerufen 24.07.2025)
Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus, Rainer Mühlhoff, Reclam Verlag, 2025. ISBN 9783150146668
[Zitationshilfe] : „Was tun?“ (Mühlhoff, 2025, „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“) unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/07/24/was-tun/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
In Gustave Le Bons „Psychologie der Massen“ finden wir im 2. Buch, darin im 2. Kapitel, Folgendes
I. Bilder, Worte und Redewendungen
Beim Studium der Einbildungskraft der Massen fanden wir, dass sie namentlich durch Bilder erregt wird. Diese Bilder stehen einem nicht immer zur Verfügung, aber man kann sie durch geschickte Anwendung von Worten und Redewendungen hervorrufen. Werden sie kunstgerecht angewandt, so besitzen sie wirklich die geheimnisvolle Macht, die ihnen einst die Adepten der Magie zuschrieben.
Man glaubt gar nicht, wer das alles so gelesen hat, Herrn Le Bons Büchlein! Auch so mancher, von dem man sich wünschte, er hätte es nicht getan…
Erschienen ist es 1895, 1911 wurde es von Herr Rudolf Eisler aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt und 1921 bezog sich Sigmund Freud, in bester Zerlegerlaune, in seinem Büchlein „Massenpsychologie und Ich-Analyse“, im 2. Kapitel „Le Bons Schilderung der Massenseele“ (und dem ganzen Rest seiner Schrift) eben darauf und paraphrasiert Le Bon mit
Ferner unterliegt die Masse der wahrhaftig magischen Macht von Worten, die in der Massenseele die furchtbarsten Stürme hervorrufen und sie auch besänftigen können.
Wir wollen finden, dass das schon eine gehörige Menge an Magie ist, so dass uns die Überschrift Magie (6) mehr als gerechtfertigt erscheint!
jott
Psychologie der Massen, Gustave Le Bon, 1895, in der Übersetzung von Rudolf Eisler (1911), 11. Auflage, 2024, Nikol Verlag. ISBN 978386202342. textlog: <https://www.textlog.de/35438.html>, die zitierte Stelle, textlog: <https://www.textlog.de/35466.html> (abgerufen 20.07.2025)