unfallfrei

Analoge Rache

Wie kam D’Angelo in die Sammlung?


Es war im Jahr 2017, als wir durch einen Bekannten auf ein Buch aufmerksam wurden: „Die Rache des Analogen“, von David Sax, welches er, also der Bekannte, nicht las – wir aber.

Im Großen und Ganzen handelt dieses lesenswerte Buch davon, wie sich das Analoge, die an das Digitale verloren gegangenen Gebiete wieder zurückerobert. Im Teil I des Buches („DIE RACHE DER ANALOGEN DINGE“) finden wir ganz selbstverständlich das 1. Kapitel „Die Rückkehr des Vinyls“ vor und es wurde uns beim Lesen schnell klar, dass Herr Sax ein großer Freund dieses Treibens im Allgemeinen ist und Musik im Besonderen sehr mag. Am Ende dieses Kapitels nennt Herr Sax jemanden, dessen Namen wir nie gehört hatten und der 2015 wohl ein vollständig analog produziertes Album, namens „Black Messiah“ heraus gebracht hatte – das wir ebenfalls nicht kannten. Es war D’Angelo, dieser Mann. Herr Sax lobt dessen triumphales Werk und hielt es für eines der besten Alben des Jahres.

Hm.

Dass wir ihn und es nicht kannten, hatte wohl damit zu tun, dass wir uns nicht so oft im Umfeld des (Neo-) Souls herumtrieben und so die beiden Vorgänger-Alben („Brown Sugar“ und „Voodoo“) das Schicksal von so mancher Aufnahme teilten: sie zogen ungehört an uns vorbei.

Heute sind alle Drei in der Sammlung und wir haben die Gewissheit, dass Lesen Folgen hat. Leider kommt kein Album von D’Angelo mehr dazu.

jott


Die Rache des Analogen, David Sax, Residenz Verlag, 2017, ISBN 9783701734078 (Original Titel: „The Revenge of Analogue“, 2016)

D’Angelo (11.02.1974 – 14.10.2025)

Alle Internetverbinder abgerufen am 15.10.2025


[Zitationshilfe] : „Analoge Rache“ (D’Angelo, David Sax), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/15/analoge-rache/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Gruseliger Witz

Ein POP-Splitter für starke Nerven


Coppenrath, ein hübscher Verlag aus Münster, hat allerlei im Angebot. Auch Witz-Büchlein und der Autor dieser Zeilen bekam Eines aus der Reihe der Drachen-Witze geschenkt. Im Internetz-Laden, also, auf der Produktseite der Drachen-Witz-Büchlein, werden wir gleich mit einer Kostprobe begrüßt, die hier ganz selbstverständlich zitiert sein mag:

„Ein Junge trifft in einem dunklen Wald einen Drachen und sagt: „Puh, ganz schön unheimlich, was?“

Antwortet der Drache: „Was soll ich denn sagen? Wenn ich dich gleich gefressen habe, bin ich hier ganz alleine!“

Sehr einfühlsam, wie wir finden wollen – nun gut, was will man machen, Drachen eben. Wir erinnern uns, wir wurden als Beschenkter von den Schenkenden in der Öffentlichkeit genötigt aus dem Geschenkten vorzulesen und wir wollen hoffen, dass Coppenrath eben auch dieses als unbezahlte Werbung versteht und uns nicht in münsterländischer Drachen-Manier gleich auffrist:

Zwei Drachen fliegen an einem ausgetrockneten See vorbei. Sagt der eine Drache zum anderen: „Schau mal, der See ist weg!“ Sagt der andere Drache: „Das war bestimmt ein Seeräuber!“

Hier sei kurz angemerkt, dass Coppenrath fast täglich Seeräuber-Kontakt hat:

Bild: Seeräuberschiff „MS-Günther“, benannt nach einem Ober-Piraten der deutschen Unterhaltungsindustrie. Das im Hintergrund befindliche Gebäude beheimatet die bekannte Drachen-Witz-Schmiede.

Wir wollen aber feststellen, dass es in beiden Drachen-Witzen nicht nur um Drachen, sondern auch um das Fressen geht. Allerdings sind die Witze nicht so monothematisch, wie man nun denken möchte. Die Herausgeberin der Drachen-Witz-Büchleins, Frau Heide Witzka, hat mit feinem Gespür, welches für eine solche Zusammenstellung von Texten unabdingbar ist, einer pädagogischen Expertise, die ihresgleichen im Münsterland sucht und wissend, dass man es sich durch eine zu häufige Erwähnung in unvorteilhaften Zusammenhängen nicht mit Drachen verscherzen sollte, so gerade noch die Kurve gekriegt – deswegen sei im Folgenden diese elegante Ausweichbewegung auf Monster (wir wollen erneut darauf hinweisen: in einem Drachen-Witze-Buch!) vorgelegt:

Herr Würfel geht zum Psychiater und sagt: „Ich sehe ein Monster unter meinem Bett.“ Der Psychiater sagt: „Herr Würfel, Sie müssen sich nur immer wieder sagen: ,Da ist kein Monster unter meinem Bett.'“ Nach einer Woche kommt Herr Würfel wieder und sagt: „Ich sehe immer noch ein Monster unter meinem Bett.“ Der Psychiater sagt: „Herr Würfel, kein Problem, sagen Sie sich einfach die ganze Zeit: ,Da ist kein Monster unter meinem Bett.“ Herr Würfel bedankt sich, geht nach Hause und kommt nicht wieder.

Der Psychiater macht sich Sorgen und klingelt bei Herrn Würfel. Eine fremde Frau macht ihm die Tür auf: „Sie suchen Herrn Würfel? Der lebt nicht mehr – er wurde von einem Monster umgebracht, das unter seinem Bett gelauert hat.“

Auf der Produktseite der Drachen-Witze-Büchlein lesen wir: „Altersempfehlung: ab 8 Jahren“. Nun gut, konnte man (auch wenn unsere Drachen-Sozialisation eher im vergangenen Jahrtausend, also zu einer Zeit, während derer nicht gleich jeder aufgefressen wurde, zu verorten ist) …ja somit auch uns schenken.

Allerdings lassen wir neuerdings keine fremden Frauen mehr in unser Haus und schauen vor dem Zubettgehen wieder unter dem zu Begehenden nach…

jott


Coppenrath

Bild: Mahlzeit!

MS-Günther

Drachen-Sozialisation des Autors, Hauptwerk

Bild: Sonnenmilch vergessen – macht nix!

Alle Internetverbinder abgerufen am 14.10.2025


[Zitationshilfe] : „Gruseliger Witz“ (Coppenrath, MS-Günther, Drachen, Witz), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/14/gruseliger-witz/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (18)

Frau Kloiber wird uns sicherlich verzeihen, dass wir aus ihrem t3n-Artikel

Quantenphysik und KI: Warum neue Technologien magisch wirken – und das Big Tech in die Hände spielt

…die nachfolgende Passage zitieren, die sehr schön ein Vorkommnis zusammenfasst:

Eliza sollte beweisen, dass Chatbots keine Magie sind, denn diese Maschinen können menschliches Denken und Fühlen nicht wirklich nachahmen.

Doch das Experiment ging nach hinten los. Nutzer:innen nahmen das Programm erstaunlich ernst, vertrauten ihm intimste Dinge an und waren überzeugt, dass mehr dahintersteckte als ein paar simple Muster und Schlüsselwörter. Selbst als Weizenbaum panisch den Source Code veröffentlichte, tat das den Spekulationen keinen Abbruch.

Und dann kann Frau Kloiber auch erklären, warum das so geschah:

Man muss wissen: Wir Menschen sind so gebaut, dass wir zwar rational begreifen, dass Magie nicht existiert, wollen sie aber trotzdem erleben.

Wir haben nun rational begriffen, dass Magie nicht existiert, wissen aber immer noch nicht, was genau Magie ist – weil sie nicht existiert? Das kann nicht sein, wir haben sie doch schon sooft entdeckt! (Aber in allen bislang aufgeführten Einträgen der jottBlog-Kategorie Magie ist – verflixt noch mal – einfach keine Linie zu erkennen…)

jott


t3n-Artikel : <https://t3n.de/news/quantenphysik-und-ki-warum-neue-technologien-magisch-wirken-und-das-big-tech-in-die-haende-spielt-1711253/>

ELIZA


[Zitationshilfe] : „Magie (18)“ (Quantenphysik, KI und nichtexistente Magie), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/09/magie-18/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (17.2)

Auf der IFA spricht ein Bosch-Vertreter eines Kochautomaten (…) verschwörerisch von der „echten AI Magic“, die sich allerdings für niemanden sichtbar hinter der Haube des Geräts abspielt.

Es ist gut, dass Herr Först dieses für uns aufgedeckt hat und einen Scharlatan demaskiert! (Aus: netzpolitik.org „Trugbild: Die neue Einsamkeit“, 05.10.2025)

jott


[Zitationshilfe] : „Magie (17.2)“ (Kochautomat und Scharlatan), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/06/magie-17-2/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (17)

Analoge Magie und digitale Kompromisse: Click Boom Flash # 47 „Sofortbilder“

„Sofortbildfotografie ist auch weiterhin ein großer Markt“, sagt Redakteur Hendrik Vatheuer im Gespräch über Polaroid, Instax und den Reiz des Unberechenbaren.

Diese Einleitung wollen wir einem Artikel entnehmen, den heise uns dankenswerter Weise zur Verfügung stellt und der bereits die nötige Information für die jottBlog-Kategorie „Magie“ enthält. Doch auch im weiteren Text wird es noch einmal interessant, denn

Neue hybride Sofortbildkameras vermischen Analoges und Digitales – für Hochzeiten praktisch, für Puristen aber ein Bruch der Magie.

Wir wollen zugeben, dass wir uns nie Gedanken über die Praktikabilität einer Vermischung des Analogen und Digitalen in der Photographie gemacht haben. Weder im Allgemeinen, noch im Speziellen, noch ganz besonders in Bezug auf Hochzeiten. Es entzieht sich uns auch die Einsicht, warum die Praktikabilität ganz besonders auf den drittgenannten Fall zuträfe

Wir rätseln auch, ob die Verfasserin des Artikels, Frau Hohmann, vielleicht die Hochzeit des Bruches der Magie zwischen den sich Vermählenden bezichtigt. Nein, vermutlich meint sie doch eher die „hybride Sofortbildkamera“. Sicherlich.

Es bleibt aber die Frage, wie wir uns einen Bruch der Magie vorstellen müssen, so oder so.

jott


heise Artikel : <https://www.heise.de/news/Analoge-Magie-und-digitale-Kompromisse-Click-Boom-Flash-47-Sofortbilder-10671032.html> abgerufen am 29.09.2025


[Zitationshilfe] : „Magie (17)“ (), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/09/29/magie-17/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (16)

Herr Greg Joswiak, Apples weltweiter Marketingboss, macht sich mal etwas Luft

Das Hineinregieren in Apples Produkte will der Konzern nicht länger hinnehmen, die EU nehme den Produkten „die Magie“.

Wir wollen uns sicher sein: der Magie-Entzug, den wir – laut Herrn Joswiak dem Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union zu zuschreiben haben – liest sich im Original so:

They want to take the magic away – of having a tightly integrated experience that Apple provides – and make us like the other guys.

Nun durch Gewissheit beruhigt, wollen diesen Eintrag verdient in die jottBlog-Kategorie Magie einsortierten – nicht ohne abschließend zu kombinieren, dass „the other guys“ dann wohl Nicht-Magier sind.

jott


Digital Markets Act (DMA) : Wikipedia : <https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_%C3%BCber_digitale_M%C3%A4rkte>

Das Original : BBC-Artikel : <https://www.bbc.com/news/articles/cly930y90lro>


[Zitationshilfe] : „Magie (16)“ (Apple, Europäische Union, Digital Markets Act, DMA), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/09/25/magie-16/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (15)

Beneath Igor Levit’s fingers, Johann Sebastian Bach’s music is sheer magic… The fingers of this Russian pianist are those of a virtuoso of the first order. (MUSICA)

Dies dürfen wir dem Begleitbüchlein von Herrn Levits „Beethoven Complete Piano Sonatas“ entnehmen, in dem eben auch etwas Werbung für weitere Einspielungen zu finden ist, wie die Obige („Bach Partitas“), die dieses durchaus verdient hat.

jott


Beethoven Complete Piano Sonatas

Bach Partitas

Igor Levit

MUSICA : ??? (Nach einer wilden Suche, die ihresgleichen in der Geschichte des GROBIs (GROsses Böses Internetz) sucht – – – kein Ergebnis; Hilfe bitte an Strombrief „jottBlog (at) langkau.name“)

(Alle Internetzverbinder abgerufen am 16.09.2025)


[Zitationshilfe] : „Magie (15)“ (Bach Partitas, Igor Levit), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/09/16/magie-15/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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Magie (14)

KI ist mächtig, aber keine Magie. Sie ist im Kern Statistik auf Steroiden.

Diesen schwergewichtigen Satz entnehmen wir dem Online-Artikel eines technikorientierten Verlages, nämlich heise. Hier mit Überschrift und Teaser:

Wenn Intuition versagt: KI und die Grenzen unserer Vorstellungskraft

KI nutzt tausende Dimensionen, die wir nicht mehr erfassen können. Dieser Beitrag erklärt, was dahintersteckt – und warum Erfahrung unverzichtbar bleibt.

In diesem Artikel lernt auch der IT-/Mathematik-Unkundige (!) wie der Hase rennt, wenn wir uns in schwer vorstellbaren, mehrstelligen Dimensionen befinden. Beziehungsweise, wir uns diese vorstellen müssen, was wir nicht können. Macht aber nix, wie schon das Zitat andeutet.

Was wir jetzt noch gern von dem Adepten, dem äußerst geschickten Schreiberling, Herrn Roden, wüßten, ist: was ist Magie?

jott


Der Artikel unter heise : <https://www.heise.de/blog/Wenn-Intuition-versagt-KI-und-die-Grenzen-unserer-Vorstellungskraft-10590478.html>


[Zitationshilfe] : „Magie (14)“ (Mehrdimensionalität, KI und Steroide), unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/09/10/magie-14/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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