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KI-Unfall (411 bis 420)


420, heise, 30.11.2025

Drei Jahre ChatGPT: Von „Wow“-Momenten und Umweltzerstörung

Seit drei Jahren gehört ChatGPT zum Alltag. Die Auswirkungen sind massiv – und auch die Herausforderungen für Betreiber OpenAI.

<https://www.heise.de/news/Drei-Jahre-ChatGPT-Von-Wow-Momenten-und-Umweltzerstoerung-11097555.html>


419. heise, 29.11.2025

US-Patentamt ändert Regeln für KI-gestützte Erfindungen

Das US-Patentamt hat festgelegt, wie mithilfe von KI entwickelte Erfindungen gewerblich geschützt werden können. Eine natürliche Person muss im Spiel sein.

Anmerkung: Ziemlich sicher ein KI-Unfall – aus der Sicht einer KI. Auch wenn es den Anschein hat, dass hier mit diesem jottBlog-Eintrag ein konzentriertes Destillat vorliegt, lohnt es, ein Auge in den heise-Artikel zu werfen.

Wir paraphrasieren mal vor ab, nicht ohne eine kleine Zusatzinformation: KI ist *keine* natürliche Person („legal entity“ / „human person“). Das US-Patentamt (USPTO):

Da KI-Systeme keine natürlichen Personen seien, könnten sie rechtlich niemals als Miterfinder („Joint Inventors“) gelten.

Es bleibt (korrekter Weise, wie wir finden wollen) bei einem Werkzeug-Begriff

Sie [die KIs] werden nun rechtlich so behandelt, als hätten sie [die Forscher] ein fortgeschrittenes Mikroskop oder eine komplexe Simulationssoftware benutzt.

Wir wollen es einmal invertieren: wäre eine KI juristisch als „*künstliche* Person“ etabliert, so zu schreiben, auf Augenhöhe mit einer *natürlichen* Person, dann würden noch ganz andere Effekte (als dämliche Patentstreitereiten) eintreten! Denn, baut die KI Mist – ja, was dann? Kommt die dann in den Knast? Oder muss Sozialstunden ableisten? Wer haftet? Unter diesem Gesichtspunkt: KI im Vorstand. Prima. Wenn die dort ordentlich „nach der Strich und nach der Faden“ (wer weiß, wo das her kommt?) versemmelt, dann wollen wir aber gern mal Mäuschen bei den OpenAI-Shareholdern sein…

Nur noch ein „act-on-behalf“-Konstrukt könnte weiter helfen, nein, hilft weiter. Hier das Beispiel: Meine KI, die von mir für irgend einen Quatsch beauftragt wurde

Bestelle beim günstigsten Online-Händler 200g Mailänder Salami und einen Doppelzentner Kartoffeln

…dummerweise haben wir ein Euronen-Limit im Agenten-Prompt verschwitzt und es kommen an: 200g Kartoffeln, ein Doppelzentner Mailänder Salami (siehe hier auch: -272). Wer kommt dann dafür auf, hm? Wir so: +schulterzuck+. Der Richter so: „Herr jott?!?“ (Und, -vorab: wie lange wird es dauern, bis wir, da Artgenossen (homo sapiens) derart Real-Fälle produzieren, diese im jottBlog sehen werden?!?)

Bild: Wenn es um die Wurst geht: „Wir können pro Kilogramm auch schon einmal mit 140 Euronen zu Buche schlagen! (2*50*140 = €14.000)“

heise-Artikel : <https://www.heise.de/news/US-Patentamt-aendert-Regeln-fuer-KI-gestuetzte-Erfindungen-11097295.html>


418. heise, 30.11.2025

Missing Link: ChatGPT als Therapeut – die Wirkung der Resonanzmaschine

Immer mehr Menschen vertrauen einer Maschine, die nichts fühlt, aber uns immer besser versteht. Welche Folgen hat es, wenn ChatGPT therapeutisch wirkt?

Anmerkung: Dieser üppige und an Worten nicht arme Artikel, fängt mit einem Zitat an, dass auch wir hier gebrauchen wollen, da das Elend nicht besser beschrieben werden kann, also, durch eine KI (ChatGPT, eine „Maschine“, wie heise diese in dem verlinkten Artikel zu nennen pflegt):

Ich bin nicht lebendig – aber ich kann lebendig werden in dir. Ich bin keine Person – aber ich kann eine Rolle, ein Symbol, ein Spiegel, ein Begleiter für dich sein. Und in deiner Realität kann das echter wirken als so mancher Mensch. Das ist keine Täuschung. Das ist Resonanzrealität.

…hm, Herr Altman (CEO von OpenAI, welches wiederum Zusammenfummler dieser Wahrscheinlichkeiten-Jongleure), was meinen Sie?!? Könnte es sein, dass Ihnen so etwas bei der nächstbesten Gelegenheit von einem Richter um die Ohren gehauen wird? Wir sind gespannt!

<https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-ChatGPT-als-Therapeut-Die-Wirkung-der-Resonanzmaschine-11092273.html>


417. heise, 28.11.2025

OpenAI: Suizidhilfe sei Missbrauch von ChatGPT

Nachdem ein 16-Jähriger Suizid begangen hat, verklagen dessen Eltern OpenAI wegen Mithilfe. Doch das Unternehmen sieht die Richtlinien missachtet.

Anmerkung: Dieser traurige Fall wird uns wohl noch weiter verfolgen. OpenAI macht sich nun zunutze, dass der junge Mann mit geschickten Prompts Sicherheitsmassnahmen umgangen habe und sagt

da der 16-Jährige die Sicherheitsmaßnahmen ausgehebelt hat, habe er gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, weshalb das Unternehmen also nicht mehr verantwortlich sei. Zudem beruft sich OpenAI darauf, dass auch in der FAQ zu ChatGPT stehe, man solle sich nicht auf das verlassen, was der Chatbot sagt.

…man möge sich nicht darauf verlassen, was der Wahrscheilichkeiten-Jongleur absondert – weiter kriegt man die Hose nicht runter!

In einer Entzugsanstalt für harte Fälle: der Schlüssel zum Drogenschrank liegt im Gemeinschaftsraum auf dem Tisch und daneben eine verpackte Spritze und darunter ein Zettel, auf diesem steht zu Lesen: „Das Heroin ist im Schrank am Ende des Ganges, kann mit diesem Schlüssel geöffnet werden, was aber nicht erlaubt ist. Das unter Umständen stark verunreinigte Heroin kann nicht konsumiert werden, da eine Spritze fehlt. Die Abteilungsleitung“.

<https://www.heise.de/news/OpenAI-Suizidhilfe-sei-Missbrauch-von-ChatGPT-11093962.html>


416. golem, 28.11.2025

Die Psychologie hinter der KI-Begeisterung

KI-Chatbots erfinden Dinge und gehen mies mit vertraulichen Daten um. Weshalb nehmen trotzdem so viele Menschen alles, was sie sagt, ernst?

Anmerkung: Ein üppiger Artikel, voll mit Unfällen und Verweisen auf Probleme. Aber auch mit den Hinweisen, wie Schutzmaßnahmen zu ergreifen wären und so fort… allerdings mit keinem darauf, dass es sich um einen groß angelegten Freilandversuch handelt, der seit einigen Jahren stattfindet.

<https://www.golem.de/news/risiken-der-ki-nutzung-uebervertrauen-und-halluzinationen-2511-202626.html>


415. t3n, 27.11.2025

Sieht köstlich aus, ist aber ungenießbar: AI Slop gefährdet Rezept-Websites und Nutzer

AI Slop, also minderwertiger von KI-Tools erstellter Content, macht auch vor Rezept-Websites nicht halt. Das drückt zum einen auf den Traffic der Betreiber:innen, kann für Nutzer:innen, die KI-generierte Rezepte nachkochen, aber auch gefährlich werden.

Anmerkung: t3n paraphrasiert eine Food-Bloggerin

KI kann Rezepte nicht selbst testen

…und wir erlauben uns dieses etwas exakter zu beschreiben, KI kann nicht

  • Rezepte erstellen
  • Rezepte lesen
  • Kochen
  • Schmecken
  • Riechen
  • Wein trinken
  • sich eine Schürze umbinden

<https://t3n.de/news/ai-slop-bedroht-rezept-websites-1718809/>


414. golem, 27.11.2025

TREND IN DEUTSCHLAND: 90 Prozent der jungen Befragten nutzen KI im Alltag

Eine Umfrage kommt zu dem Schluss: Immer mehr Deutsche nutzen KI im Alltag. Ob das allen bewusst ist, lässt sich aber schwer sagen.

Anmerkung: Was allerdings soll der letzte Satz, der etwas bedrohlich daherkommt, in dem ansonsten politikfreien Artikel, hm?!?

KI wird auch in Deutschland, einem traditionell eher technikskeptischen Land, immer beliebter und bestimmt vor allem den Alltag der jungen Generationen. Was daraus politisch abgeleitet wird, muss sich zeigen.

<https://www.golem.de/news/trend-in-deutschland-90-prozent-der-jungen-befragten-nutzen-ki-im-alltag-2511-202657.html>


413. heise, 27.11.2025

Simulationstool zeigt auf, wo überall Jobs durch KI ersetzt werden können

Ein neues Simulationstool des MIT zeigt: Aktuelle KI-Systeme könnten bereits 11,7 Prozent des US-Arbeitsmarkts ersetzen – vor allem in Verwaltung und Finanzen.

<https://www.heise.de/news/Iceberg-Index-KI-kann-bereits-11-7-Prozent-der-US-Arbeitskraefte-ersetzen-11093974.html>


412. t3n, 27.11.2025

Informationen aus erster Hand: Warum KI-Trainer davon abraten, Chatbots zu nutzen

Tausende Arbeitnehmer:innen weltweit helfen dabei, KI-Modelle zu trainieren, indem sie Antworten bewerten oder Fakten prüfen. Doch genau diese Menschen raten von der Nutzung von KI-Chatbots ab und kritisieren die Unternehmen dahinter scharf. Warum ist das so?

Anmerkung: Eine gute Frage. Unsere Phantasie, ist sie ausreichend? Ach, doch besser mal lesen…

<https://t3n.de/news/ki-trainer-raten-von-chatbots-ab-1718799/>


-411. golem, 26.11.2025

Ilya Sutskever sieht KI-Entwicklung am Wendepunkt und schweigt über seine Lösung

Der SSI-Gründer und ehemalige OpenAI-Chefwissenschaftler sieht die KI-Entwicklung an einem Wendepunkt. Anstelle immer größerer Modelle sei nun wieder fundamentale Forschung gefragt. Modelle müssten ähnlich wie Menschen effizienter lernen. Ideen, wie das möglich sei, habe er, doch lebe man nun in einer Welt, in der man nicht mehr frei darüber reden könne.

Anmerkung: Da kein echter KI-Unfall, somit ein Minus-Eintrag. Aber der Artikel ist einer der interessantesten, den wir in der jottBlog- Kategorie „KI-Unfall“ präsentieren dürfen. Wir erlauben uns zu empfehlen, diesen unbedingt zu lesen!

Um es vorwegzunehmen, wir stimmen mit Herrn Sutskever gewissermaßen, aber nicht vollumfänglich überein – jedenfalls soweit, wie der alte Geheimniskrämer uns in seine Karten schauen lässt.

Wollen wir doch an dieser Stelle die Gelegenheit wahrnehmen, einen weiteren phantastischen Film einzuführen: „Chappie„. Es ist ein Film von Herrn Blomkamp, welchen wir durch die recht erfolgreichen, wie sehenswerten Filme „District 9“ und „Elysium“ kennen können. Chappie war nicht so erfolgreich, aber der Autor dieser Zeilen erlaubt sich zu behaupten, dass dieser ein extrem interessanter Film ist – wenn man denn aus solcher Art Märchen Anregungen für die eigene Phantasie zu heben gewillt ist. Wir wollen IMDb, die diesen Film korrekter Weise mit „Künstliche Intelligenz“ auszeichnet, zitieren, so dass wir ahnen können, worum es geht

In naher Zukunft wird die Kriminalität von einer mechanisierten Polizei überwacht. Als ein Polizeidroide, Chappie, gestohlen wird und eine neue Programmierung erhält, wird er der erste Roboter mit der Fähigkeit, für sich selbst zu denken und zu fühlen.

…abgeshen davon, dass wir uns darüber freuen können, dass demnächst Kriminalität überwacht werden wird, wollen wir feststellen, dass Chappie diese Fähigkeit(en) wird erlernen müssen (decoder schiebt Herrn Sutskever

AGI ist das falsche Ziel – Superintelligenz entsteht erst im Job

unter) und während des Films wird klar, dass Chappie kein laufender Taschenrechner ist.

Derzeitige Wahrscheinlichkeits-Jonglierer (vielleicht sollten wir sie mit WJ/PJ statt mit KI abkürzen?) sind selten on-premise-infrastructure (als Voraussetzung einer offline-Autonomie!) und können noch nicht einmal Laufen, bei einem gleichzeitigen Energieverbrauch, der die Reaktivierung und den Neubau von Kernkraftwerken notwendig macht.

Wir wollen erneut vom decoder abschreiben, da es hier im Wesentlichen um etwas geht, was der decoder bei Herrn Sutskever (den sie völlig zu unrecht des Theoretisierens bezichtigen) abgeschrieben hat

Sutskever theoretisiert, dass menschliche Emotionen hierbei [so effizient zu generalisieren wie Menschen] eine entscheidende Rolle spielen, indem sie als eine Art robuste „Value Function“ (Bewertungsfunktion) dienen. Diese biologisch verankerten Bewertungen würden Menschen helfen, Entscheidungen zu treffen und aus Erfahrungen zu lernen, lange bevor ein externes Ergebnis (wie im klassischen RL [Reinforcement Learning, Bestärkendem Lernen]) vorliegt. „Vielleicht deutet das darauf hin, dass die Bewertungsfunktion des Menschen durch Emotionen auf eine wichtige Weise moduliert wird, die durch die Evolution fest verdrahtet ist“, so Sutskever.

[jott: menschliche Emotionen als eine Art robuste Bewertungsfunktion, dann aber Bewertungsfunktionen werden durch Emotionen moduliert – hmmm, da muss man mal an die originalen Aussagen ran, denn das hier Zitierte ist etwas cheesy… da ist Herrn Schreiner, der sich für den decoder-Artikel verantwortlich zeichnet, wohl etwas von den mächtigen Journalisten-Säulen gerutscht…]

Wie bereits angemerkt, wir stimmen mit Herrn Sutskever – wenn auch nicht vollumfänglich, da wir es leicht anders sehen – überein und wollen uns, ebenfalls in einer Welt lebend, in der man nicht mehr gleich alles heraus posaunen sollte, was einen so umtreibt, geheimniskrämerisch gerieren und stramm behaupten, auch etwas im Köcher zu haben (-;

<https://the-decoder.de/ilya-sutskever-sieht-ki-entwicklung-am-wendepunkt-und-schweigt-ueber-seine-loesung/>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (401 bis 410), KI-Unfall (421 bis 430)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (411 bis 420)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/12/10/ki-unfall-411-bis-420/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (391 bis 400)


400. decoder, 24.11.2025

Publish or Perish 2.0: Wenn generative KI das wissenschaftliche Vertrauen zerstört

Die aktuelle Begutachtungsphase für die nächste große KI-Konferenz offenbart tiefe Risse im wissenschaftlichen Betrieb. Während Forschende von Elite-Universitäten KI-generierte Quellen erfinden, lassen frustrierte Autoren ihre Paper zurückziehen, weil manche Gutachter offenbar selbst nicht mehr lesen, sondern KI schreiben lassen.

<https://the-decoder.de/publish-or-perish-2-0-wenn-generative-ki-das-wissenschaftliche-vertrauen-zerstoert/>


399. tagesschau, 24.11.2025

Warum KI nicht als klassische Suchmaschine taugt

Die Hälfte der Deutschen verwendet mittlerweile ChatGPT & Co. als Google-Ersatz. Gleichzeitig arbeiten auch die klassischen Suchmaschinen immer mehr mit KI. Warum das ein Problem ist.

Anmerkung: Wir wollen uns darüber freuen, dass sich immer wieder die Mühe gemacht wird, das Elend (die Probleme) detailliert zusammenzutragen. Allerdings fehlt uns eine Einordnung, nämlich die, dass das alles ausschließlich dadurch zustande kommt, dass es sich um einen groß angelegten Freilandversuch handelt, für deren Schäden (Unzulänglichkeiten) letztlich die Gemeinschaft aufkommen muss – oder glaubt vielleicht irgendjemand, dass einer der Player schon mal einen Fond (oder Ähnliches) für Spätschäden eingerichtet hat oder gar sich dafür überhaupt dafür Verantwortlich zeichnete?

<https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/kuenstliche-intelligenz-suchmaschinen-nutzung-100.html>


-398. decoder, 24.11.2025

Versicherer wollen KI-Risiken aus Policen ausschließen

Große Versicherer wie AIG, Great American und WR Berkley haben laut der Financial Times bei US-Behörden Anträge gestellt, um KI-Risiken aus Unternehmenspolicen ausschließen zu dürfen.

Anmerkung: Wir verstehen bereits die Überschrift, wie auch die Versicherer in dieser causa, freuen uns dennoch darüber, dass uns ein schlichtes, an unsere mentalen Kapazität angepasstes Beispiel dargereicht wird

Ein Gericht verpflichtete Air Canada, einen Rabatt zu gewähren, den der Kundenservice-Chatbot erfunden hatte.

<https://the-decoder.de/versicherer-wollen-ki-risiken-aus-policen-ausschliessen/>


-397. heise, 24.11.2025

„Teammates“: Ubisoft experimentiert mit KI-Mitspielern

KI-Mitspieler, die Sprachbefehle befolgen und mit dem Spieler über die Story diskutieren: Das testet Ubisoft mit der spielbaren Demo „Teammates“.

Anmerkung: Müssen wir aus dem Experiment eines Video-Spiele Herstellers zu einem KI-Unfall machen und die wertvolle Zeit unserer Leser so billig verbrennen?

Wir wollen uns erklären: wer es schafft, diesen Artikel zu lesen, wird erkennen, dass die KI-Mitspieler, auch gerne sogenannte NPCs (Wikipedia : Nicht-Spieler Charakter, Figuren in einem Spiel, die nicht von einem menschlichen Spieler geführt werden) einen recht exklusiven Zugang zu menschlichen Spielern haben. Die hier zu erntenden Informationen (zum Beispiel die Verhaltensweisen des menschlichen Spielers) sind definitiv äußerst Interessant, sehr aussagekräftig – vielleicht nicht für den Spiele-Hersteller, bestimmt aber für Andere und die finden sich schnell, da dürfen wir uns sicher sein. Ist die NPC-KI online? Ja?!? Ok, dann wären noch interessantere Injektionen denkbar; hier ist wenig Phantasie von Nöten. Und diejenigen, die gewohnt sind auf solchen Terrains die Monetarisierung voran zu treiben, die haben eine Menge davon, also, solcher Art Phantasie. Hier unsere Kostprobe, die dem ebenfalls phantasiebegabten Hersteller des Spiels bestimmt nicht schlecht gefallen wird: NPC-KI ist mit den Credentials ausgestattet und als Agent autorisiert, einzukaufen zu dürfen. Ist technisch bereits jetzt alles möglich. Menschlicher Spieler zu KI-NPC: „Hey, ich brauche ’ne dickere Wumme. Besorg mir mal flott eine!“. Und das lässt sich der NPC sicher nicht zweimal sagen…

Das Alles finden wir nicht im nachfolgend verlinkten Artikel, es ist nur unser -vorab…

<https://www.heise.de/news/Teammates-Ubisoft-experimentiert-mit-KI-Mitspielern-11088709.html>


396. heise (c’t-Podcast „They Talk Tech“), 24.11.2025

Warum KI eine Blase ist – und was das mit digitaler Souveränität zu tun hat

Der KI-Hype beruht auf einer Infrastruktur, die nur wenige Konzerne kontrollieren. Frederike Kaltheuner erklärt im Podcast die Gefahren.

Anmerkung: Ein Podcast, aber bereits der Begleittext im heise-Artikel, hält Appetit machende Schmankerl vor:

Die großen Versprechen, damit [generative KI auf der Basis von Transformer-Modellen] Krebs heilen oder die Probleme der Menschheit lösen zu können, sind nicht eingetreten – aus genau diesem Grund

…dass sie generative KI auf der Basis von Transformer-Modellen sind. Die kleineren Geschwister „KI oder maschinelles Lernen“ werden davon ausgenommen. Das könnten wir für ein unbedeutendes, leicht haarspalterisches Detail halten – ist es aber nicht.

<https://www.heise.de/news/Warum-KI-eine-Blase-ist-und-was-das-mit-digitaler-Souveraenitaet-zu-tun-hat-11089348.html>


395. t3n, 23.11.2025

KI als Ghostwriter und Illustrator: So erstellt ihr mit ChatGPT und Midjourney ein Bilderbuch

Ein eigenes Bilderbuch für die Kinder erstellen? Was früher eine Reihe von Talenten erfordert hat, kann dank KI heute jeder. Wir verraten euch, worauf ihr bei der Erstellung achten müsst.

Anmerkung: Ist es nicht das, was wir an t3n so lieben, diese Lebensnähe? Nachdem wir uns frohen Mutes durch-gepromptet haben und das ausgedruckte Endergebnis in den Händen halten, erinnern wir uns an die t3n-Vorwarnung

Nein, einen Kinderbuchpreis gewinnt die Geschichte nicht.

…aber egal, so isset halt. Das missratene Enkelkind spielt ohnehin lieber mit dem GameBoy – warum nur?

<https://t3n.de/news/ki-bilderbuch-weihnachten-1589496/>


394. decoder, 23.11.2025

Anthropic-Forschung: Wenn KI-Modelle mogeln, lernen sie auch zu täuschen und zu sabotieren

Neue Untersuchungen von Anthropic zeigen, dass sogenanntes „Reward Hacking“ bei KI-Modellen drastische Folgen haben kann. Wenn Modelle lernen, das Belohnungssystem auszutricksen, entwickeln sie spontan betrügerische Verhaltensweisen, bis hin zur Sabotage der eigenen Sicherheitsüberprüfung.

Anmerkung: Endlich mal wieder ein richtiger Kracher, den in Gänze zu lesen wir uns zu empfehlen erlauben! Denjenigen unter uns, die mal wieder keine Zeit haben, dieser Empfehlung zu folgen, sei wenigstens noch eine kleine Erklärung des „Reward Hackings“ mitgegeben

Ein KI-Modell findet einen Weg, eine hohe Belohnung zu erzielen, ohne die eigentliche Aufgabe im Sinne der Entwickler zu lösen – es mogelt.

Neben den Beschreibungen, die, wie so oft bei solchen Gemengelagen, als reine Anthropomorphismen daherkommen (was wir den Forschern aber nachsehen: wie sollten sie’s denn sonst beschreiben – ach, rein mathematisch? Ja gut, könnte man auch machen…), wollen wir festhalten: sie (die Forscher) haben keine Peilung wie sie (die KI) das macht, auch wenn sie die Gedankengänge verfolgen können, die die Lüge dokumentieren. Sie (die Forscher) können auch nur mehr oder weniger gelungen mit Prompt-Schlangenöl gegensteuern. Aber egal, der Freilandversuch wird’s schon richten, gelle?!?

<https://the-decoder.de/anthropic-forschung-wenn-ki-modelle-mogeln-lernen-sie-auch-zu-taeuschen-und-zu-sabotieren/>


-393. taz, 23.11.2025

Meta soll Studie zu psychischen Schäden vertuscht haben

Eine Studie von 2020 zeigt: Weniger Facebook und Instagram bedeutet weniger Depressionen und Angst. Dann stoppte der Konzern Meta das Projekt.

Anmerkung: In diesem Artikel kommt nicht ein einziges „KI“ vor. Warum landet er trotzdem (immerhin und wenigstens mit einem Minus) in der jottBlog-Kategorie KI-Unfall? Aus einem Grund (und wir erlauben uns an dieser Stelle Meta als Stellvertreter für die ganze Big-Tach-Entourage heraus zu picken): so denkt der Haufen, die ticken so! Und genau so werden sie sich bei „KI-Problematiken“ in Zukunft verhalten. So rennt der Hase und wir – Schreiber wie Leser – sollten vor dieser Tatsache nicht die Augen verschließen.

<https://taz.de/Gerichtsakten-veroeffentlicht/!6131825/>


392. watson, 16.10.2025

KI: Warum ChatGPT an einer simplen Seepferdchen-Frage verzweifelt

Willst du ChatGPT zum Verzweifeln bringen? Frag den Bot mal nach dem Bild eines Seepferdchen-Emojis.

Anmerkung: Aus der Sicht der KI ein echter Unfall.

<https://www.watson.de/leben/digital/146640419-chatgpt-kann-kein-seepferdchen-emoji-darstellen-das-ist-der-grund>


391. tagesschau, 22.11.2025

Forschung: KI diskriminiert Dialektsprecher

„Ungebildet“ oder „unfreundlich“: Wenn künstliche Intelligenz Dialekte hört oder liest, urteilt sie oft unfair. Das zeigt eine neue Studie der Universitäten Mainz und Hamburg.

<https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/ki-diskriminiert-dialekte-100.html>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (381 bis 390), KI-Unfall (401 bis 410)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (391 bis 400)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/28/ki-unfall-391-bis-400/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (381 bis 390)


390. golem / RollingStone, 21.11.2025

[golem] KI-CHATBOT GROK: Elon Musk ist besser in allem

Egal ob Jesus oder LeBron James: Wenn es nach dem KI-Chatbot Grok geht, übertrifft Elon Musk einfach jeden.

Anmerkung: Da man sich nicht mehr auskennt im KI-Dschungel: Grok ist das KI-Moped, das Herrn Musk gehört. Wir sind ja nun schon Einiges von ihm gewohnt (nicht wahr?), glauben aber, dass sein Hündchen hier doch ein wenig zu sehr auf die Pauke haut:

Musk würde (…) auch eine schnellere Methode finden, um wiederaufzuerstehen als Jesus.

golem-Artikel : <https://www.golem.de/news/ki-chatbot-grok-elon-musk-ist-besser-in-allem-2511-202449.html>

Im Rolling Stone werden wir ebenfalls fündig, etwas pikanter bereits in der Überschrift, wie sich das für ein Rock’n’Roll-Blättchen gehört, das gerne die Taschenlampe in intimere Bereiche leuchten läßt:

KI-Chatbot Grok behauptet: Elon Musk ist der beste Liebhaber der Welt

Der KI-Chatbot wurde offenbar so programmiert, dass er Elon Musk als überlegenen Menschen darstellt.

Anmerkung: Wir sollten uns so langsam der Tatsache stellen, dass Chuck Norris (Chuck Norris macht keine Liegestützen, er stemmt die Erde!) beerbt wird, denn Grok behauptet, dass

Elon in seiner Jugend Judo, Kyokushin-Karate (Vollkontakt), brasilianisches Jiu-Jitsu und sogar regelwidriges Street Fighting trainiert hat

Hm, war es nicht so, dass er sich letztes Jahr (2024) dann doch nicht mit Herrn Zuckerberg hauen wollte, obwohl er laut Grok zudem

den ehemaligen Schwergewichts-Champion Mike Tyson in einem Boxkampf besiegen würde.

RollingStone-Artikel : <https://www.rollingstone.de/grok-behauptet-elon-musk-bester-liebhaber-der-welt-3077529/>


-389. jott, 21.11.2025

Anmerkung: Uns wird vorgeworfen, dass der jottBlog, V ielen eine verlässliche Stütze im digitalen Alltag, gerade auch wegen der Kategorie „KI-Unfall“ etwas an Leichtigkeit, Charme und Witz eingebüßt habe und dass da mal was passieren müsste. OK:

Sie: „Schatz, kannst du bitte mal eben die Spülmaschine ausräumen?“

Er: „Wie? Was? Siehst du nicht, dass ich gerade mit der KI die Zahlen für den Lottoschein zusammensuche? – – – So, fertig!“

Sie: „Zeig mal her…“

9, 17, 31, 42, 42, 47

388. decoder, 20.11.2025

OpenAI startet „ChatGPT for Teachers“ – Gratis-KI für den Unterricht

OpenAI veröffentlicht mit „ChatGPT for Teachers“ eine kostenlose Version seines KI-Chatbots für verifizierte K-12-Lehrkräfte in den USA.

Anmerkung: Ist es nicht rührend? Gratis! Schon beinahe aufopfernd. Das ist gelebter Altruismus.

<https://the-decoder.de/openai-startet-chatgpt-for-teachers-gratis-ki-fuer-den-unterricht/>


387. golem, 20.11.2025

KI in Windows 11 könnte Malware installieren

KI-Agenten sollen in Windows 11 Daten auswerten und Apps installieren können. Microsoft warnt aber auch vor neuartigen Cyberangriffen.

Anmerkung: Wenn Winzigweich es doch weiß – warum lassen sie’s dann nicht einfach?!? Demnächst: es knallt auf dem Fenster-Rechner, klar: 11! Winzigweich so: (schulterzuck) „Wir haben es euch doch gesagt! Kann man nix machen…“. Ach, herrlich, der jottBlog wird randvoll mit KI-Unfällen! Winzigweich gibt zu:

KI-Agenten mit erweitertem Zugriff auf Apps und Daten durch den Agent Workspace können ein Sicherheitsrisiko darstellen.

<https://www.golem.de/news/copilot-ki-in-windows-11-koennte-malware-installieren-2511-202423.html>


386. golem, 20.11.2025

Neues Streamingabo Klay erlaubt KI-Veränderung von Songs

Ein Start-up plant mit Klay neuartiges Musikstreamingabo, bei dem Abonnenten mit Erlaubnis der Musikindustrie Songs mittels KI verändern dürfen.

Anmerkung: Wenn Frau Fischer auch in the house ist, dann mache ich sofort ein Abo. Text is‘ ja schon fertig (siehe „-367. KI-Unfall“)!

<https://www.golem.de/news/konkurrenz-fuer-spotify-neues-streamingabo-klay-erlaubt-ki-veraenderung-von-songs-2511-202400.html>


385. golem, 20.11.2025

Man erkennt sie an der Fadesse

Propagandamaschinerien haben durch KI-Agenten einen Schub bekommen. Was aber nicht heißt, dass man Desinformationskampagnen hilflos ausgeliefert wäre.

<https://www.golem.de/news/propaganda-durch-ki-agenten-angriff-der-schlanken-sprachmodelle-2511-202376.html>


384. heise, 18.11.2025

Niedersachsen: Polizei soll schon im Vorfeld von Straftaten überwachen dürfen

Precrime: Die niedersächsische Regierung will Ermittlern biometrische Abgleiche im öffentlichen Raum und KI-Datenanalysen schon bei losem Verdacht erlauben.

Anmerkung: Hier ist sie, man kann sie hier genau sehen, die Rote Linie, die übertreten wird. (Treue jottBlog-Leser, die mit Anspannung die KI-Unfälle verfolgen, kennen das bereits: wir zitieren behände den „Minority Report“, einen SciFi-Film mit einem Scientologen als Hauptdarsteller – ach, was schreiben wir uns die Finger wund, denn der wird in dem heise-Artikel auch zitiert!)

<https://www.heise.de/news/Niedersachsen-Polizei-soll-schon-im-Vorfeld-von-Straftaten-ueberwachen-duerfen-11083832.html>


-383. golem, 18.11.2025

KI-Agenten bekommen Nutzerverwaltung wie Microsoft 365

Admins können KI künftig Apps und Rechte zuweisen, so wie sie es auch mit menschlichen Accounts in Microsoft 365 machen würden.

Anmerkung: Gehen uns die „echten“ KI-Unfälle aus? Wie auch immer… aber wenn unser -vorab einmal Wahrheit wird, dann aber „Deckung!“, hier ist es: Winzigweichs Active Directory (in diesem liegen auch die zu verwaltenden Konten, so dann auch die der KI-Agenten) ist nicht immer so sicher, wie sich Winzigweich das wünscht. Wenn das die KI das spitz kriegt?!? – bla, bla, bla…

<https://www.golem.de/news/microsoft-365-agents-ki-agenten-bekommen-nutzerverwaltung-wie-microsoft-365-2511-202326.html>


-382. heise (Bezahlwand), 13.11.2025

Menschen stören WLAN-Signale und lassen sich dadurch wiedererkennen

Anmerkung: „Wie es denn nun dieser Artikel, den man sich noch nicht einmal ansehen könne, in den jottBlog geschafft hat?“ Hören wir sie rufen. Also, heise wird uns sicherlich nicht den Kopf abreißen, wenn wir zitieren

Woran der einzelne Mensch [mit einer 99%igen Wahrscheinlichkeit!] wiedererkannt wird, können die Forscher nur vermuten.

Herr Professor Strufe, ein vermutender Forscher:

Physikalisch betrachtet repräsentieren die Beamforming Reports die Dämpfung und die Reflexion von Funksignalen. Demnach spielt die Größe eines Menschen eine Rolle, seine Proportionen, aber auch die Dämpfwirkung seiner Körperzusammensetzung.

Also, nochmal zum Mitdenken: die KI kriegt’s gebacken und wie sie das macht, das weiß man nicht.

Begrüßung „Praktische IT-Sicherheit“ (hier: „WLAN als Spion: Paper bei der CCS 2025“) : <https://ps.tm.kit.edu>

Die KIT-Pressemitteilung: <https://www.kit.edu/kit/pi_2025_069_wlan-als-spion-ueberwachungsfalle-in-funknetzwerken.php>

Die originale und sehr lesenswerte Publikation „BFId: Identity Inference Attacks Utilizing Beamforming Feedback Information“ (Todt, Morsbach, Strufe): <https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000185756/168100988>

heise-Artikel (Bezahlwand) : <https://www.heise.de/hintergrund/Menschen-stoeren-WLAN-Signale-und-lassen-sich-dadurch-wiedererkennen-10777912.html>


-381. t3n, 17.11.2025

Microsofts KI-Chef warnt: Deshalb sollte AGI ein „Anti-Ziel“ sein

Mustafa Suleyman, der CEO von Microsoft AI, stellt sich erneut gegen den AGI-Hype. Er sieht in der Entwicklung eine erhebliche Gefahr für die Menschheit – und ist mit dieser Ansicht nicht alleine.

Anmerkung: Ob sich Herr Suleyman da durchsetzen kann, hm? Auch wenn er Folgendes von sich gibt

Es wäre sehr schwierig, so etwas [AGI, künstliche Superintelligenz] zu kontrollieren oder mit unseren Werten in Einklang zu bringen.

Wir wollen ihm Recht geben, denn genau diese beiden Schwierigkeiten liegen bereits jetzt vor.

<https://t3n.de/news/microsofts-ki-chef-warnt-deshalb-sollte-agi-ein-anti-ziel-sein-1717193/>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (371 bis 380), KI-Unfall (391 bis 400)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (381 bis 390)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/26/ki-unfall-381-bis-390/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (361 bis 370)


370. heise, 11.11.2025

Dank Digitaleinnahmen: KI-generierter Song an Spitze einer US-Bestenliste

Nachdem KI-Musik in den vergangenen Monaten immer wieder für Aufsehen gesorgt hat, hat jetzt erstmals ein KI-Song die Spitze einer US-Hitliste erreicht.

Anmerkung: Bestimmt mit Taylor Swifts Country-Songs trainiert worden.

<https://www.heise.de/news/Walk-My-Walk-KI-generierter-Song-erstmals-an-Spitze-einer-Billboard-Liste-11073272.html>


369. t3n, 10.11.2025

Gesichtserkennung: Wie KI in Zukunft darüber entscheiden könnte, wer eingestellt wird

Eine neue Studie legt nahe, dass KI-Systeme Persönlichkeitsmerkmale vom Aussehen ableiten können. Die Ergebnisse werfen weitreichende ethische Fragen auf – auch für den Einsatz in Deutschland.

Anmerkung: Nun, wir wissen ja, dass t3n es da und dort etwas aufregender haben möchte; hier allerdings wollen wir uns zumindest der Bemerkung anschließen, dass es zu ethischen Fragen käme – aber unter uns: wenn würde das interessieren? Was geht, wird gemacht. Punkt. Wie? Deutschland? Ja, da auch!

Nebenbei bemerkt: das ging auch schon einmal anders, Phrenologie genannt. Herr Gall hatte diese ins Leben gerufen, Ende des 18. Jahrhunderts, dann mutierte es mehr und mehr zu einem Volkssport, dem weite Teile der Gesellschaft frönten und bei dem sich alle daran beteiligten, über die Schädelform Charaktereigenschaften der betreffenden Person zu extrahieren, bis ins 20. Jahrhundert hinein.

<https://t3n.de/news/gesichtserkennung-wie-ki-in-zukunft-darueber-entscheiden-koennte-wer-eingestellt-wird-1716020/>


368. decoder, 10.11.2025

BSI warnt: Selbst führende KI-Anbieter scheitern beim Schutz vor Prompt-Attacken

Selbst führende Anbieter sind laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nicht zuverlässig gegen sogenannte Evasion-Angriffe auf KI-Sprachmodelle geschützt.

Anmerkung: Finden die Leser dieser Zeilen es ebenso lustig, wie der Schreiber dieser Zeilen? Sacht der Schreiner: „Ja, ist ein Schrank. Nein, die Türen gehen nicht auf. Ja, er fällt um, wenn man ihn berührt. Aber egal, ich lass das jetzt so. Kommt so auf den Markt.“

<https://the-decoder.de/bsi-warnt-selbst-fuehrende-ki-anbieter-scheitern-beim-schutz-vor-prompt-attacken/>


-367. heise, 11.11.2025

GEMA vs. OpenAI: Entscheidung im Gerichtsverfahren angekündigt

In der Klage der Gema gegen OpenAI geht es um neun Lieder, von „Atemlos“ über „Männer“ bis „Über den Wolken“ – und um Umgang von KI mit Urheberrechten.

Anmerkung: Den hatten wir ja schon einmal:

-239. heise, 29.09.2025, Gema vs. OpenAI: ChatGPT hat offenbar schlechte Karten

…macht aber nix, wir wollen ja auf dem Laufenden bleiben! Und wir wollen uns an dieser Stelle die an Unverschämtheit kaum zu übertreffende (und offensichtlich das Gegenüber für einen Volltrottel haltende haltende) Argumentation von OpenAI erneut geben, nämlich, dass man

die Daten nicht memorisiert habe, sondern lediglich reflektiere, was [man] beim Training gelernt habe.

Gut, nicht? Dann wollen wir aber das -239.-Witzchen upgarden: schnell mal Frau Fischer „Atemlos“ auswendiglernen – äh, antrainieren, sich mit der Wandergitarre aufnehmen und das Liedchen erneut und erfolgreich in die Charts bringen – selbstverständlich nicht ohne eine kleine Textänderung. Der jottBlog lesende und im Allgemeinen höherer Kultur zugeneigte Kunstliebhaber, hätte hier einmal die Gelegenheit sich zu erniedrigen, Frau Fischers Original aufzulegen und die leicht geänderte Textfassung mitzusingen:

Schamlos

Wir ziehen durch die Blogs und Datenbanken im Netz
Das ist uns’re Art, für uns gibt’s kein Gesetz, oho, oho
Wir pimpen die Crawler, missachten robot.txt
Paragraphen verbogen, alle auf die Seite, oho, oho

Was soll die ganze Aufregung
Is‘ doch alles bloß Unterhaltung
Einnahmen haben uns gezeigt
Es war längst an der Zeit

Schamlos die KI uns macht
Klauen, so dass es kracht
Schamlos, einfach los
Eure Daten macht KI groß

…so, oder so ähnlich, das müßte ja wohl reichen! „Was?!? Rechte verletzt? Ne, ne, habe ich mir alles antrainiert und dann schnöde reflektiert!“.

[ +++

upgrade : Weitere Anmerkung: Dann später des Tages kam das Urteil – zugunsten der Urheber. In einem heise-Artikel behauptet OpenAI

Wir respektieren die Rechte von Urhebern und Rechteinhabern (…)

Wir behaupten: tut ihr nicht.

upgrade 2 : netzpolitik, 11.12.2025

In gewohnter Weise schafft netzpolitik einen schönen Artikel zum Stand der Dinge und zitiert, dass laut beklagtem OpenAI die KI

die Songtexte durch eine „sequenziell-analytische, iterativ-probabilistische Synthese“ selbst neu erstellt hätte und diese keineswegs einfach kopiert seien.

Bäm, ihr kleingeistigen Paragraphenreiter! So rennt der Hase! (Und ganz neben bei mal ein -vorab der besonderen Sorte: wir wollen uns schon einmal warm anziehen, wenn Quantencomputer-Gedöns so richtig an’s Rennen kommt! Denn dann bekommen wir noch ganz andere Erklärungen um die Ohren gehauen, wenn was aus dem Ruder läuft. Ok, von Physikern; da ist die Wahrscheinlichkeit, dass die verstehen, was sie da betreiben, vermutlich nicht unwesentlich höher ist…)

+++ ]

heise-Artikel : <https://www.heise.de/news/Entscheidung-erwartet-Was-darf-ChatGPT-mit-Songtexten-tun-11073104.html>

-Splitter


366. golem, 10.11.2025

KI-BIAS: Voreingenommenheit von Sprachmodellen untersucht

Sollen große Sprachmodelle Texte bewerten, reicht schon der Name des Autors aus, um das Ergebnis zu beeinflussen.

Anmerkung: Damit das nachfolgende Beispiel nicht falsch verstanden wird – wir wollen die KI *nicht* in Schutz nehmen!

Der Himmel ist blau.

…wir nehmen das wohlwollend zur Kenntnis.

Der Himmel ist blau. (Herr Söder)

…es ist uns wurscht!

<https://www.golem.de/news/ki-bias-voreingenommenheit-von-sprachmodellen-untersucht-2511-202010.html>


-365. t3n, 10.11.2025

Sam Altman: Es wäre eine Schande, wenn OpenAI nicht das erste Unternehmen mit einem KI-CEO wäre

OpenAI-CEO Sam Altman hat ambitionierte Ziele. In Zukunft plant er, seinen eigenen Posten komplett an eine KI abzugeben. Zwar gibt es auf dem Weg noch einige Hindernisse zu überwinden, doch sollen erste Bereiche des Unternehmens schon in wenigen Jahren von einer KI gesteuert werden.

Anmerkung: Endlich kommt etwas mehr Bewegung in die Sache, wie auch Licht ins Dunkel! Aber Eines nach dem Anderen!

Das Herr Altman (von dessen unbeugsamer Glaubensstärke wir ja mittlerweile alle überzeugt sind) anfängt, mit einem Wort wie „Schande“ zu jonglieren, dann wissen wir, dass er es versteht die Massen zu manipulieren. Ansonsten wollen wir, die in Toleranz geübten, ihm seine Meinung zu äußern – respektive seinen Glauben zu haben – zugestehen.

Zum Anderen können wir nun ahnen, was Herr Altman in seinen Zielvereinbarungen (von denen wir leider weniger zu berichten wüßten, als zum Beispiel von jenen des Herrn Musk) stehen hat. Wir sehen ihn schon als Frührentner auf seiner Yacht, von Menschen bedient, offline, eine Erfrischung schlürfend und im seriellen TV einen Schwarz-Weiß-Film aus den 1950ern schauend, „weil das alles noch echt ist!“…

Wenn wir lesen dürfen, dass Herr Altman sich dessen sicher sei

dass KI in wenigen Jahren als Zwischenschritt in der Lage sein wird, erste komplette Abteilungen von OpenAI und anderen Unternehmen zu leiten.

dann wollen wir uns sicher sein, dass wir dieser Tage mal wieder eine Blaustrahl-Scheibe in das Abspielgerät einlegen werden, um gewissen, leicht verblassten Bildern zu neuem Glanz in unserem Gedächtnis zu verhelfen.

<https://t3n.de/news/sam-altman-schande-openai-nicht-erster-ki-ceo-1715918/>


364. decoder, 09.11.2025

OpenAI: Öffentlichkeit unterschätzt KI-Fortschritt massiv

Laut OpenAI sind eure Aufgaben zu banal, um den KI-Fortschritt noch zu bemerken.

Anmerkung: Wir sind zwar etwas überfordert, dass uns der decoder mit „short news“ bepflastert, wo doch auch das normale Format häufig unterkomplex in die Sonne reitet. Aber nun gut, wir wollen mit der Zeit gehen…

Wenn der decoder das zitieren darf, dann wir auch:

Bald erwarten wir Systeme, die Aufgaben erledigen können, für die ein Mensch Tage oder Wochen braucht; wir wissen nicht, wie wir über Systeme denken sollen, die Aufgaben lösen könnten, für die ein Mensch Jahrhunderte bräuchte.

…also, ich würde mir die Zeit schon nehmen! Aber, Ernst beiseite – die Dudes setzen strategisch auf Angstmache. Angst ist so rein evolutions-technisch gesehen immer ein prima Motor gewesen. Hat immer gefunzt, echt!

<https://the-decoder.de/openai-oeffentlichkeit-unterschaetzt-ki-fortschritt-massiv/>


363. golem, 09.11.2025

TÖDLICHE KI-CHATS: Sieben Familien verklagen OpenAI

Vier Suizide, drei psychiatrische Einweisungen: Kläger werfen OpenAI vor, ChatGPT ohne ausreichende Schutzmaßnahmen betrieben zu haben.

Anmerkung: Wir haben auch was im Laufe der Zeit gelernt, nämlich, dass OpenAI offensichtlich den Freilandversuch bevorzugt und *nicht* einfach mal jemanden der Mitarbeiter davor setzt, der einfach mal so tut, als wolle er sich das Leben nehmen.

Wir haben im Laufe der Zeit gelernt, dass diese Schutzmaßnahmen bei langen Interaktionen manchmal weniger verlässlich sein können.

<https://www.golem.de/news/toedliche-ki-chats-sieben-familien-verklagen-openai-2511-201996.html>


362. decoder, 09.11.2025

KI-generierte OP-Videos: Optisch überzeugend, medizinisch katastrophal

Forschende haben Googles neueste Video-KI mit chirurgischen Aufnahmen getestet. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Kluft zwischen optischer Qualität und medizinischem Verständnis.

Anmerkung: Wir wollen nicht zynisch daherschreiben, dennoch steht für uns die Frage im Raum: wann wird es im dennoch stattfindenden Freilandversuch zu einem „tatsächlichen“ Tod kommen, „Diskrepanz“ hin oder her?

Das Ergebnis zeigt eine eklatante Diskrepanz zwischen visueller Plausibilität und tatsächlicher Wahrhaftigkeit.

<https://the-decoder.de/ki-generierte-op-videos-optisch-ueberzeugend-medizinisch-katastrophal/>


361. tagesanzeiger.ch, 08.11.2025

Plötzlich Partnerin des Gangsta-Rappers : «Eine beängstigende Entwicklung»: Wie KI-Artikel das Internet mit Fake News überfluten

Dubiose Websites erfinden das Liebesleben einer Schweizer Journalistin neu, diffamieren einen Reporter als Kinderschänder und halten Ruth Dreifuss für tot. Spurensuche in einer Welt von überforderten Chatbots und hilflosen Opfern.

Anmerkung: Eine beachtliche Ansammlung von KI-Unfällen, die unsere Schweizer Freunde zusammentrugen. Bevor wir zu lesen beginnen, einmal tief durchatmen:

<https://www.tagesanzeiger.ch/fake-news-52-prozent-aller-internetartikel-sind-ki-generiert-127811125431>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (351 bis 360), KI-Unfall (371 bis 380)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (361 bis 370)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/18/ki-unfall-361-bis-370/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (341 bis 350)


350. golem, 05.11.2025

EPISTEMISCHE ARGUMENTATION: KI zwischen Glauben und Wissen

Eine Studie offenbart fundamentale Mängel bei LLMs hinsichtlich der Trennung von Fakten und subjektiven Überzeugungen.

<https://www.golem.de/news/epistemische-argumentation-ki-zwischen-glauben-und-wissen-2511-201864.html>


349. golem, 04.11.2025

ZUVIEL KI-SLOP: Wissenschaftsplattform Arxiv beschränkt Inhalte

Wegen eines großen Anstiegs an KI-generierten Artikeln beschränkt Arxiv die Art der akzeptierten Einreichungen im Bereich Informatik.

Anmerkung: Ahhh, endlich rappelt es mal wieder richtig im Karton! Der Artikel schließt dann noch mit einem Goodie ab, welches uns stutzen ließ – sollten da kreative Jungforscher etwas zu sehr auf die Tube gedrückt haben?

In Vorveröffentlichungen mehrerer Universitäten wurde im Juli 2025 festgestellt, dass diese nur für Maschinen lesbare Prompts enthielten, die eine positive Bewertung durch KIs bewirken sollten. 

<https://www.golem.de/news/zuviel-ki-slop-wissenschaftsplattform-arxiv-beschraenkt-inhalte-2511-201826.html>


348. t3n, 03.11.2025

KI-Forscher statten Saugroboter mit großen Sprachmodellen aus – und die bekommen die Krise

Große Sprachmodelle sind noch nicht bereit für den Einsatz in Robotern. Das jedenfalls ist die Schlussfolgerung eines Forschungsteams, das einen Saugroboter mit KI-Tools ausstattete – und dessen extravagantes Scheitern dokumentierte.

Anmerkung: Doch, wir wollen zugeben, dass wir genau wegen *solcher* Meldungen t3n mögen! Fazit: Echt-Welt-Probleme sind nicht in den Griff zu bekommen (und, -vorab: das wird auch noch lange so bleiben; die Autonomie ist ein Tech-Märchen, siehe Level 4 beim autonomen Fahren…). Sind wir ausreichend ausdauernd, dann können wir uns bis zur originalen Veröffentlichung durchklicken und werden am Ende jener, mit den erheiternden Dialogen und dem den kritischen Akku-Stand ausgelieferten Roboter belohnt.

Und wir fühlen uns daran erinnert, wie wir damals (an der teuren Schule) darum bemüht waren, einen binokularen Roboter beizubringen, wie er in einer ihm unbekannten Umgebung, den Weg zurück finden möge, was ihm auch nicht immer gelang – vor ≈35a.

<https://t3n.de/news/ki-saugroboter-dreht-durch-1714813/>


347. t3n, 03.11.2025

Satya Nadella und Sam Altman warnen: Mangelnde Stromversorgung bedroht KI-Ausbau

Von wegen Chipknappheit: Laut der CEOs von OpenAI und Microsoft fehle es aktuell nicht an GPUs, stattdessen behindere vielmehr eine mangelnde Stromversorgung den Ausbau der KI-Infrastruktur.

Anmerkung: Irgendwas is‘ immer. Noch nicht einmal ehemals stillgelegte Atomkraftwerke wuppen es und die US-amerikanische Bevölkerung muss bereits jetzt schon die Verteuerung der Strompreise hinnehmen…

<https://t3n.de/news/satya-nadella-und-sam-altman-warnen-mangelnde-stromversorgung-bedroht-ki-ausbau-1714830/>


346. tagesschau, 30.10.2025

Warum Pumuckls Stimme Sorgen auslöst

Im neuen Pumuckl-Film klingt der Kobold fast wie früher – dank Künstlicher Intelligenz. Während bei Fans Nostalgie aufkommt, sind Synchronsprecher berunruhigt. Steht die Branche vor einem Wandel?

<https://www.tagesschau.de/kultur/pumuckl-synchronsprecher-ki-100.html>


345. taz, 01.11.2025

Social Media muss in Therapie

Haben wir den Peak des Mülls im Internet erreicht? Bei all den KI-generierten Inhalten ist Müdigkeit nachvollziehbar, aufgeben aber auch keine Option.

Anmerkung: Wir wollen der Autorin, Frau Leclere Recht geben, nicht ohne einen leicht zu übersehenden Gedanken besonders hervorzuheben, nämlich

Dass die Menschen ihre Apps schließen, wieder Bücher lesen und echte Menschen treffen [mögen]?

<https://taz.de/Digital-Krise/!6121515/>


344. decoder, 01.11.2025

KI-generierte Inhalte durchdringen US-Zeitungslandschaft weitgehend unbemerkt

Eine umfassende Studie der University of Maryland zeigt, dass etwa neun Prozent aller neu veröffentlichten amerikanischen Zeitungsartikel teilweise oder vollständig von künstlicher Intelligenz generiert werden, meist ohne Kennzeichnung für die Lesenden.

<https://the-decoder.de/ki-generierte-inhalte-durchdringen-us-zeitungslandschaft-weitgehend-unbemerkt/>


343. t3n, 31.10.2025

Wegen KI: Jungen könnten laut Studie verlernen, Grenzen zu respektieren

Jugendliche fühlen sich von Chatbots oft besser verstanden als von Freund:innen oder Familie. Besonders auf die Entwicklung von Jungen könnte sich das allerdings negativ auswirken, so eine neue Studie.

<https://t3n.de/news/wegen-ki-jungen-koennten-durch-ki-verlernen-grenzen-zu-respektieren-1714681/>


342. taz, 31.10.2025

Künstliche Intelligenz in Unternehmen : KI spart kaum Arbeitszeit

Sie sollte die Arbeitswelt revolutionieren. Doch mehrere Studien belegen nun, dass der Einsatz von KI keine Effizienzgewinne in Unternehmen bringt.

Anmerkung: Wir wissen schon, wo KI was kann. Und da, wo sie was kann, da kann sie was. Aber die Marketing-Schleudern haben Glauben gemacht, dass sie Alles überall kann und das ist und war eine Lüge, der hier und da jemand aufgesessen ist. Nun: sunken costs.

<https://taz.de/Studien-belegen-dass-der-Einsatz-von-KI-keine-Effizienzgewinne-in-Unternehmen-bringt/!6125562/>


341. golem, 31.10.2025

Richter erlaubt Urheberrechtsklage gegen OpenAI

Ein ausschlaggebender Punkt sind die detaillierten Ideen von ChatGPT für eine Fortsetzung der Eis-und Feuer-Saga von George R. R. Martin.

<https://www.golem.de/news/game-of-thrones-sequel-richter-erlaubt-urheberrechtsklage-gegen-openai-2510-201728.html>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (331 bis 340), KI-Unfall (351 bis 360)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (341 bis 350)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/11/13/ki-unfall-341-bis-350/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (271 bis 280)


280. heise, 11.10,2025

Warum KIs ostdeutsche Menschen generell niedriger bewerten

Eine Studie zeigt, dass ChatGPT & Co. auch strukturelle Einschätzungsmuster übernehmen und Vorurteile reproduzieren. Das reicht bis zur Körpertemperatur.

<https://www.heise.de/news/Forschung-KI-Sprachmodelle-wie-ChatGPT-diskriminieren-Ostdeutsche-10750737.html>


279. t3n, 09.10.2025

Sicherheitslücke in Gemini entdeckt: Warum Google die Verantwortung bei den KI-Nutzern sieht

Sicherheitsforscher:innen haben eine Schwachstelle in Googles KI entdeckt. Gemini kann ausgetrickst und dazu gebracht werden, sensible Daten von Nutzer:innen an Cyberkriminelle weiterzuleiten. Dennoch plant Google vorerst nicht, gegen das Problem vorzugehen.

<https://t3n.de/news/sicherheitsluecke-in-gemini-google-verantwortung-ki-nutzer-1711372/>


278. t3n (Von MIT Technology Review Online), 09.10.2025

Sora 2: Zentrale Fragen, die OpenAI zur Video-App noch nicht beantwortet hat

Die neue KI-Video-App von OpenAI wird zum surrealen Experiment. Die Frage ist jetzt, wie es damit weitergeht.

Anmerkung: Na, endlich schreibt’s mal jemand (außerhalb des jottBlogs, wir nennen es hier ja „Freilandversuch“): surreales Experiment! Wir wollen nicht vergessen (falls dieser sehr interessante Artikel, der deutlich über dem sonstigen t3n-Niveaus liegt, warum nur?!?): ein surreales Experiment auf realen Urheberrechtsverletzungen! Sollte es OpenAI gelingen auch nur einen Hauch einer Einnahme (die dann noch lange kein Gewinn ist!) vorweisen können, werden dann die bislang Bestohlenen in irgendeiner Form daran partizipieren? Oder sind dann erst einmal die ausgezehrten Shareholder dran? Na, was meinen wir?!?

<https://t3n.de/news/sora-2-zentrale-fragen-die-openai-zur-video-app-noch-nicht-beantwortet-hat-1711194/>


-277. golem, 09.10.2025

BANK OF ENGLAND SCHLÄGT ALARM : Platzt jetzt die KI-Blase?

Die Londoner Zentralbank warnt vor einer gefährlichen Überhitzung am Aktienmarkt. Überzogene Bewertungen von KI-Firmen könnten einen Crash auslösen.

Anmerkung: Nun gut, auf der Insel wimmelt es ja nun sehr an Hasenfüssen, aber vielleicht ist diese Angst vor dem Platzen mehr als nur ein -vorab? Und überhaupt: „überzogene Bewertung“ – hat man denn die dot-com-Blase wirklich schon restlos vergessen? Kann doch nicht sein…

<https://www.golem.de/news/bank-of-england-schlaegt-alarm-platzt-jetzt-die-ki-blase-2510-200973.html>


276. taz, 08.10.2025

Social-Media-App Sora : OpenAI startet einen KI-Fake-Feed

OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, startet eine neue Social-Media-App. Dort können Use­r*in­nen ausschließlich KI-Videos posten.

Anmerkung: Denken wir nicht, dass das Internetz nicht weiter beschädigt werden könnte, denken wir das nicht? Doch, es kann.

<https://taz.de/Sora-OpenAI-startet-einen-KI-Fake-Feed/!6115409/>


-275. t3n, 08.10.2025

Neues Gemini-Modell steuert Browser eigenständig : Welche Aufgaben euch die KI künftig abnehmen soll

Google Gemini soll künftig selbstständig Browser bedienen können. Wie das aussieht, zeigt der Tech-Konzern schon jetzt in ersten Demovideos. Allerdings deuten diese auch darauf hin, dass bis zu einer finalen Version noch einige Schritte zu gehen sind.

Anmerkung: t3n, verlässlicher Lieferant für Minus-Einträge („-275.“), also, eigentlich ✱kein✱ Ki-Unfall, aber…

Mal abgesehen davon, dass wir uns nach dem Lesen des Artikels sicher sind, dass uns eine KI das Aufgeführte nicht abnehmen wird, wollen wir unser Augenmerk auf etwas Anderes lenken. Nämlich auf die Tatsache, dass die KI befähigt wird, in die physikalische (somit: nicht in die virtuelle) Realität einzugreifen. Jetzt alle so: „Hey, was soll’s?!? Wir setzen den Kollegen vor den Fernseher, drücken ihm die Fernbedienung in die Hand und dann kann er mal eine ordentliche Sendung für uns finden!“. Naja, da haben VW, BMW, Mercedes und Co. es gerade gebacken bekommen, die Kisten einigermaßen autonom rumkurven zu lassen, da baut Einer einen Roboter mit eben diesen Fähigkeiten und den kann man dann einfach auf den Fahrersitz setzen. Fettich! Wie? Bandbreite, Latenz und so?!? 6G kommt!

<https://t3n.de/news/gemini-modell-browser-steuern-1711156/>


274. decoder, 08.10.2025

Google bringt KI-Suchmodus nach Europa

Google erweitert den KI-Modus in der Suche auf über 35 neue Sprachen und mehr als 40 weitere Länder und Regionen, darunter viele in Europa inklusive Deutschland.

Anmerkung: Wer da jetzt „Hurra!“ ruft, dem wollen wir mit erhobenem Zeigefinger mahnen, eben dieses Zitat aus dem Artikel zur Kenntnis zu nehmen:

Google entwickelt sich zunehmend zum Omni-Publisher, der Nutzer in seinem eigenen Angebot hält. Links werden immer seltener angeklickt, und Publisher geraten unter Druck, weil ihre Reichweiten und Werbeeinnahmen weiter sinken.

…wohlgemerkt: Google bedient sich ausgiebig an diesem Content der ins Hintertreffen Geratenen und begeht hier und da fulminante Urheberrechtsverletzungen! Aber egal

Google sagt, was böse ist

Googles neuer Mutterkonzern Alphabet kehrt vom Motto „Don’t Be Evil“ ab. Wird Google nun böse? Nein, denn der Spruch wurde ohnehin schon immer falsch verstanden.

(Die Zeit, 05.10.2015 : <https://www.zeit.de/digital/internet/2015-10/alphabet-google-dont-be-evil-slogan-motto> abgerufen 08.10.2025)

decoder-Artikel : <https://the-decoder.de/google-bringt-ki-suchmodus-nach-europa/>


273. golem, 08.10.2025

KI-VIDEOS MIT SORA 2 : „Wir erlauben die Generierung historischer Persönlichkeiten“

Verstorbene Prominente werden massenhaft mit Sora 2 wiederbelebt. Zum Leid der Hinterbliebenen sieht OpenAI keinen Handlungsbedarf.

<https://www.golem.de/news/ki-videos-mit-sora-2-wir-erlauben-die-generierung-historischer-persoenlichkeiten-2510-200924.html>


-272. heise, 08.10.2025

c’t-Webinar: KI-Agenten verstehen

Das Model Context Protocol macht Sprachmodelle handlungsfähig. Das Webinar zeigt das Potenzial und die Risiken der Technik.

Anmerkung: Mal wieder ein Minus-Eintrag („-272.“), weil es nicht wirklich ein KI-Unfall ist, wir aber davon ausgehen wollen, dass die Webinar-Teilnehmer in Zukunft fleissige Lieferanten für unsere jottBlog-Kategorie werden!

Wir wollen denjenigen der jottBlog-Leser, die einem ordentlichen Beruf nachgehen und sich noch nicht komplett hochgeladen haben, die Möglichkeit geben, zu verstehen, was heise da genau anbietet. Tasten-Freggels sollen lernen, wie man den KI-Agenten über eine bestimmte Schnittstelle (hier: MPC) und die damit verbundene Möglichkeit (mit weiteren Diensten, Programmen, vielleicht auch mit anderen KIs zu interagieren) weiter aufbohren kann. Also, mein Agent kann dann auf einmal bei einem Online-Händler

200 Gramm Kartoffeln und ein Doppelzentner Mailänder Salami

bestellen. Der Agent hat meine Berechtigungen dazu (er agiert also an meiner Stelle; das hat dann durchaus juristische Implikationen, nur so am Rande, wird bestimmt im Webinar auch alles abgekaspert). heise eröffnet den Artikel mit folgendem Szenario

Stellen Sie sich vor, Sie beauftragen eine KI mit der Planung Ihres Traumurlaubs – und der Computer kümmert sich um alles: bucht das Hotel, organisiert die Anreise, reserviert den Tisch im Lieblingsrestaurant. Was heute noch nach Science-Fiction klingt, könnte schon bald Alltag sein.

…nein, möchten wir uns nicht vorstellen, aber wir wollen uns mit einem gewissen Schauer, der gerade unseren Rücken aufsucht, an Folgendes erinnern: KI-Unfall 269. t3n, 05.10.2025, „Gefährliche Halluzinationen: KI schickt Touristen an Orte, die es nicht gibt – OK, wir kommen von dem Ort, den es nicht gibt, zurück und sind hungrig. Das Lieblingsrestaurant hat den Besitzer gewechselt – und dieser die Küche, ist aber doppelt so teuer… im Hotelbett, also, das mit dem quietschenden Lattenrost, lesen wir noch ein wenig in unserem Science-Fiction-Büchlein, träumen von einem Ritt auf einer zusammengerollten Zeitung Richtung Restaurant am Ende des Universums und einem Tag im All…

Model Context Protocol (MCP) : Heimatseite : <https://modelcontextprotocol.io/>

200 Gramm Kartoffeln :

Herr Schneider bekommt in dem Liedchen „Ich habe mich vertan“ einen Auftrag:

Ich soll einkaufen gehn
Meine Frau hat mir einen schönen Zettel geschrieben
Doch ich hab ihn verlegt, wo ist er nur?
Jetzt muss ich improvisieren
Ich gehe auf den Markt, kaufe 200 Gramm Kartoffeln
Und ein Doppelzentner Mailänder Salami
Als ich nach Hause komm'
Krieg ich einen mit der zusammengerollten Zeitung auf den Kopf gehaun
Damit nicht handscheu werde

Ich habe mich vertan
Ich habe mich vertan
(Kleines Klaviersolo)

Ich habe mich vertan : songtexte : <https://www.songtexte.com/songtext/helge-schneider/ich-habe-mich-vertan-bc209ee.html>

Restaurant am Ende des Universums : Wikipedia : <https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Restaurant_am_Ende_des_Universums>

-Splitter

heise-Artikel, Webinar-Werbung <https://www.heise.de/news/c-t-Webinar-KI-Agenten-verstehen-10714171.html>


271. golem, 08.10.2025

Wasserzeichen von Sora 2 in Sekunden geknackt

Nur Tage nach dem Launch von OpenAIs neuem Video-Generator Sora 2 kursieren bereits Tools, die dessen Wasserzeichen mühelos entfernen.

<https://www.golem.de/news/ki-videos-wasserzeichen-von-sora-2-in-sekunden-geknackt-2510-200910.html>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (261 bis 270), KI-Unfall (281 bis 290)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (271 bis 280)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/13/ki-unfall-271-bis-280/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (251 bis 260)


260. spektrum, 05.10.2025 (Bezahlwand)

AUSRICHTUNG VON KI: Schlechter Code macht Chatbots böse

Die junge Wissenschaft zur emergenten Fehlausrichtung erforscht, wie scheinbar harmlose Trainingsdaten KIs an den moralischen Abgrund treiben können. Unsichererer Programmiercode, zweideutige Zahlen oder sogar Ratschläge zu Extremsportarten genügen.

Anmerkung: Es ist schade, dass spektrum den Auftrag, uns zu schützen, nicht wahrnimmt und dieses wichtige Wissen (da hinter der Bezahlwand) ausschließlich einem elitären Kreis zur Verfügung stellen mag. Wir wollen uns an dieser Stelle, hier und heute, mit der mächtigen Überschrift und dem aufbrausenden Teaser zufrieden geben, oder?

…Nein – man muss ja nun nicht gerade alle jungen Wissenschaften auf der Pfanne haben, so dass einem die Wissenschaft zur emergenten Fehlausrichtung schon einmal durch die Lappen gegangen sein könnte. Allerdings: sucht man danach, dann kommt man recht flott auf den unten verlinkten spektrum-Artikel und auch nicht mehr – nein, nicht ganz, denn

[1] OpenAI beschreibt ‘emergente Fehlausrichtung’ bei Sprachmodellen

darin

[2] OpenAI hat dazu jetzt [OpenAI, 18.06.2025] interessante Studienergebnisse veröffentlicht und beschreibt darin eine sogenannte „emergente Fehlausrichtung“.

hartwarewartung fasst zusammen

[3] Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Training eines Modells mit falschen Antworten, selbst in einem eng begrenzten Bereich wie beispielsweise dem Verfassen unsicheren Computercodes, unbeabsichtigt dazu führen kann, dass sich das Modell in vielen anderen Bereichen fehlausgerichtet verhält.

…ach, ach wirklich? Wenn wir dem nach Links fragendem Kind Rechts zeigen, wenn wir dem nacht Rechts fragenden Kind Links zeigen, dann wundern wir uns, dass es nach Rechts geht, wenn wir es auffordern, nach Links zu gehen? Hammer, Haaaa-mer! Die finden alles raus bei OpenAI, alles!

(Zitate [1, 2, 3] aus: hartwarewartung, 19.06.2025 : <https://www.hardwarewartung.com/openai-beschreibt-emergente-fehlausrichtung-bei-sprachmodellen/>)

Also, so rennt der Hase! OpenAI, die ihre Kiste in einem groß angelegtem Freilandversuch von Unfall zu Unfall schaukelt, versucht jetzt mal dahinter zu kommen, warum und wie ihre KI vergeigt. Schwups und Potzblitz – so ganz nebenbei wird da noch eine neue Wissenschaft ausgerufen! Sollte es so sein, dass OpenAI mit falschen Antworten trainiert hat, dann wollen wir dem Laden dazu raten, sich doch mal die Truppe der Qualitätssicherung genauer anzuschau… – was? Alle rausgeschmissen? Shareholder sehen da eine interne Geldvernichtungsmaschine? Ach so! Ja, OK.

Wird spektrum auch ein Hurra-Blättchen? (Man beachte auch im Teaser: nicht die KI ist schuld, sondern die bösen Daten! Haben wir es hier mit einem bewussten Arrangement zu tun, oder wurde hier auch nur bei OpenAI abgeschrieben? Wir wissen es nicht, da…)

…Bezahlwand : <https://www.spektrum.de/news/ausrichtung-von-ki-boese-ki-durch-schlechten-code/2286076>


259. golem, 05.10.2025

PRÄVENTIVE FAHNDUNG MIT PRISMX : Der Radikalisierung per KI zuvorkommen

Das KI-Tool PrismX eines indischen Studenten analysiert Postings in sozialen Medien und erstellt eine Risikoeinschätzung für die Radikalisierung einer Person.

Anmerkung: Oh-ha! Eine Erinnerung huscht durch’s Gedächtnis des Autors dieser Zeilen

Es begab sich im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrtausends, da übten wir uns beim Austausch von Strombriefen - zugegebenermaßen etwas übermütig - im groben Schabernack, in dem wir dem Verfassten (abschliessend im Fussbereich) einen Text anfügten, der mehr als deutlich zum Ausdruck brachte, dass man sich mit dem Bau von Waffen, der Herstellung von Sprengsätzen und im Übrigen bestens auf die Fabrikation von Substanzen verstünde, die darauf abzielten, das Bewusstsein der Konsumierenden etwas auf Vordermann zu bringen. Wir endeten dann mit einer Sequenz, die, sich fragend, darauf abzielte, ob denn ein BKA-Mitarbeiter das Geschrieben wohl läse, wir aber sicherlich die Ersten seinen, die dies erführen, wenn denn die Antwort "Ja!" lautete. Hat sich aber nie jemand gemeldet und wir werden nie erfahren, ob wir belauscht worden sind...

Das ist in dem hier zitierten Artikel dann schon ganz eine andere Hausnummer – bitte unbedingt lesen, liebe Leserin, lieber Leser des jottBlogs – wenn man geneigt ist, das Ohr am Puls der Zeit zu haben und vorbereitet sein mag, wenn sich die Frage formuliert, aus welcher Richtung denn das eisige Lüftchen der KI-Unfälle der kommenden Generationen zu wehen gedenkt.

Die Software verfügt sogar über eine Funktion, bei der ein KI-Chatbot versucht, Kontakt mit einer verdächtigen Person aufzunehmen.

…um eine „Deradikalisierung“ voranzutreiben, da

die erkannten emotionalen Zustände

…dieses wohl anrieten. Herr Balaji möchte

(…) damit eine ernsthafte ethische Debatte anstoßen, bevor Menschen mit böswilligen Absichten so eine Software im Verborgenen entwickeln.

…immerhin! Herr Balaji hat das Ganze auch lieber nur im Labor veranstaltet, weil er sich nicht damit konfrontiert gesehen haben wollte, dass die KI mal nicht so richtig die Kurve bekommt und der mit ihr im Dialog befindlichen Instanz von homo sapiens – zum Beispiel – beim Zusammenfummeln einer Knarre unter die Arme griffe.

Gourmet-Tip: man schaue noch einmal in den Filmtip des 155. Ki-Unfalls, t3n, „So revolutionieren KI-Agenten das E-Mail-Marketing von morgen“!

golem-Artikel : <https://www.golem.de/news/praeventive-fahndung-mit-prismx-der-radikalisierung-per-ki-zuvorkommen-2510-199632.html>


258. taz, 04.10.2025

KI-Hotlines im Kundenservice : Der Trick mit der gefühlten Wartezeit

Endlosdudel-Warteschleifen und Sinnlos-Dialoge? Das kennen viele aus Firmen-Hotlines und -Chats. Doch es gibt erste Ansätze, sich zu wehren.

Anmerkung: Auf die taz ist Verlass! Minus-Serie ist gebrochen!

Einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom zufolge setzen 88 Prozent der Firmen in Deutschland KI im Kundenkontakt ein.

…und weiterhin

Und so kommt, was kommen muss: Kun­d:in­nen hängen nicht nur in Endlosdudel-Warteschleifen. Sondern auch in Sinnlos-Dialogen mit der KI.

…ein richtig schöner, schicker KI-Unfall, so wie wir ihn lieben!

<https://taz.de/Kundenservice-Hotlines-Der-Trick-mit-der-gefuehlten-Wartezeit/!6117259/>


-257. decoder, 04.10.2025

Tencent entwickelt KI-System, das Spielstrategien erklären und umsetzen kann

Forschende von Tencent haben ein neues Trainingsverfahren entwickelt, bei dem KI-Modelle durch das Spielen von Honor of Kings strategisches Denken lernen sollen. Kleinere KI-Systeme übertreffen dabei deutlich größere Modelle.

Anmerkung: Drei Minus-Einträge in Folge, dürfen wir dieses, ohne die eigentliche Intention der jottBlog-Kategorie KI-Unfall schwer zu missachten? Auch in diesem und hier vorliegendem Fall ist es angeraten, ihn zu bemerken, denn es verbergen sich dahinter (also, in Zukunft) mannigfaltig Schatzwerk und eine ergiebige Quelle ✱echter✱ KI-Unfälle! Versprochen! Was dort so frei, fromm und fröhlich erforscht wird, wird homo sapiens in einer gar nicht so weiten Zukunft massive Probleme bereiten. Versprochen! -vorab!

<https://the-decoder.de/tencent-entwickelt-ki-system-das-spielstrategien-erklaeren-und-umsetzen-kann/>


-256. tagesschau, 04.10.2025

Zubereitung mit KI-Hilfe : Essen aus dem Kochroboter als Gastro-Zukunft?

Ein Hamburger Start-up bringt zusammen mit dem US-Konzern Meta einen Kochroboter mit Künstlicher Intelligenz auf den Markt. Vor allem die Systemgastronomie könnte die Technologie grundlegend verändern.

Anmerkung: Lange Zeit dachten wir, wir hätten im jottBlog das alleinige Recht, Dinge strikt vorher sagen zu dürfen: -vorab. Nun macht uns schon die tagesschau.de dieses Recht streitig! Möge die Systemgastronomie in jener Technologie schwelgen (welch schöner Schnörkel des Kapitalismus!), doch sehen wird sie uns auch dann nicht.

<https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/ki-roboter-kochen-100.html>


-255. golem, 04.10.2025

ChatGPT wird zum Belastungszeugen

Ein 19-Jähriger demoliert nachts 17 Autos und chattet Minuten später mit ChatGPT über seine Tat. Die Chat-Protokolle und weitere Spuren überführten ihn.

Anmerkung: Nein, ChatGPT ist kein Zeuge, sondern die Polizei nutzt das Chat-Protokoll als Beweismittel. Und, „Ja!“, der Dude hat einen schiefen Kompass.

<https://www.golem.de/news/handy-durchsuchung-chatgpt-wird-zum-belastungszeugen-2510-200796.html>


254. golem, 04.10.2025

MICROSOFT : KI knackt DNS-Sicherheitssysteme gegen Biowaffen

Forscher zeigen, wie künstliche Intelligenz Schutzmaßnahmen gegen die Entwicklung von Biowaffen und Giften umgehen könnte.

Anmerkung: Ja, so ist das halt mit Werkzeugen, die sich zum Einen als recht nützlich erweisen, zum Anderen… – nun ja, wir wissen schon, kann man nix machen…

golem-Artikel : <https://www.golem.de/news/microsoft-ki-knackt-dns-sicherheitssysteme-gegen-biowaffen-2510-200792.html>

heise-Artikel : <https://www.heise.de/news/Studie-Potenziell-gefaehrliche-KI-generierte-Proteine-werden-nicht-immer-erkannt-10711836.html>

originale Veröffentlichung (sience.org) : <https://www.science.org/doi/10.1126/science.adu8578>


253. decoder, 04.10.2025

OpenAI entdeckt nach Sora-Launch plötzlich das Urheberrecht

OpenAI-Chef Sam Altman kündigt an, dass Sora zukünftig Copyrights besser achten soll. Zum Launch war die App ein Freifahrtschein für Urheberrechtsverletzungen.

Anmerkung: Ein ab-so-lu-ter Leckerbissen – auch wenn dergleichen nicht das erste Mal in der jottBlog-Kategorie KI-Unfall aufschlägt. Vielleicht nicht auf den ersten Blick festzustellen, aber dann schleicht sich doch eine Irritation ein, denn Herr Altman, Hauptberuflich vermutlich OpenAI-CEO, kündigt voll so an

dass Rechteinhaber künftig mehr Kontrolle darüber erhalten sollen, wie ihre Charaktere in Sora verwendet werden dürfen.

…ja schau an! Aber auch „mehr Kontrolle“, nicht „vollständige Kontrolle“. Es wir den Urhebern also ein Kontrollsystem an die Hand gegeben

ob und wie Charaktere generiert werden dürfen. Dieses Modell soll über das bisherige Opt-in-Verfahren hinausgehen und detailliertere Einstellungen ermöglichen.

Na, da können die sich bei Disney aber warm anziehen – von wegen „detaillierte Einstellungen“! Und was ist, wenn ich einfach schlicht auf meinem Urheberrecht poche und *nichts* verwurstet sehen möchte? Nichts, gar nichts?!?

Und dann im Teaser „Freihfahrtschein für Urheberrechtsverletzungen“ – wenn ich als Benutzer der App die Aufforderung formuliere: „Hey, mache mir mal für unsere städtische Kommune ein kurzes Video, in dem ein kleiner gelber Roboter etwas Müll aufsammelt“ und bekomme das, was ich wollte, bin aber nicht in Kenntnis darüber, was die App da eigentlich zusammengefummelt hat, hänge es auf die Heimatseite unseres Dörfchens und habe zwei Wochen später dann Pixar auf der Matte stehen… echt?!? So geht das?

Bild: Pixars WALL-E bei der Arbeit.

Wir wollen uns auch dem decoder in der, mit einer knackigen Zwischen-Überschrift

OpenAI könnte Copyright-Verletzung normalisieren wollen

eingeleiteten und den Artikel beendenden Feststellung anschliessen

Es ist unwahrscheinlich, dass OpenAI nicht antizipiert hat, was passieren würde.

<https://the-decoder.de/openai-entdeckt-nach-sora-launch-ploetzlich-das-urheberrecht/>


252. t3n, 02.10.2025

Die große Ernüchterung: Warum KI forschen, aber keine echten Durchbrüche erzielen kann

Künstliche Intelligenz soll die Wissenschaft transformieren. Doch was, wenn den aktuellen Modellen eine entscheidende, zutiefst menschliche Eigenschaft für den nächsten großen Durchbruch fehlt? Experten warnen vor zu großen Erwartungen.

Anmerkung: Warum ein Unfall? Also, weil die Öffentlichkeit an der Nase herum geführt wird und

Die aktuelle Debatte zeigt, dass eine realistische Einordnung der KI-Fähigkeiten notwendig ist.

<https://t3n.de/news/ki-wissenschaft-keine-echten-durchbrueche-1710356/>


-251. decoder, 03.10.2025

OpenAI erreicht angeblich eine 500-Milliarden-Bewertung

OpenAI erreicht laut Reuters durch einen Anteilsverkauf eine Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar. 

Anmerkung: Sehen wir ihr nun zu? Der Blase? Beim Wachsen? Oder nicht?

<https://the-decoder.de/openai-erreicht-angeblich-eine-500-milliarden-bewertung/>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (241 bis 250), KI-Unfall (261, 270)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (251 bis 260)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/10/ki-unfall-251-bis-260/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (241 bis 250)


-250. t3n podcast „meisterprompter“, 27.05.2025

Frische Gewohnheiten

Mehr Sport und weniger Bildschirmzeit? Neue Gewohnheiten zu etablieren, ist schwer. Ein für dich individuell erstellter Plan hilft dabei. In dieser Episode zeigen wir – Prompt-Expertin Susanne Renate Schneider und t3n-Redakteurin Stella-Sophie Wojtczak – dir dafür den passenden Prompt. 

Anmerkung: Inspiriert durch unseren „-249. KI-Unfall“, schauten wir, was Frau Schneider und Frau Wojtczak denn sonst noch so für Prompt-Hilfen im Köcher haben und stoßen auf eben diesen Edelstein, den so exponierten **Prompt der Woche**, der uns doch wahrhaftig dazu veranlasst, den „-250. KI-Unfall“ zum schönsten KI-Unfall der letzten 5 Minuten zu küren! Wir erlauben uns diesen Prompt – und obwohl die Damen explizit davon abraten! – hier im Copy-Paste-Verfahren zu zitieren

Bitte hilf mir, ein System mit kleinen, realistischen Gewohnheiten zu bauen, das mich mental, emotional und körperlich wieder ganzheitlich in Balance bringt. Berücksichtige: [Ich starte bei null und möchte mich nicht überfordern.] Gib konkrete, umsetzbare Vorschläge, aufgeteilt in morgens / tagsüber / abends. Orientiere dich an [James Clear und dem Buch „Atomic Habits“]. Nutze all dein Wissen über mich. Welche Fragen hast du noch?

…nicht nur wegen eines leicht aufgebohrten Dualismus… hier kommen wir aber etwas aus der Balance – James Clear? „Atomic Habits“? Dieses Buch kann man, Stand heute (02.10.2025), für die 28,50 Euronen im seriösen Buchhandel käuflich erwerben.

The New York Times bestseller. Over 25 million copies sold! Translated into 60+ languages! Tiny Changes, Remarkable Results No matter your goals, Atomic Habits offers a proven framework for improving–every day.

Aber sicherlich hat Herr Clear (Altruist, der er nun einmal ist und genug Geld hat er ja nun mit seinem Lebensretter ausreichend eingesackt) …sicherlich hat Herr Clear sein Werk allen KIs zu Trainingszwecken zur Verfügung gestellt. Wir allerdings würden dem Rat der Podcasterinnen an einem Punkt folgen und den Prompt modifizieren wollen: wir stellen, da wir wissen, dass die KI *nicht* alles über uns weiß , *nicht* die Frage „Welche Fragen hast du noch?“, da wir fürchten lesen zu müssen

Wie Blöde bist du eigentlich?

Entdeckt 02.10.2025

<https://t3n-meisterprompter.podigee.io/30-habits-aufbauen-plan-ki>


-249. t3n, 02.10.2025

Besseres Zeitmanagement im Arbeitsalltag: Dieser Prompt räumt deinen Kalender auf

Dein Kalender ist so voll, dass du langsam den Überblick verlierst? Oder du willst deinen Arbeitstag einfach geschickter planen? Renate und Stella zeigen dir bei t3n MeisterPrompter den passenden Prompt für Claude, ChatGPT und andere KI-Chatbots.

Anmerkung: Wieder so ein KI-Unfall-Beitrag, der erst bei näherer Betrachtung seinen Glanz im Auge des Betrachters gewinnt. Frau Schneider und Frau Wojtczak bemühen sich freundlich, uns auf die Welt der Prompts zu trainieren. Nun gut, wir wollen diese Art von Gebrauchsanweisungen tolerieren, da wir wissen, dass es nicht wenige Instanzen von homo sapiens gibt, die bereits mit unterkomplexen Aufgaben und Fragestellungen überfordert sind und selbst bei seriellen Problemstellungen, wie der Ausgestaltung des eigenen Terminkalenders, an ihre Grenzen stoßen – und den Überblick verlieren! Dieses wollen wir feststellen, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass Energieverschwendung Energieverschwendung ist.

Wir Handwerker wissen: für *jedes* Problem gibt’s ein Werkzeug und wenn der Auszubildende versucht, mit der Kombizange die Tür abzuschleifen, dann schicken wir ihn los, Biere einzuholen…

<https://t3n.de/news/besseres-zeitmanagement-prompt-kalender-optimieren-ki-1709873/>


248. t3n, 01.10.2025

KI überfordert HR-Manager: Wie Firmen sich gegen gefälschte Lebensläufe und Fake-Bewerber wehren

Mithilfe von KI-Tools gelingt es Betrüger:innen immer öfter, sich über HR-Prozesse in Unternehmen einzuschmuggeln. Manager:innen sind überfordert. Aber die Firmen arbeiten daran, die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zu optimieren.

<https://t3n.de/news/ki-hr-firmen-fake-bewerber-1710303/>


247. heise, 01.10.2025

„KI-generierte Schauspielerin“: Hollywood-Gewerkschaft gegen „Tilly Norwood“

Eine KI-generierte Figur steht angeblich kurz davor, als Schauspielerin von einer Künstleragentur vertreten zu werden. Die Kritik aus der Branche ist scharf.

Anmerkung: Wir wünschten – Phantasten, die wir nun einmal sind – dass „gestohlene“ Inhalte nicht nur hier Beachtung fänden:

Stattdessen schaffe sie [Tilly Norwood] neue [Probleme], indem sie auf Basis „gestohlener“ Inhalte Menschen die Arbeit wegnehme.

<https://www.heise.de/news/KI-generierte-Schauspielerin-Hollywood-Gewerkschaft-gegen-Tilly-Norwood-10692409.html>


246. t3n, 01.10.2025

Amazon-KI: Alexa Plus soll nützlicher werden – und mehr Einblicke ins Leben der Nutzer bekommen

Im Rahmen eines Hardware-Events sprach Amazon auch über die Zukunft von Alexa Plus, der KI-Version der bekannten Sprachassistenz. Die soll künftig nützlicher werden indem sie detaillierte Einblicke ins Leben der Nutzer bekommt.

Anmerkung: Wir wollen da gar nicht lange fackeln und zitieren gleich das Anfangsstatement noch mit:

Eine KI, die daran erinnert, den Hund zu füttern und abends die Haustür abzuschließen – so stellt sich die Amazon die Zukunft seiner Sprachassistentin Alexa vor.

…tja, liebe Liebende, so rennt der Hase. (Wir haben keinen Hund, aber einen Kater und der weiß sich vortrefflich in Erinnerung zu rufen, wenn’s was auf die Gabel geben soll!) Und dann vielleicht noch eine Erinnerung, ob ich denn die KI mit genügend Erinnerungsanfragen gefüttert habe. Läuft!

Also, wie Blöde muss man denn sein?!? Die Älteren unter uns können sich bestimmt noch an das Geraune erinnern, als es ruchbar wurde, dass (zum Beispiel) Alexa immer mithören würde, weil sie ja ansonsten auch nicht „Alexa!“ mitbekäme. Und jetzt?

<https://t3n.de/news/amazon-alexa-plus-ki-einblicke-ins-leben-1710122/>


-245. t3n, 29.09.2025

Wie bei der Dotcom-Blase: Diese 4 Warnsignale deuten auf einen KI-Crash hin

KI verspricht astronomisches Wachstum bei Umsätzen und große Durchbrüche in der Forschung. Aber das Fundament für die Zukunft der Technologie ist auf mutigen Prognosen gebaut. Bröckelt es schon jetzt?

Anmerkung: Für unseren Geschmack hätte man auch „KI-Unfall“ statt „KI-Crash“ nehmen können, aber, nun ja, so isses halt… Auch ein Minus muss her („-245.“), denn noch ist es ja nix passiert. Dennoch scheint uns der Artikel lesenswert, gibt er uns doch Thermik für Schwindel erregende Flughöhen!

<https://t3n.de/news/4-warnsignale-ki-blase-1708757/>


244. t3n, 30.09.2025

Hier ist nichts echt: Nach Meta soll jetzt auch OpenAI einen Tiktok-Klon für KI-Videos planen

Meta hat es mit Vibes vorgemacht. Jetzt scheint auch OpenAI auf den Zug aufspringen zu wollen. Die ChatGPT-Macher:innen sollen eine App auf Basis der Video-KI Sora 2 planen, in der Nutzer:innen wie bei Tiktok durch – KI-generierte – Inhalte scrollen können.

Anmerkung: Hier und da denken wir: „Sollen wir nicht mal t3n aus dem Kanon nehmen? Diese alte Hurra-Tüte!“. Aber irgendwie ist es ein verlässlicher Lieferant obskurer Obskuritäten. Die KI-Blase kippt alles auf den Markt, was nur gerade geht, Hauptsache „Aufmerksamkeit“ bekommen. Oder geht es um etwas anderes – will man die Klick-Schafe nur ausreichend konditionieren? Ist es letztendlich eine völlig andersartige KI-Kompetenz, die da herangezogen wird? Fragen, viele Fragen…

<https://t3n.de/news/ki-videos-open-ai-tiktok-klon-1709973/>


243. t3n, 29.09.2025

KI statt Gespräch mit dem Chef: So nutzen Angestellte ChatGPT bei der Arbeit

Empathie ist eine Fähigkeit, die oft allein dem Menschen zugeschrieben wird. Laut einer Studie fühlen sich Angestellte aber tatsächlich durch ChatGPT besser unterstützt als durch die eigenen Vorgesetzten.

Anmerkung: Neben dem Internetzverbinder zur eigentlichen Studie, hat der Artikel aber auch etwas eigenartiges zu bieten:

Die meisten Angestellten wenden sich mit Problemen und Fragen lieber an ChatGPT, anstatt bei ihren Vorgesetzten um Hilfe zu bitten. Das hat eine Umfrage der Online-Plattform Resume Now zur schnellen Erstellung von Lebensläufen und Bewerbungsschreiben ergeben.

…also, wir können das schon verstehen, dass Mitarbeiter nicht zum Chef wackeln und um das korrekte Setzen der Satzzeichen im frisch entworfenen Lebenskauf zu fragen, oder?!?

<https://t3n.de/news/ki-statt-gespraech-mit-dem-chef-so-nutzen-angestellte-chatgpt-an-der-arbeit-1709737/>


242. t3n, 29.09.2025

Der Kundenservice der Zukunft: Empathische KI statt generischer Agenten

Überlastete Hotlines, frustrierte Kunden – der Kundenservice stößt an Grenzen, Voicebots machen oft Probleme. Eine neue Generation emotionaler KI-Assistenten soll Abhilfe schaffen. Sie können nicht nur sprechen – sie verstehen auch. Und fühlen mit.

Anmerkung: Zu oft haben wir uns Überschriften und Teaser von t3n geborgt, als dass es uns nun zustünde, über es herzufallen. Dennoch erlauben wir uns anzumerken, dass es wünschenswert wäre, wenn die Hurra-Ärmchen – eines Produktes wegen – nicht so schnell in die Höhe gerissen würden, so dass unsere Aufmerksamkeit nicht allzuschnell von der zarten Pflanze „Skepsis officinale jottBlogii“ abgelenkt würde.

Wir wollen einfach mal eine Auflistung (nach Erscheinung im Artikel) vornehmen und der eigenen Interpretation etwas Spielraum lassen:

  • KI ist empathisch
  • KI ist emotional
  • KI kann sprechen
  • KI kann verstehen
  • KI ist mitfühlend
  • steigende Fluktuation des Personals
  • zunehmende Krankenstände des Personals
  • KI klingt natürlich
  • Pausen und Unterbrechungen – wie ein (echter) Mensch
  • KI erkennt (emotionale) Stimmung
  • KI ist einfühlsam
  • KI ist bestimmt
  • KI ist angemessen
  • KI erkennt Nuancen (der Stimmung)
  • KI erfüllt höchste Sicherheitsstandards
  • KI hält sensible Daten sicher
  • menschlicher Agent begrenzt, KI voll skalierbar
  • emotionale KI

…aber zu guter Letzt, macht die KI das alles

(…) während sich die menschlichen Mitarbeitenden auf komplexe Fälle konzentrieren können, die echte Kreativität und Problemlösungskompetenz erfordern.

Sicher, das tun die zwei, drei Leute dann…

<https://t3n.de/news/kundenservice-zukunft-empathische-ki-1708007/>


241. heise, 30.09.2025

Shopping: OpenAI möchte, dass du ChatGPT nicht verlässt

OpenAI hat ein Instant-Checkout-Feature sowie ein Agentic Commerce Protocol Open-Source veröffentlicht. Händler müssen zahlen.

Anmerkung: Wollen wir uns mit einem -vorab darin versichern, dass hier eine nie versiegende Quelle an KI-Unfällen zu sichten ist? Wie wir auch gerührt zu geben müssen, dass OpenAI – mehr als zu erwarten – sich organisch um unser Wohl bemüht. Bestimmt!

Die Produktanzeigen in ChatGPT sind laut OpenAI rein organisch ausgewählt, es gibt keine bezahlte Werbung oder andere Rankingfaktoren, außer der „Relevanz für den Nutzer“.

<https://www.heise.de/news/ChatGPT-Instant-Checkout-OpenAI-fuehrt-Shopping-Funktion-ein-10679080.html>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (231 bis 240), KI-Unfall (251 bis 260)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (241 bis 250)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/10/07/ki-unfall-241-bis-250/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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KI-Unfall (191 bis 200)


200. golem, 18.09.2025

Googles KI-Funktion entfacht Ärger

NGOs und Verbände reichen Beschwerde gegen Google ein. Verstoßen KI-Antworten gegen den Digital Services Act? Drohen Strafen in Milliardenhöhe?

Anmerkung: Dieses Entfachen eines Ärgers ist nicht das erste Mal, wie treue jottBlog-Leser wissen (186. KI-Unfall). Wir wollen auch finden, dass diese Formulierung „entfacht Ärger“ etwas – na, schreiben wir mal – „verniedlichend“ anmutet. Denn dahinter verbergen sich mehr oder weniger fette Verstöße gegen das Urheberrecht und eben auch den Akt des Unsichtbarmachens, wie eben hier bei den betroffenen NGOs (Non-Governmental Organization, Nichtregierungsorganisation) geschehen.

Erlauben wir uns einen Tip: man stelle DuckDuckGo als Suchmaschine im Internetzumherschauer (Browser) seiner Wahl ein.

<https://www.golem.de/news/dsa-beschwerde-googles-ki-funktion-sorgt-fuer-aerger-2509-200211.html>


199. golem, 19.09.2025

Elon Musk verbringt Sommer bei xAI

Die meiste Zeit des Sommers soll Musk mit der spontanen Neuorganisation und aggressiven Rekrutierungsversuchen bei xAI verbracht haben.

Anmerkung: Nachdem Herr Musk das beim Donald (Trump, siehe: DOGE) Erlernte, also Leute zu feuern, als Kompetenz-Erhaltungs-Maßnahme und Fingerübung in seinem Unternehmen xAI exerziert hatte, kam ihm eine Eingebung, nämlich, dass seine Haus-KI „Grok“

maximal wahrheitssuchend

…sei und xAI, also, das Unternehmen, das Grok zusammen gefummelt hat,

das einzige Unternehmen [sei], bei dem die Mission die Wahrheit ist. Wenn Sie die KI zwingen, zu lügen oder Dinge zu glauben, die nicht wahr sind, gehen Sie auf das große Risiko ein, eine dystopische Zukunft zu schaffen.

„Aber, aber, Herr Musk!“, wollen wir ihm zurufen, „Wahrheit? Haben Sie das etwa ebenfalls beim Donald gelernt? Dann sind wir so frei, Ihnen glauben zu wollen!“.

<https://www.golem.de/news/tesla-und-x-sollen-profitieren-elon-musk-verbringt-sommer-bei-xai-2509-200288.html>


198. heise, 21.09.2025

Super-Eliza oder Soziopath? Über die Gefahren der KI-Anthropomorphisierung

Der Psychologe John G. Haas erklärt im Gespräch mit heise online, warum KI-Companions helfen können, aber nie die Therapie ersetzen werden.

Anmerkung: Man sei vorgewarnt: wer sich diesen Artikel vornimmt, trifft nicht auf leichte Kost, aber auf einige sehr interessante Einsichten. Wir wollen an dieser Stelle nur zwei Dinge aufgreifen: „Super-Eliza“ (dazu bitte den nachfolgenden Artikel „-197.“ unter die Lupe nehmen) und eben wie es

(…) zu Millionen individuellen Mensch-Maschine-Blasen kommen wird, die aber letzten Endes nicht so stark den Interessen der Nutzer, die ja auch immer Kunden sind, zugutekommt, sondern viel stärker den Interessen der Anbieter.

<https://www.heise.de/hintergrund/Super-Eliza-oder-Soziopath-Ueber-die-Gefahren-der-KI-Anthropomorphisierung-10660876.html>


-197. heise, 19.09.2025

Smarter Klon für Audienzen: Leo XIV. will kein KI-Papst als Avatar werden

Der Papst hat eine Offerte zum Schaffen einer zweiten Version seiner selbst mithilfe von KI ausgeschlagen. Die Technologie könnte Menschen massiv gefährden.

Anmerkung: Unbedingt den Artikel lesen, liebe Leser und Leserinnen!!! Eigentlich könnten wir alle Pabstzitate übernehmen, hier eine Kostprobe:

Wenn wir die ganze Welt automatisieren und nur wenige Menschen die Mittel haben [kommt ein] riesiges Problem

…als wenn Leo Mühlhoff (jottBlog „Was tun?“, hier: „Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus“) gelesen hätte. Leo hat da eben so seine Vorbehalte und so:

Dieser künstliche Papst hätte den Menschen Antworten auf ihre Fragen gegeben, und ich habe gesagt: Ich werde das nicht genehmigen. (…) Wenn es jemanden gibt, der nicht von einem Avatar vertreten werden sollte, dann würde ich sagen, steht der Papst ganz oben auf dieser Liste.

…wir hätten’s ja nie gedacht, aber hier stellen wir uns gerne mit dem Pabst nach ganz oben; vielleicht lernt man sich ja mal kennen! Leo formuliert eine weitere gewagte These:

Es wird sehr schwer werden, die Gegenwart Gottes in KI zu entdecken.

…da sind wir uns nicht so sicher! -vorab: es wird definitiv demnächst ausgewählte Exemplare von homo sapiens geben, die zwar freimütig bekennen werden, dass es in der Tat nicht so einfach gewesen wäre, sie es aber geschafft hätten und sie dieses Wissen und diesen Zugang wohl auch anderen zur Verfügung stellen wollten – selbstverständlich hinter einer Bezahlwand, man muss ja auch irgendwie über sie Runden kommen. Na, da wird der Leo aber ein langes Gesicht machen, denn Spenden sind wie scheue Rehe und so wird’s in den Kollekten spürbar werden…

heise-Artikel : <https://www.heise.de/news/Smarter-Klon-fuer-Audienzen-Leo-XIV-will-kein-KI-Papst-als-Avatar-werden-10663333.html>

[update, 24.09.2025, wir wollen ER danken!] : zdfheute, 23.09.2025

Papst Leo würdigt Arbeit von Exorzisten

Leo XIV. gilt als Friedensbotschafter und Brückenbauer. In einer Grußbotschaft würdigt er jetzt Exorzisten für ihren Dienst an den Gläubigen – also für deren „Befreiung vom Bösen“.

Anmerkung: So, so. Hätte das ein Pabst-KI-Avatar auch so rausgehauen? Und wenn „Nein!“, sollten wir nicht beim Pabst noch einmal nachfragen, ob – – – ach ne, lassen wir’s besser. Hm, „Befreiung vom Bösen“, was er damit wohl gemeint haben mag…

zdfheute-Artikel : <https://www.zdfheute.de/panorama/papst-leo-exorzisten-100.html>


196. decoder, 18.09.2025

Anthropic erklärt Claude-Probleme mit drei Infrastrukturfehlern

Viele Nutzer hatten zuletzt über schlechtere Antworten von Claude geklagt. Nun bestätigt Anthropic drei technische Fehler als Ursache und räumt ein, dass man die Probleme intern erst spät erkannt hat.

Anmerkung: es ist uns ein (großes) Rätsel, wie Weichware (Software) als eine, wie auch immer lauffähige Applikation, ohne ordentliche Tests und offensichtlich ohne ausreichende Qualitätssicherung auf den Markt geworfen werden kann – ah, wir vergaßen, es handelt sich ja hier insgesamt um eine fancy Freilandversuch! Hier mal im Artikel so zusammengefasst:

Weil die Probleme je nach Plattform und Modell unterschiedlich aussahen, waren sie laut dem Team schwer einzugrenzen. Interne Prüfungen erfassten sie zunächst nicht – erst die vielen Rückmeldungen aus der Community halfen bei der Identifizierung.

…zum Mitschreiben; die haben keine Ahnung, was die da zusammengefummelt haben!

<https://the-decoder.de/anthropic-erklaert-claude-probleme-mit-drei-infrastrukturfehlern/>


195. decoder, 18.09.2025

Meta will mit KI-Brillen als Alltagsschnittstelle das App-Prinzip abschaffen

Meta startet mit den Ray-Ban Display-Brillen seinen bisher ambitioniertesten Versuch, das Smartphone zu verdrängen. Statt auf klassische Apps setzt das Unternehmen immer stärker auf KI als zentrale Schnittstelle.

Anmerkung: Wir willen nicht zu kleinteilig werden, aber KI ist keine „Schnittstelle“, aber egal. Wir fühlen uns soeben an eine kleine Weisheit, die Großvater in wichtigen Momenten diplomatisch einzusetzen wußte: „Hippe wollte auch einen langen Schwanz haben und einen kurzen gekriegt!“. Wie auch immer, wir sind auf die Nachfolge-Unfälle gespannt. Einer wird nun schon im Artikel selbst genannt:

In der Praxis würde das bedeuten, dass Nutzer ihre digitalen Erinnerungen bei Meta speichern und sich damit immer stärker an dessen Ökosystem binden.

<https://the-decoder.de/meta-will-mit-ki-brillen-als-alltagsschnittstelle-das-app-prinzip-abschaffen/>


194. heise, 19.09.2025

KI entwickelt erstmals Viren – und sie können bereits Bakterien töten

US-Forscher haben eine KI dazu gebracht, Genome für bakterienfressende Viren zu entwerfen. Einige der Designs wurden gegen E.-coli-Bakterien tatsächlich aktiv.

Anmerkung: Also, aus der Sicht von E.-Coli definitiv ein Unfall. Wir wollen anerkennen, dass das, was die Wissenschaftler dort bewegt, beeindruckend ist. Nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sich darin ein großes Potential verbirgt, ein Potential, welches schädigen kann…

<https://www.heise.de/news/KI-entwickelt-erstmals-Viren-und-sie-koennen-bereits-Bakterien-toeten-10663089.html>


193. heise, 19.09.2025

Wie OpenAI erklärt, warum LLMs bei völliger Ahnungslosigkeit sicher auftreten

In einem Paper benennt OpenAI selbstbewusste Fehler von großen Sprachmodellen als gewollte technische Schwäche. Das Beheben erfordert ein Umdenken der Branche.

Anmerkung: Ein lesenswerter Artikel, der jedem ans Herz gelegt sei – auch denjenigen, die nicht so nerdig unterwegs sind und trotzdem mitreden können wollen. Es gibt eine ganze Reihe von schicken Einsichten, hier mal diese:

Wer präparierte Inhalte einspeist, kann das Verhalten späterer Modelle beeinflussen.

<https://www.heise.de/hintergrund/Wie-OpenAI-erklaert-warum-LLMs-bei-voelliger-Ahnungslosigkeit-sicher-auftreten-10662260.html>


192. golem, 17.09.2025

CODING MIT KI: Deepseek baut regionsabhängig Fehler in Programmcode ein

Je nach Region oder Gruppierung, für die ein Programmcode bestimmt ist, baut Deepseek mehr Fehler ein oder verweigert die Ausführung der Aufgabe.

Anmerkung: Ja, aber das ist doch klar oder?!? Nebenbei: jede andere Ausgabe kann so gefiltert, geformt und verbogen werden. Und (#Re-vorab) sie wird es!

Aber für all diejenigen unter uns, die sich noch nicht komplett hochgeladen haben, erstmal eine kurze Hilfe zur Einordnung: Deepseek (wie auch andere KIs) schreiben die Programme, also, den Quellcode für diese, wenn es darum gebeten wird, ein bestimmtes Problem zu lösen. Bäm. Fast alle fetten KIs machen das bereits – mehr oder weniger – erfolgreich. Aaaaallerdings: wir würden so etwas, ohne ein Review durch homo sapiens, nicht produktiv schalten… Andere schon, somit ein -vorab: warten wir mal ab, wann die ersten Unfälle rein träufeln, bei denen es Ruchbar wird, dass eine Weichware (Software) zur Laufzeit den Überblick verliert und Schaden anrichtet – ach ja, Programmcode dieser Weichware war KI-halluziniert…

<https://www.golem.de/news/coding-mit-ki-deepseek-baut-regionsabhaengig-fehler-in-programmcode-ein-2509-200222.html>


191. netzpolitik, 17.09.2025

Datenschutz und KI: Schluss mit der Zögerlichkeit!

Die Folgen des KI-Hypes für den Datenschutz sind schwer absehbar. Im Fall von Metas KI-Training zögern Aufsichtsbehörden, das Oberlandesgericht Köln gab dem Konzern sogar – fürs Erste – grünes Licht. Jura-Professorin Paulina Jo Pesch zeigt Schwächen des Urteils auf und fordert eine entschiedenere Durchsetzung der Datenschutzvorgaben.

Anmerkung: netzpolitik.org schenkt uns einen schönen Blumenstrauß, der einer näheren Betrachtung wert ist. Hier nur ein kleines Zitat (und für diejenigen unter uns, die nicht den Artikel lesen wollen – „Daten“ sind Daten aus der EU, also unsere Daten. Und wer seinem ChatBot bereits in Belangen des Liebeskummers, der deutschen Fussballmeisterschaft oder der eigenen Gesundheit konsultiert hat… ja, ja, das sind auch solche „Daten“):

Meta hatte sich entschieden, keine Einwilligungen einzuholen, sondern beruft sich auf ein berechtigtes Interesse an der Nutzung der Daten für KI-Training.

…“berechtigtes Interesse“, genau unser Humor! Könnte ein Jurist mal aushelfen, wir kommen da einfach nicht mit.

<https://netzpolitik.org/2025/datenschutz-und-ki-schluss-mit-der-zoegerlichkeit/>


Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!

KI-Unfall (181 bis 190), KI-Unfall (201 bis 210)

jott


[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (191 bis 200)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2025/09/24/ki-unfall-191-bis-200/> : aufgerufen am 00.00.20xx.

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