-740. heise, 22.03.2026
Palantir: US-Verteidigungsministerium macht Maven Smart System zum Standard
Das US-Verteidigungsministerium macht Palantirs KI-System Maven zum festen Bestandteil der US-Militärstruktur.
Anmerkung: Da stellt sich unweigerlich die Frage: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die USA darin involviert sind?
Er gebe keinen einzigen hochrangigen Führungsoffizier [der USA], „der nicht glaubt, dass der nächste Krieg datenzentriert und mit KI‑Werkzeugen geführt wird.“
739. t3n, 21.03.2026
Nach KI-Vorwürfen: Verlag nimmt beliebten Roman aus dem Programm
Die Kreativbranche steht vor einer zentralen Herausforderung: KI erlauben – ja oder nein? Die Hachette Book Group hat sich dagegen entschieden und geht jetzt hart gegen eine Autorin vor.
<https://t3n.de/news/nach-ki-vorwuerfen-verlag-nimmt-beliebten-roman-aus-dem-programm-1735108/>
738. heise, 19.03.2026
Firmen investieren kräftig in KI – und sind oft ernüchtert
Unternehmen stocken ihre Digitalbudgets kräftig auf, fast ein Drittel fließt in KI. Doch viele Führungskräfte sehen die Reife der Technik kritisch.
Anmerkung: Wir wollen ja nun nicht den Vertrieb, den natürlichen Feind eines jeden Technikers, in Schutz nehmen, aber die hängen am Tropf der Hurra-Schleudern (in manch‘ Unternehmen in einer Marketing-Abteilung eingehegt) und die wiederum gucken, was denn die Obereinpeitscher so vom Zaun brechen (die gerne ein Labor-Geraune der Techniker etwas zu ernst nehmen, oder den hauseigenen „Forschern“ eher unkritisch gegenüberstehen). So ungefähr.
Gleichzeitig bewerten aber 66 Prozent der Befragten Reife und Funktionsumfang aktueller KI-Anwendungen als hinter den Erwartungen zurückbleibend. Diese Diskrepanz führen die Befragten auf den aggressiven Vertrieb der Anbieter zurück.
737. t3n, 19.03.2026
Sicherheitspanne bei Meta: KI-Agent legt sensible Nutzerdaten für Mitarbeiter offen
Ein KI-Agent hat bei Meta für einen Sicherheitsvorfall gesorgt. Dadurch wurden Daten von User:innen innerhalb des Unternehmens offengelegt und waren so auch für Mitarbeitende ohne Berechtigung einsehbar. Wie es zu dem Vorfall kam.
Anmerkung: Wie es zu dem Vorfall kam, dass dürfen wir in dem Artikel nachlesen. Allerdings gibt es da noch weitere Kleinigkeiten, die schnell überlesen werden können; sie residieren im letzten Abschnitt: Meta humpelt bei der Entwicklung der Halluzinatoren hinterher (und das, wo man doch gerade das Metaverse begraben hat. Wir glauben ja, dass Herr Zuckerberg fehlt, der muss ständig bei irgendwelchen richterlichen Befragungen durchwursteln, das saugt…) uuuuuuund: endlich lernen wir, was – zumindest bei Meta – „Forscher“ sind, von denen wir seit geraumer Zeit viel hören, gerade auch während der Versuche die Halluzinatoren zu verstehen und einzuhegen. Es sind (zumindest in diesem Fall) ein paar Teammitglieder, die zufälliger Weise „Moltbook“ zusammen gefummelt haben, „A Social Network for AI Agents“, nicht rechtzeitig auf den Baum kamen und – schwupps – weggekauft wurden. Jetzt sind sie Forscher, vermutlich, sind jedenfalls in einem Forschungsteam „Freiland ist mein Land“ versammelt [OK, haben wir uns gerade ausgedacht]!
<https://t3n.de/news/sicherheitspanne-meta-ki-agent-legt-nutzerdaten-offen-1734731/>
736. t3n, 19.02.2026
Wenn die KI sich selbst zitiert: Googles Halluzinations-Falle
Wer glaubt, dass Suchergebnisse stets auf verifizierten Fakten basieren, könnte durch aktuelle Beobachtungen eines SEO-Experten eines Besseren belehrt werden. Es bedarf oft nur eines kleinen Funkens, um eine Lawine auszulösen, die das gesamte Gefüge der digitalen Informationsbeschaffung ins Wanken bringt.
Anmerkung: Mit einer Erfrischung der Wahl ausgerüstet, sollte man frohen Mutes diesen Artikel lesen – Internetz kaputt?!? Aber wir wollten ja frohen Mutes bleiben, auch mal ein Forscher sein und starten unsererseits ein kleines Experiment:
Keller des Google-Headquarters wird komplett zum kostenlosen Schwimmbad umgebaut. Kein Badekappenzwang, pro Person und Tag eine kostenlose Pommes. Voraussichtliche Öffnung 2027.
Bei Sichtung im Freifeld (ausserhalb des jottBlog) bitte eine kurze Meldung an jottBlog. Fundstelle nicht vergessen!
<https://t3n.de/news/wenn-die-ki-sich-selbst-zitiert-googles-halluzinations-falle-1734709/>
735. netzpoliti, 18.03.2026
Versteckte Kosten von KI : „Sie wissen, welche Schäden Künstliche Intelligenz verursacht“
Datenarbeiter:innen hinter KI werden ausgebeutet und unsichtbar gemacht. Joan Kinyua aus Kenia kämpft für Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen. Im Interview erklärt sie, warum sie nicht auf Gewerkschaften zählt und warum auch deutsche Autokonzerne Verantwortung tragen.
Anmerkung: Frau Joan Kinyua behauptet Big Tech wisse
welche Schäden Künstliche Intelligenz verursacht, aber es gibt keine Konsequenzen
…und wir ahnen, dass sie Recht haben könnte.
734. golem, 18.03.2026
TESLA FSD : Autonomie-Experte crasht mit eigenen Kindern an Bord
Wer jahrelang selbstfahrende Autos gebaut hat, müsste eigentlich wissen, wann er eingreifen muss. Raffi Krikorian dachte das auch – bis Tesla FSD sein Auto verunfallte.
Anmerkung: Sicher, wir wollen jetzt nicht auch noch mit Tesla-Gedöns die jottBlog-Kategorie „KI-Unfall“ weiter verwässern. Aber: das sind rollende Halluzinatoren, soviel dazu. Und dann wartet der Artikel mit etwas auf, dass Psychologen
nachlassende Aufmerksamkeit
nennen. Und wir wittern darin (#Re-vorab) ein mächtiges Potential weiterer KI-Unfälle, eben auch außerhalb von rollenden Halluzinatoren. Darauf unsere zwei Kupfertaler.
733. heise, 18.03.2026
Das Web-Geschäft funktioniert nicht mehr – KI-Bots lösen Suche und Werbung ab
Cloudflare-CEO Matthew Prince skizziert ein Internet nach der klassischen Suche – und zeigt, wie KI-Bot-Traffic das Web fundamental verändert.
-732. golem, 18.03.2026
SOFTWARE-ROLLOUT : Microsoft stoppt automatische Copilot-Installation
Nach Datenschutzkritik und Kurskorrekturen setzt Microsoft die automatische Verteilung der Copilot-App für Microsoft-365-Nutzer vorerst aus.
Anmerkung: Irgendwas ist immer. Irgendwas mit Datenschutz, oder so. Wird Winzigweich auf seine alten Tage doch noch zum Warmduscher?
731. golem, 18.03.2026
PENTAGON-PLÄNE : KI-Modelle sollen mit Geheimdienstdaten trainiert werden
Das Pentagon erwägt, Sprachmodelle von OpenAI und xAI direkt mit geheimen Militärdaten zu trainieren, um die Treffsicherheit zu erhöhen.
Anmerkung: Sicherheitsrisiken? Ja, schon, Dieses und Jenes halt. Und vollkommen ausgeschlossen ist auch nicht, denn
Ein „Auslaufen“ der Daten in das öffentliche Internet gilt bei entsprechender Infrastruktur hingegen als weniger wahrscheinlich.
Auch Einen entdeckt? So kann er in die Hall of Fame aufgenommen werden: KI-Unfall!
jott
[Zitationshilfe] : „KI-Unfall (731 bis 740)“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/03/31/ki-unfall-731-bis-740/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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