Der Redende lenkt des Zuhörenden Aufmerksamkeit gerne mit der Aufforderung „…und jetzt pass ma‘ auf!“ auf das dann sogleich danach zum Besten gegebene. So kann dies als der Versuch des Redenden verstanden werden, den (für seine Konzentrationsschwächen bekannten) Zuhörenden zumindest für einen Satz, den Anschließenden eben, zu sensibilisieren, so dass davon ausgegangen werden darf, dass die übertragene Information memorisiert – oder, besser noch, verstanden wird.
Im Freifeld beobachten wir zahlreiche Abwandlungen der von uns hier fokussierten Forderung, an die man sich aus ethischen, moralischen oder sonstigen Gründen halten sollte, wie „jetzt pass ma‘ auf!“, oder auch die von zur Effizienz neigenden Westfalen benutzte Variante „pass ma‘ auf!“. Es soll uns an dieser Stelle markant erscheinen, dass hier nicht ausschließlich ein nächster Satz exponiert werden soll, sondern, ganz im Gegenteil, der Zuhörende darin eine Massregelung erführe, die eher eine pädagogische Wirkung erzielte, dass nämlich eine erzieherische Maßnahme – genauer: eine Bestrafung dem ebendiese Empfangenden in Aussicht gestellt würde. Die Zahl der Doktorarbeiten, die sich vergeblich daran versuchten, den Unterschied zwischen der bereits erwähnten Variante „pass ma‘ auf!“ und „pass auf!“ in den Griff zu bekommen, kann hier nicht genannt werden. Wir wissen aber die Menge derjenigen Personen zu benennen, die in ihrem aktiven Satzschatz „jetzt pass ma‘ auf!“ beheimaten, diesen Imperativ mit hoher Frequenz in einen Dialog einzuflechten verstehen und deswegen in die Hölle kommen, nämlich, alle!
Was nur Wenigen bekannt ist, ist, dass die Anzahl der Höllenbewohner aus obigem Grunde, derjenigen leicht unterlegen ist, die sich aus Denen addiert, die ebenfalls in der Hölle gelandet sind, weil sie ein Gespräch mit „wir bleiben im Kontakt“ beendeten.
jott (ER gewidmet)
[Zitationshilfe] : „Pass ma‘ auf den Kontakt auf“, unter jottBlog : <https://jottblog.langkau.name/2026/03/05/pass-ma-auf-den-kontakt-auf/> : aufgerufen am 00.00.20xx.
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